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Donnerstag, 10 September 2015

REACH: Unternehmen müssen nachbessern

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REACH: Unternehmen müssen nachbessern
© Andreas Dengs / www.pixelio.de

Mehr als die Hälfte der REACH-Registrierungsdossiers (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) erfüllt mindestens eine der sieben überprüften Datenanforderungen nicht ‒ dazu zählen beispielsweise Informationen zu erbgutverändernden Effekten. Dieses ist das Ergebnis einer Studie, die das BfR im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt hat. Nach Angaben von Maria Krautzberger (UBA-Präsidentin) sind die Informationen in den Registrierungsdossiers entscheidend, um mögliche Risiken für Mensch und Umwelt zu bewerten ‒ hier müssen die Unternehmen nachbessern, und die Studie zeigt, an welchen Stellen. Laut BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel müssen fehlende oder ungenügende Daten zu den toxikologischen und ökotoxikologischen Endpunkten unbedingt ergänzt werden, um die Qualität der Registrierungsdossiers zu verbessern. Die EU-Chemikalienverordnung REACH verpflichtet die Europäische Chemikalienagentur ECHA, 5 % aller Registrierungsdossiers auf Vollständigkeit zu prüfen. Nach Angaben von Maria Krautzberger benötigt die ECHA zusätzliche Ressourcen für die Prüfung der Registrierungen. Die Situation wird sich nur verbessern, wenn ausreichend Dossiers geprüft und unzureichende Registrierungen nicht akzeptiert werden.

KOMMENTAR:
BfR: „58 % der 1.814 geprüften Dossiers der ersten REACH-Registrierungsperiode (2010) für wirtschaftlich wichtige Chemikalien erfüllen mindestens eine von sieben geprüften Anforderungen nicht ‒ 27 % sogar zwei oder mehr."

► Presseinformation Nr. 19 und Mitteilung Nr. 22 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 22.07.2015

Bild: www.pixelio.de

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