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Dienstag, 22 Mai 2018

Glückskekse: Mineralölrückstände in Papierstreifen?

QM & QS

Glückskekse: Mineralölrückstände in Papierstreifen?

Gefaltete halbmondförmige Glückskekse sind weit verbreitet in chinesischen Restaurants und bestehen häufig aus einem zuckrigen und schnell aushärtenden Waffelteig. Papierstreifen mit Zukunftsdeutungen oder Botschaften werden vor dem Falten und Biegen in die Kekse gelegt.

2018 wurden die bedruckten Papierstreifen in den Keksen im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht. Als mit Lebensmitteln in Berührung kommende Gegenstände gelten diese als Bedarfsgegenstände mit Lebensmittelkontakt. Die Streifen können aus recyceltem Zeitungspapier oder anderweitig bedrucktem Papier hergestellt worden sein, wodurch Mineralölkomponenten aus den Druckfarben in die Papierstreifen
gelangen können.

Die Mineralöle können im Recycling-Prozess noch nicht ausreichend entfernt werden. Zudem kann die Farbe, womit die „Sprüche“ auf die schmalen Zettel gedruckt werden, Mineralöl enthalten. Daher besteht das Risiko, dass möglicherweise in den Papierstreifen enthaltene Mineralölkomponenten auf den Keks übergehen.

Die Glückskeks-Papierstreifen wurden auf Mineralölrückstände gemäß der Methode des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unter Heranziehung einer Gas-Chromatografie/ Hochdruckflüssigkeits-Chromatografie (GC-HPLC) -Kopplung untersucht. Die Analyse mittels FID (Flammenionisationsdetektor) beinhaltet eine Quantifizierung und indirekte Zuordnung von MOSH („Mineral Oil Saturated Hydrocarbons“) und MOAH („Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons“) der Fraktionen C16 bis C25 und C26 bis C35 anhand von festgelegten Standards. In den untersuchten bedruckten Papierstreifen aus Glückskeksen wurden keine aromatischen Kohlenwasserstoffe nachgewiesen.

QUELLE:
► Mitteilung des LAVES (ohne Datum)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Behr's Verlag