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Dienstag, 01 Oktober 2019

Kaffeegenuss – mit oder ohne Mykotoxine?

QM & QS

Kaffeegenuss – mit oder ohne Mykotoxine?

Mykotoxine sind von Schimmelpilzen gebildete sekundäre Stoffwechselprodukte. Die Schimmelbildung ist auf dem Feld, sowie bei Verarbeitung und Lagerung von Lebensmitteln möglich. Abhängig von den äußeren Bedingungen kann ein Schimmelpilz Mykotoxine bilden.

Die Gattungen Penicillium und Aspergillus bilden Ochratoxin A. Dieses Toxin hat nierenschädigende und genverändernde Eigenschaften, sowie einen nachteiligen Einfluss auf das Immunsystem. Wegen der langen Verweildauer im Körper darf auch bei geringen Gehalten in Lebensmitteln das chronisch toxische Risiko nicht vernachlässigt werden.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen überprüfte im Jahr 2018 54 Kaffeeproben (24 bio, 30 konventionell) auf das Vorkommen von Ochratoxin A.

In 2 (8%) der bio und 7 (23%) der konventionellen Kaffeeproben wurde Ochratoxin A in Konzentrationen zwischen 0,5 und 1,4 µg/kg festgestellt. Keine der untersuchten Kaffeeproben überschritt den gesetzlich festgelegten Höchstgehalt von 5 µg/kg. Die Gehalte sind gegenüber den Vorjahren zurückgegangen.

Bei den Befunden sei auffällig, dass der Nachweis von Ochratoxin A in 21% (5) des gemahlenen Kaffees, aber nur in 13 % (4) der ganzen Bohnen möglich war. Die beiden positiven Befunde der Bio-Produkte stammen jeweils aus einem gemahlenen Kaffee. Die Befunde im konventionellen Kaffee verteilen sich auf drei gemahlene Kaffees und vier Kaffees aus ganzen Bohnen.

QUELLE:
► Bericht des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen vom 14.08.2019

Dr. Greta Riel

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