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Montag, 30 November 2015

PAK-Höchstgehalte in bestimmten Produkten

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PAK-Höchstgehalte in bestimmten Produkten
© w.r. wagner / www.pixelio.de

Die Verordnung (EU) 2015/1933 der Kommission vom 27.10.2015 „zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 hinsichtlich der Höchstgehalte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen in Kakaofasern, Bananenchips, Nahrungsergänzungsmitteln, getrockneten Kräutern und getrockneten Gewürzen“ ist im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden (ABl. L 282 vom 28.10.2015, S. 11). Die VO sieht die Festsetzung spezifischer Höchstgehalte für Kakaofasern und daraus hergestellte Erzeugnisse vor, die als Lebensmittelzutat verwendet werden sollen.

Laut den Angaben der VO werden diese Produkte bei der Herstellung kalorienarmer, ballaststoffreicher Lebensmittel eingesetzt. Zudem wird ein PAK-Höchstgehalt in Bananenchips eingeführt. Die Festsetzung eines solchen Höchstgehaltes beruht auf PAK-Befunden in Bananenchips, die auf das Frittieren in Kokosnussöl zurückzuführen waren. Darüber hinaus werden PAK-Höchstgehalte für die Warengruppen Nahrungsergänzungsmittel, getrocknete Kräuter und getrocknete Gewürze eingeführt. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln begrenzt sich die Anwendbarkeit der Höchstgehalte auf solche, die pflanzliche Stoffe oder Zubereitungen daraus enthalten sowie solche, die Kittharz, Gelée Royale und Spirulina oder Zubereitungen daraus enthalten. Bei den Gewürzen wurden Kardamom und geräucherte Capsicum-Spezies von der Höchstgehaltsfestsetzung ausgenommen, um diese traditionell geräucherten Produkte auch weiterhin vermarkten zu können.

Hintergrund:
Die Verordnung (EU) 2015/1933 tritt am 17.11.2015 in Kraft und gilt ab dem 01.04.2016, davon ausgenommen sind die PAK-Höchstgehalte für Kakaofasern und daraus hergestellte Erzeugnisse, die unmittelbar ab dem 17.11.2015 gelten ‒ für alle übrigen von den Änderungen betroffenen Lebensmittel gelten Übergangsregelungen für Erzeugnisse, die „nach altem Recht“ bis zum 31.03.2016 in den Verkehr gebracht werden.

Quelle:
► BLL Rundschreiben (nur für Mitglieder zugänglich) Nr. 555 des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) vom 29.10.2015

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