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Dienstag, 08 Mai 2018

Wissenschaftler befürworten Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln

Recht & Normen

Wissenschaftler befürworten Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln

Laut einer Studie der Universität Göttingen könnte eine Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln Verbrauchern in vielen Fällen helfen, gesünder einzukaufen. Eine Ampelkennzeichnung veranschaulicht Nährwerte wie Fett, Zucker oder Salz in Lebensmitteln anhand von Farben. Die Konsumforscher werteten für ihre Studie 59 bereits veröffentlichte Forschungsarbeiten aus. Sie untersuchten, welche Art der Nährwertinformation in welcher Situation hilfreich ist, und unterschieden zwischen Situationen, in denen Verbraucher ihrer Intuition folgen und solchen, in denen diese gründlich nachdenken, um eine Entscheidung zu fällen.

Der Studie zufolge hängt es von der jeweiligen Einkaufssituation ab, inwieweit eine Nährwertkennzeichnung die Kaufentscheidung beeinflusst. Verbraucher, die motiviert und ohne Zeitdruck einkaufen, nutzen laut der Studie detaillierte Informationen wie Nährwerttabellen zur Entscheidungsfindung. In den meisten Fällen bevorzugten die Probanden jedoch vereinfachte Darstellungen, bei denen sie weder vergleichen noch rechnen mussten. Nach Angaben von Studienleiter Steffen Jahn erleichtern Ampelkennzeichen die Informationsverarbeitung und sind daher in vielen Einkaufssituationen das am besten geeignete Format.

HINTERGRUND:
Laut der EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist die Ampelkennzeichnung unter bestimmten Bedingungen auf freiwilliger Basis möglich, jedoch nicht verpflichtend.

QUELLE:
► Lebensmittelklarheit vom 27.03.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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