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Mittwoch, 13 September 2017

HACCP-Frage der Woche 37/2017

QM & QS | Recht & Normen

HACCP-Frage der Woche 37/2017

Für welche eingeführte Produkte gelten seit Juni 2017 verstärkt amtliche Kontrollen?

Die Verordnung (EG) Nr. 669/2009 der Kommission vom 24.07.2009 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 (…) im Hinblick auf verstärkte amtliche Kontrollen bei der Einfuhr bestimmter Futtermittel und Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs (…) wird seit ihrem Erscheinen regelmäßig überprüft. Am 28.06.2017 wurde im EU-Amtsblatt die 26. Änderung von Anhang I der VO (EG) Nr. 669/2009 veröffentlicht. Nunmehr werden folgende Produkte neu in den Anhang I aufgenommen, für die verstärkte amtliche Kontrollen gelten:

  • Getrocknete Weintrauben aus der Türkei und aus dem Iran: Untersuchung auf Ochratoxin A;
  • Paprika (getrocknet, geröstet, gemahlen oder sonst zerkleinert) aus Sri Lanka: Untersuchung auf Aflatoxine;
  • Erdnüsse und daraus hergestellte Erzeugnisse aus dem Senegal: Untersuchung auf Aflatoxine;

Für getrocknete Aprikosen aus der Türkei (Untersuchung auf Sulfit) wird die Häufigkeit amtlicher Kontrollen auf 20 % angehoben. Für folgende Produkte wird die Häufigkeit amtlicher Kontrollen gesenkt:

  • Sesamsamen aus Nigeria und dem Sudan: Untersuchung auf Salmonellen.
  • Erbsen mit Hülsen aus Kenia: Untersuchung auf Pflanzenschutzmittelrückstände; Senkung der Kontrollhäufigkeit auf 5 %;
  • Brassica oleracea („Chinesischer Brokkoli“) aus China: Untersuchung auf Pflanzenschutzmittelrückstände; Senkung der Kontrollhäufigkeit auf 20 %.

Auberginen/Melanzini aus Kambodscha (Untersuchung auf Pflanzenschutzmittelrückstände) und Enzyme aus Indien (Untersuchung auf Chloramphenicol) werden aus dem Anhang I gestrichen. Aus Gründen der Klarheit wird der gesamte Anhang I ersetzt.

QUELLE:
eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=uriserv:OJ.L_.2017.177.01.0036.01.DEU&toc=OJ:L:2017:177:TOC

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