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Dienstag, 16 Februar 2016

Alte Weizenarten neu entdeckt

Technologie | Gesundheit

Alte Weizenarten neu entdeckt
© birgitH / www.pixelio.de

Einkorn, Emmer und Dinkel waren lange in Vergessenheit geraten. Nun erfahren die alten Weizenarten eine Renaissance – zunächst in der Wissenschaft. Ein Team um Prof. Dr. Reinhold Carle, Lebensmitteltechnologe der Universität Hohenheim, erforscht derzeit die Vorteile, Probleme und Möglichkeiten von alten Weizenarten.

Die Forscher fanden heraus, dass Einkorn eine bis zu zehnmal höhere Konzentration an cholesterinsenkenden Sterylferulaten, Vitamin E und Lutein enthält -  also ernährungsphysiologisch besonders wertvoll ist.

Der Anbau der alten Weizenarten gestaltet sich jedoch schwierig. Die Halme von Einkorn und Emmer sind aufgrund ihrer Länge besonders empfindlich. Sie können leicht umknicken, wodurch die Ernte verloren geht. Zudem ist der Ertrag von Emmer und Einkorn viel niedriger als der von Brotweizen (höchstens 50 % des Ertrages von Brotweizen). Das bedeutet am Ende höhere Preise für den Konsumenten.

In der Müllerei kommt es zudem zu einem erheblichen Mehraufwand: Die alten Weizenarten sind noch bespelzt, d.h. sie besitzen noch eine Hülle um das Korn, die entfernt werden muss.

Die Forscher sehen in den alten Getreidearten trotzdem ein hohes Marktpotenzial: „Der Trend unter den Verbrauchern geht zurück zum ‚Ursprünglichen‘. Auch auf Regionalität legen Kunden immer größeren Wert.“ Um die alten Weizenarten für Verbraucher attraktiver zu machen, ist es wichtig, dass Landwirte, Müller und Bäcker zusammenarbeiten. Landwirte und Müller müssen am Ende die Gewissheit haben, dass der Bäcker bereit ist, etwas Neues auszuprobieren.

Quelle: https://idw-online.de, Pressemitteilung vom 27.01.2016

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Werken:

BEHR'S...ONLINE: Handbuch Lebensmittelhygiene

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