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Dienstag, 27 Januar 2015

Änderungen beim EU-Zusatzstoffrecht

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Änderungen beim EU-Zusatzstoffrecht
© Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de

Farbstoffzulassungen für „gereiften Käse“
Auf Grund der Verordnung (EU) Nr. 1093/2014 vom 16.10.2014 wurden die Verwendungszwecke für die unten aufgeführten Farbstoffe erweitert und Anhang II, Teil E der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008, in der Lebensmittelkategorie 1.7.2 „Gereifter Käse“ wie folgt geändert:

  • E 120 Echtes Karmin, künftig auch für roten Pestokäse zu verwenden,
  • E 141 Kupferhaltige Komplexe der Chlorophylle und Chlorophylline, sind auch für grünen und roten Pestokäse, Wasabikäse und grün marmorierten Kräuterkäse verwendbar,
  • E 160b Annatto (Bixin, Norbixin), für roten und grünen Pestokäse und
  • E 160c Paprikaextrakt (Capsanthin, Capsorubin) für roten Pestokäse, zulässig.

Die Verordnung trat zum 06.11.2014 in Kraft.

Verwendung von Diphosphaten
Auf Grund der Verordnung (EU) Nr. 1084/2014 vom 15.10.2013 wurde die Verwendung von Diphosphaten (E 450) als Backtriebmittel und Säurregulator in Fertigteigen auf Hefebasis zugelassen. Der Anhang II, Teil E der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 wurde in der Lebensmittelkategorie 07.1 „Brot und Brötchen“ durch einen entsprechenden Eintrag ergänzt. Die höchstzulässige Menge beträgt 12.000 mg/kg. Der Zusatz ist nur für gekühlte, abgepackte Teige auf Hefebasis, die als Basis für die Zubereitung von Pizzas, Quiches, Kuchen und ähnlichen Erzeugnissen verwendet werden, erlaubt.
Die Verordnung trat zum 05.11.2014 in Kraft.

Verwendung von Süßungsmitteln
Mit der Verordnung (EU) Nr. 1092/2014 vom 16.10.2013 wurde die Verwendung von Süßungsmitteln in bestimmten Brotaufstrichen aus Obst oder Gemüse zugelassen. In dem Anhang II, Teil E der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 wurden in der Lebensmittelunterkategorie 04.2.5.3 „Sonstige ähnliche Brotaufstriche aus Obst oder Gemüse“ die Einträge für Aspartam (E 951), Neotam (E 961) und Aspartam-Acesulfamsalz (E 962) geändert. Die Zulassung für die genannten Süßungsmittel gilt neben den brennwertverminderten oder ohne Zuckerzusatz hergestellten Brotaufstrichen auf Trockenfruchtbasis nunmehr für alle sonstigen ähnlichen brennwertverminderten Brotaufstriche aus Obst oder Gemüse. Die höchstzulässigen Mengen, die 1.000 mg/kg für E 951 und E 962 sowie 32 mg/kg für E 961 betragen, blieben unverändert.
Die Verordnung trat zum 06.11.2014 in Kraft.

► Amtsblatt der EU Nr. L 299, S. 22
► Amtsblatt der EU Nr. L 298, S. 8
► Amtsblatt der EU Nr. L 299, S. 19

Bild: www.pixelio.de

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