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Dienstag, 04 April 2017

Lebensmittelkennzeichnung zu undurchsichtig

QM & QS | Recht & Normen

Lebensmittelkennzeichnung zu undurchsichtig

Einer Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) zufolge finden viele Verbraucher die Kennzeichnung von Lebensmitteln verwirrend und missverständlich. Das „Food-Barometer“ wird alle zwei Jahre durchgeführt. Die Mehrheit der Befragten (67 %) hält Herkunftskennzeichnungen auf Lebensmitteln für sinnvoll und hilfreich, um deren Qualität und Sicherheit zu beurteilen. Dieses gilt vor allem für ältere Menschen ab 60 Jahren (71 %).

Jeder zweite Befragte ist der Meinung, Produkte von guter und schlechter Qualität unterscheiden zu können, was aber nicht weiter definiert ist. Mehr als ein Drittel kauft nur Lebensmittel, deren Inhalt und Herkunft bekannt sind. Allerdings halten rund 30 % Produktbeschreibungen auf Lebensmittelverpackungen für verwirrend und schwer verständlich (2014: 44 %). Lediglich 24 % glauben, dass die Herstellerangaben zur Qualität und Herkunft der Lebensmittel der Wahrheit entsprechen (>60-Jährige: 18 %).

HINTERGRUND:
Laut der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) dürfen Angaben über die Herkunft von Lebensmitteln für den Verbraucher nicht irreführend sein ‒ gesetzlich verbindlich geregelt sind diese lediglich für bestimmte Obst- und Gemüsesorten, Eier, Fisch, Rindfleisch, natives Olivenöl, Honig und Bio-Lebensmittel.

QUELLE:
► Newsletter Nr. 10 des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) vom 08.03.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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