Freitag, 18. September 2020

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Artikel in Kategorie Technologie

Qualitätssicherung hat sich in den letzten Jahren von der Endkontrolle am fertigen Produkt zu einem umfassenden Managementsystem entwickelt, das alle Punkte des Wertschöpfungsprozesses umfasst. Die Zielsetzung eines solchen Qualitätsmanagements ist es, dem Kunden, und letztlich dem Verbraucher, kontinuierlich eine definierte Qualität liefern zu können.

Sensorik in der Qualitätskontrolle

„Aldi Süd“ darf geschwärzte grüne Oliven nicht als schwarze Oliven bewerben. Dieses hat das Landgericht Duisburg nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) entschieden und schloss sich der Auffassung des vzbv an, der die „Aldi“-Werbung als irreführend kritisiert hatte. Bei den Olivengläsern stand „Spanische schwarze Oliven“ auf dem Etikett, doch die Gläser enthielten grüne Oliven, die mit Eisen-II-Gluconat schwarz eingefärbt waren.

Geschwärzte Oliven sind keine schwarzen Oliven!

Das Landgericht Hamburg hat nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen die „Unilever Deutschland GmbH“ entschieden, dass diese mit Werbung nicht den Eindruck erwecken dürfe, die Halbfettmargarine „Becel pro.aktiv“ könne den Cholesterinwertspiegel um mehr als 20 % senken. Derartige gesundheitsbezogene Aussagen sind nach der EU-Verordnung nur erlaubt, wenn sie von der EU-Kommission zugelassen wurden ‒ dieses ist bei der strittigen Werbeaussage nicht der Fall.

Gerichtsurteil gegen Unilever „Becel pro.aktiv“

Um Lebensmittelskandalen besser vorbeugen und Krisen zu bewältigen, hat Rheinland-Pfalz eine interdisziplinäre Kontrolleinheit eingerichtet, die kritische Lebensmittelbetriebe und Warenströme im Auge behält und im Fall des Falles landesweit einschreitet. Die Kontrolleinheit wurde dauerhaft im Landesuntersuchungsamt (LUA) angesiedelt und sie nahm im Herbst 2014 ihre Arbeit auf. Die Kernmannschaft besteht aus fünf Personen der Fachdisziplinen Lebensmittelchemie, Lebensmittelkontrolle, Lebensmittetechnologie und Veterinärmedizin.

Interdisziplinäre Kontrolleinheit in Rheinland-Pfalz

In allen, von 14 im Auftrag von ÖKO-EST getesteten Proben Säuglingsanfangsnahrung wurden Perchlorat- und Chlorat-Rückstände festgestellt. In 10 Fällen war der Chlorat-Wert „erhöht“ (Werte > 0,01 mg/kg), bei einem Bio-Erzeugnis war der Wert „stark erhöht“ (über 0,1 mg/kg). Bei zwei konventionellen Produkten kam es zur Überschreitung des ADI-Werts (akzeptable tägliche Aufnahme) für Chlorat.

Chlorat in Muttermilchersatz

Für Verbraucher sind aus Pflanzen, Algen, Pilzen oder Flechten gewonnene Extrakte und Präparate mittlerweile in Form von Nahrungsergänzungsmitteln leicht zugänglich geworden. Des Weiteren gibt es einen Trend pflanzliche Zubereitungen auch für die normale Kost zu verwenden. Unter den pflanzlichen Materialien befinden sich jedoch einige, die ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen können. Zu einer Vielzahl der darin enthaltenen bioaktiven Substanzen fehlen jedoch Daten zur Sicherheit.

Sicherheit von pflanzlichen Zubereitungen

Es handelt sich hierbei um natürlich auftretende unerwünschte Stoffe (Wirkstoffe), die als solche (als Aromastoffe) nicht verwendet werden dürfen. Für bestimmte sogenannte „active principles“ gelten Höchstmengen in solchen Lebensmitteln, die erheblich zu ihrer Aufnahme durch in diesen Lebensmitteln enthaltene Aromen und/oder Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften beitragen.

„Active principles“ – Biologisch aktive Substanzen – BAPs- was Sie wissen sollten

Die Stiftung Warentest ließ 21 Proben Hackfleisch testen. Dabei wurden in 8 Fällen resistente Keime, darunter 5 Proben mit MRSA-Keimen (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus), 2 mit Keimen mit ESBL (Extended Spectrum beta-Laktase) bildenden Enzymen und eine Probe mit beiden Keimarten, entdeckt. Das Risiko einer Übertragung von MRSA über Lebensmittel auf den Menschen wird derzeit als gering eingeschätzt.

Resistente Keime in Hackfleisch
Behr's Verlag