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Dienstag, 09 März 2021

Nachhaltiges Palmöl in Süßwaren

QM & QS

Nachhaltiges Palmöl in Süßwaren

94 % des in der deutschen Süßwarenindustrie verwendeten Palmöls und Palmkernöls sind nachhaltig zertifiziert. Weltweit sind nur rund 25 % des verwendeten Palmöls und Palmkernöls nachhaltig zertifiziert. Das geht aus der aktuellen vom Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) veröffentlichten Untersuchung von Meo Carbon Solutions hervor.

Für den Anbau nachhaltigen Palmöls existieren eine Reihe international anerkannter Standards. Diese beinhalten u. a. Vorgaben gegen Regenwaldrodung, gegen Anbau auf Torfböden und für die Achtung der Menschenrechte. Boykottaufrufe untergraben dagegen die Nachhaltigkeitsbemühungen und schaden oft auch den Kleinerzeugern in den Ursprungsländern wie Indonesien, Malaysia oder Kolumbien.

Viele Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie und auch der Branchenverband BDSI engagieren sich unmittelbar als Mitglieder im RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil), arbeiten intensiv bei FONAP mit und/oder haben sich Zielvorgaben auferlegt, bereits heute oder in naher Zukunft zu 100 % auf nachhaltig erzeugtes, zertifiziertes Palmöl umzustellen. Die verstärkte Nachfrage nach ökologisch, sozial und menschenrechtlich verträglichem Palmöl führt langfristig zu Veränderungen der Praktiken im Palmölsektor – insbesondere in den Produktionsländern. Diese erkennen, dass nachhaltige Produktionsbedingungen nicht nur sinnvoll, sondern auf lange Sicht auch das wesentliche Kriterium für den Absatz am europäischen Markt bilden. Der gemeinsame Einsatz der Privatwirtschaft und geeignete Maßnahmen der Anbauländer zur konsequenten Durchsetzung von Gesetzen vor Ort schützen Regenwälder und führen zu mehr Umwelt- und Artenschutz.

QUELLE:
► Meldung Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) vom 20.01.2021

Dr. Greta Riel

Behr's Verlag