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Artikel in Kategorie Recht & Normen

Isoflavone

Recht & Normen | Gesundheit

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe und kommen insbesondere in Soja und Rotklee vor. Sie haben eine chemische Struktur, die den Östrogenen (weiblichen Geschlechtshormonen) ähnlich ist. Bei ihrer Interaktion mit Östrogenrezeptoren können sie die Wirkung im Körper gebildeter („endogener“) Hormone nachahmen, sie aber auch blockieren. Diskutiert wird, ob Isoflavone günstige gesundheitliche Wirkungen auf die Knochendichte, peri- und postmenopausale Beschwerden, das Herz-Kreislauf-System und kognitive Funktionen sowie krebsverhindernde („präventive“) Eigenschaften haben können. Aus diesem Grund werden sie in zahllosen Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Zugelassene Medikamente sind auf dem deutschen Arzneimittelmarkt jedoch nicht erhältlich, weil die Wirksamkeit bisher nicht bewiesen werden konnte. Manche Ärzte warnen im Gegenteil vor zu reichlichem Genuss von Sojaprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten Isoflavonen, weil Flavonoide unerwünschte Wirkungen haben können.

QUELLE:
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/de/a-z_index/isoflavone-9777.html
► Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): www.efsa.europa.eu/de/press/news/151021
► EFSA Journal (2015; 13(10): 4246 (342 pp.), DOI: 10.2903/j.efsa.2015.4246)

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 01/2016, S. 12ff.

Isoflavone

Abgemahnt: Gesüßtes Getränk nicht mehr als Saft bezeichnen

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Ein Getränk darf lediglich dann als Saft bezeichnet werden, wenn zu 100 % Frucht- oder Gemüsesaft enthalten sind. In einem Produkt eines Getränkeherstellers sind nicht einmal 40 % echte Frucht enthalten. Was das Unternehmen als 100 % kalt gepressten Frucht- und Gemüsesaft mit natürlichem Zuckergehalt bewirbt, erwies sich aber als ein mit Reissirup gesüßtes Getränk aus fast 60 % Wasser und nur knapp 39 % Fruchtsaft

QUELLEN:
► Lebensmittelklarheit vom 30.09.2016
► Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hessen e. V. vom 29.09.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Abgemahnt: Gesüßtes Getränk nicht mehr als Saft bezeichnen

DBV: Schinkenimitate sind kein Schinken

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Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die aktuelle Diskussion über die Bezeichnung von Ersatzprodukten für Fleisch und Wurstwaren als notwendig begrüßt. Zunehmend bewerben einige Hersteller ihre vegetarischen oder veganen Lebensmittel mit Bezeichnungen für Fleischprodukte. Nach Angaben von Werner Hilse (DBV-Vizepräsident) steht die Bezeichnung „Schinken“ für ein hochwertiges und echtes Fleischprodukt, allerdings kann nicht sein, dass sich ein aus den unterschiedlichsten Ersatzmaterialien, Aromen und Geschmacksverstärkern zusammengesetztes Produkt ebenso nennen darf.

QUELLE:
► Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vom 19.10.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

DBV: Schinkenimitate sind kein Schinken

EFSA: Beurteilung von Annatto als Lebensmittelzusatzstoff

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Das EFSA Panel Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS) hat eine Stellungnahme zur Sicherheit des Farbstoffes Annatto (Bixin, Norbixin) (E 160b) als Lebensmittelzusatzstoff veröffentlicht. Das ANS wurde aufgefordert, verschiedene Bixin- und Norbixin-haltige Extrakte zu evaluieren. Dazu zählen die in der Verordnung (EU) Nr. 321/201 beschriebenen Annatto-Extrakte (E 160b (i), (ii), (iii)) sowie fünf weitere Extrakte (Annatto B bis G).

QUELLE:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2016.4544/epdf

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Beurteilung von Annatto als Lebensmittelzusatzstoff

Vorsicht mit der Haftung durch den Qualitätsmanager!

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Die Delegation der Haftung für Lebensmittelrecht, Qualitätsmanagement und alles, was sich „irgendwie wissenschaftlich anhört“ auf den Qualitätssicherheits- Leiter ist ja übliche Praxis. Der delegierende Geschäftsführer sagt, dass er dieses „wissenschaftliche Zeugs“ ja gar nicht verstehe und nicht einmal eine Deklaration erstellen könnte ... und der Qualitätssicherheits- Leiter fühlt sich höchst geehrt, dass er nun endlich eine staatstragende Verantwortung trägt. Doch kann das klappen? Kann es in der Regel nicht.

QUELLE:
QM! Der Qualitäts-Manager in der Lebensmittel-Branche, Behr's Verlag, Ausgabe 03|2016. S. 16 f., Prof. Dr. Ulrich Nöhle

Vorsicht mit der Haftung durch den Qualitätsmanager!

EFSA: Neubewertung von Titandioxid

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Das EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS) hat die Sicherheit des Lebensmittelzusatzstoffes Titandioxid (E 171) neu bewertet. Unter Berücksichtigung der verfügbaren Daten zu Absorption, Verteilung und Ausscheidung kommt das ANS zu der Einschätzung, dass die Absorption durch oral aufgenommenes Titandioxid extrem niedrig und die geringe Bioverfügbarkeit von Titandioxid unabhängig von der Partikelgröße ist.

QUELLEN:
► Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 14.09.2016
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2016.4545/epdf

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Neubewertung von Titandioxid

Natriumpropionat als Zusatzstoff in Lebensmitteln

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich mit der Risikobewertung hinsichtlich einer Erweiterung der Verwendung von Natriumpropionat (E 281) in Fleischzubereitungen, verarbeitetem Fleisch und Fisch bis zu 5.000 mg/kg beschäftigt.

QUELLE:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2016.4546/full

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Natriumpropionat als Zusatzstoff in Lebensmitteln

EFSA revidiert Kupferhöchstgehalte in Tiernahrung

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Das EFSA-Gremium für Zusatzstoffe, Erzeugnisse und Stoffe in der Tierernährung (FEEDAP) hat eine Verringerung des Kupferhöchstgehaltes in Futtermitteln für Ferkel, Rinder und Milchkühe sowie eine Erhöhung in Futtermitteln für Ziegen empfohlen. Der Kupfergehalt in Alleinfutter für Ferkel sollte 25 mg/kg (bisher 170 mg/kg) nicht überschreiten und der Kupferhöchstgehalt in Alleinfutter für Milchkühe und Rinder von 35 mg/kg Futter auf 30 mg/kg verringert werden.

QUELLE:
► Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 09.08.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA revidiert Kupferhöchstgehalte in Tiernahrung
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