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Montag, 16 Januar 2017

Nährwertkennzeichnung ist nun Pflicht

QM & QS | Recht & Normen

Nährwertkennzeichnung ist nun Pflicht
© stummi123 / www.pixelio.de

Seit dem 13.12.2016 sind die Angaben zur Nährwertkennzeichnung verpflichtend. Gesetzlich vorgeschrieben war die Nährwertkennzeichnung bisher lediglich für Lebensmittel, die mit einem besonderen Nährwert oder einer gesundheitsfördernden Wirkung warben (z. B. „zuckerfrei“, „reich an Vitamin C“). Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LIMV) regelt, wie die Nährwerte gekennzeichnet werden müssen. Vorgeschrieben ist grundsätzlich die Tabellenform, in der sich die Angaben auf 100 g oder 100 ml eines Lebensmittels beziehen. Diese Nährwerte („Big 7“) sind auf der Verpackung anzugeben: Brennwert/Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz. Bei diesen „Big 7“ darf angegeben werden, wie viel Prozent der empfohlenen Tagesmenge (Referenzmenge) sich im Produkt befindet. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, mehrwertige Alkohole (Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit), Stärke, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe dürfen von den Herstellern zusätzlich gekennzeichnet werden. Die Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen dürfen jedoch nur erfolgen, wenn diese in signifikanten Mengen enthalten sind – in der Regel mindestens 15 % der empfohlenen Tagesdosis in 100 g oder 100 ml des Lebensmittels.

HINTERGRUND:
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat in 2015 in seinem Jahresbericht zur Lebensmittelüberwachung 8 % mehr Mängel bei der Kennzeichnung der Lebensmittel ermittelt als noch in 2014 – die erhöhten Beanstandungsquoten führt das BVL auf die verstärkte Kennzeichnungspflicht nach dem LMIV vom Dezember 2014 zurück.

QUELLE:
► Bundesregierung vom 09.12.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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