Dienstag, 19. Januar 2021

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Artikel in Kategorie Technologie

Seit 2011 können Unternehmen, aber auch Forschungseinrichten von der US-Landwirtschaftsbehörde USDA offiziell überprüfen lassen, wie eine neu entwickelte Pflanze rechtlich einzustufen ist („Am I Regulated-Prozess“). Dazu müssen sie Informationen über die Verfahren und die damit erzielte Veränderung vorlegen. Wenn bei genom-editierten Pflanzen kein „artfremdes“ Genmaterial eingeführt wurde und die Pflanze „transgen-frei“ ist, erhalten sie in der Regel grünes Licht.

Bis 2019 wurden in jedem Jahr weniger als zehn Anfragen zu genom-editierten Pflanzen und Organismen eingereicht. Die Zahl ist 2020 nun geradezu explodiert. Aufgrund niedriger Hürden haben auch kleine Unternehmen und Startups entsprechende Anfragen bei der Landwirtschaftsbehörde gestellt.

QUELLE:
► Meldung Forum Bio- und Gentechnologie e.V. vom 11.11.2020

Dr. Greta Riel

USA: Boom bei genom-editierten Pflanzen

Algen dienen der Industrie schon heute als Rohstoffquelle für Stabilisatoren oder Verdickungs- und Geliermittel, wie Agar, Alginat und Carrageen. Immer stärker in das Interesse der Forschung rückt aber auch ihr Potenzial als Kohlenhydratlieferanten für Biokunststoffe. Diese sind nicht nur biologisch abbaubar, sondern können durch zusätzliche Eigenschaften dazu beitragen, dass darin verpackte Lebensmittel länger haltbar sind. Aktuell sind die gängigen Extraktionsverfahren allerdings sehr ineffizient. In dem von der EU geförderten Forschungsprojekt BIOCARB-4-FOOD suchen Forscherinnen und Forscher nun nach nachhaltigeren Prozessen für die Gewinnung von Kohlenhydraten aus sogenannten Makroalgen, also großen Algenarten, und auch Seegras. Dabei gehen sie sowohl der Frage nach, wie diese Stoffe aus dem Rohmaterial gewonnen werden können, als auch, wie die Rückstände der schon bestehenden Extraktionsverfahren weiter genutzt und verarbeitet werden können.

QUELLE:
► Meldung Universität Hohenheim vom 30.10.2020

Dr. Greta Riel

Meeresalgen als nachhaltige Rohstoffquelle

Trinkhalme aus Papier werden als Alternativen für Kunststofftrinkhalme angeboten, um das Aufkommen von Einwegkunststoffabfall und dessen Eintrag in die Umwelt zu minimieren. Als Nassverfestigungsmittel wird bei der Produktion von Papier Epichlorhydrinharz genutzt. Hieraus können im Verarbeitungsprozess Kontaminanten, sog. Chlorpropanole wie 1,3-DCP und 3-MCPD entstehen, die in das Papier und bei längerer Benutzung auf die Lebensmittel übergehen können.

Im November 2019 untersuchte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart Papiertrinkhalme auf ihren Gehalt an 3-MCPD (3-Monochlor-1,2-propandiol), 1,3-DCP (1,3-Dichlor-2-propanol) sowie 2-MCPD (2-Monochlor-1,3-propandiol). Aus den Trinkhalmen wurde ein Kaltwasserextrakt gemäß DIN EN 645 hergestellt. Der Kaltwasserextrakt der Trinkhalme wurde anschließend aufgereinigt und nach Derivatisierung mittels GC-MS auf Chlorpropanole untersucht.

QUELLE:
► Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 30.09.2020

Dr. Greta Riel

Papiertrinkhalme häufig nicht verkehrsfähig

Um die Haltbarkeit von H-Milch zu gewährleisten, müssen vorhandene Mikroorganismen und Enzyme durch kurzes Erhitzen auf Temperaturen von 135 - 140° C abgetötet bzw. inaktiviert werden. Doch die Ultrahocherhitzung hat auch Nachteile wie Kochgeschmack der behandelten Milch sowie einen Verlust an Nährstoffen. Zudem ist viel Energie aus meist fossilen Brennstoffen zur Herstellung nötig.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim wollen die Vorteile von H- und Frischmilch vereinen: bei Raumtemperatur lagerfähig, mit frischem Geschmack und einem hohen Nährstoffgehalt. Ziel sei auch ein Herstellungsprozess, der wesentlich energieeffizienter und damit auch ökologisch dem herkömmlichen Prozess überlegen sei.

QUELLE:
►  Pressemitteilung Universität Hohenheim vom 20.07.2020

Dr. Greta Riel

H-Milch mit mehr Geschmack und Nährstoffen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat über sein Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) sieben neue Projekte zur Lebensmittelforschung auf den Weg gebracht, die vom FEI koordiniert werden.  Dr. Götz Kröner, Vorsitzender des FEI begrüßt es sehr, dass – mitten in der Corona-Krise – das richtige Signal für die Lebensmittelwirtschaft gesetzt werde. Nur mit kontinuierlicher Lebensmittelforschung für den Mittelstand seien die deutschen Produzenten in der Lage, ihre Innovationsaktivitäten fortzuführen und die Versorgung mit hochwertigen, sicheren und zugleich preiswerten Lebensmitteln zu gewährleisten.

QUELLE:
►  Meldung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) vom 04.05.2020

Dr. Greta Riel

Sieben neue IGF-Projekte zur Lebensmittelforschung

Seit einigen Jahren, besonders seit Beginn der Corona-Krise steigt die Nachfrage nach regional angebauten Produkten wie Äpfeln. Mit sortenreinen Apfelprodukten lassen sich deutlich höhere Preise erzielen - doch damit stellen solche Produkte auch einen besonderen Anreiz für Verfälschungen und Manipulationen (Food Fraud) dar. Momentan lässt sich dieser Lebensmittelbetrug jedoch nur durch sehr hohen Aufwand nachweisen.

QUELLE:
►  Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) > Projekt des Monats April 2020
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/projektdatenbank/aif-20045-n.projekt

Dr. Greta Riel

DNA-basierte Bestimmung der biologischen Identität von Äpfeln
Behr's Verlag