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Montag, 05 November 2018

Tierwohl: Beeinflusst die moralische Haltung die Zahlungsbereitschaft?

Recht & Normen

Tierwohl: Beeinflusst die moralische Haltung die Zahlungsbereitschaft?

Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben in einer Studie untersucht, ob und welche moralischen Haltungen die Zahlungsbereitschaft für Lebensmittel beim Konsum beeinflussen. Dabei wurden rund 1.300 Datensätze aus einer Umfrage zum Tierwohl am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge besteht ein großer Wertepluralismus in der Bevölkerung. Für zahlreiche Menschen ist das Thema Tierwohl bedeutend.

Rund 9 % der Befragten wollen aber nicht mehr Geld für mehr Tierwohl bezahlen. Laut einer näheren Untersuchung der Motive dieser Gruppe sehen 60 % der Menschen in dieser Gruppe Tierschutz durchaus als moralische Frage an, lehnen es jedoch ab, moralische Fragen über den Markt (in Form von Zahlungsbereitschaft für höhere Tierschutzstandards) zu lösen. Sie sehen vor allem die Politik in der Pflicht, bei dieser Frage zu handeln.

KURZGEFASST:
Die Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) schlussfolgern aus ihren Ergebnissen, dass fehlender Zahlungswille nicht automatisch mit Desinteresse gleichzusetzen ist ‒ für die Politik bedeutet dieses, dass die moralische Haltung der Verbraucher die Akzeptanz oder Ablehnung marktbasierter Regulierungsinstrumente mit beeinflusst.

QUELLEN:
►  Pressemitteilung Nr. 111 der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 11.09.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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