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Montag, 07 September 2015
Reform der EU-Ökoverordnung
© Rainer Sturm / www.pixelio.de

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) teilte am 22.06.2015 auf seiner Homepage mit, dass der Agrarrat am 16. Juni 2015 die europäische Regelung für den Öko-Landbau einen guten Schritt nach vorne gebracht hat (siehe Food & Recht, Juli/2014). Deutschland konnte sich in Luxemburg weitgehend mit seinen Forderungen durchsetzen. So werden auf EU-Ebene keine speziellen Rückstandswellenwerte für Bioprodukte eingeführt. Nationale Schwellenwerte, die in Italien und Belgien bereits existieren, dürfen nur noch bis Ende 2020 fortgeführt werden. Die speziellen Regelungen zur Bio-Kontrolle und zu den Produktionsstandards werden weiterhin als eine Einheit angesehen. Auch bleibt es dabei, dass Bio-Unternehmen eine jährliche Kontrolle, im Regelfall unter Einbeziehung einer physischen Vor-Ort-Kontrolle, durchlaufen müssen. Umstritten ist allerdings eine Regelung, für Betriebe mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Regelverstößen, größere Inspektionsintervalle zuzulassen. Verzichtet werden soll auch auf gesonderte Regelungen für die Kontrolle des Einzelhandels. Weiter verweist das BMEL auf Verbesserungen, die etwa durch die Beibehaltung der Flexibilitätsregelungen für den Einsatz von nichtökologischem Saat- und Pflanzgut sowie von Zuchttieren oder die Aufrechterhaltung praxisgerechter Umstellungsregelungen, inklusive der Möglichkeiten zur Vermarktung als Umstellungsware, erreicht wurden.

► www.bmel.de (Startseite > starke Landwirtschaft > Nachhaltigkeit, Ökolandbau > Ökologischer Landbau > Die Reform der EU-Ökoverordnung) vom 22.06.2015

►Rundschreiben des BLL-330-2015 vom 26.06.2015; www.bll.de

Bild: www.pixelio.de

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