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Montag, 23 Januar 2017

„Food Scares”: Kategorisierung von Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz

QM & QS

„Food Scares”: Kategorisierung von Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz

Forscher der University of Surrey in Großbritannien haben in enger Zusammenarbeit mit der Lebensmittelwirtschaft eine „neue“ Kategorisierung von Faktoren zusammengestellt, die dazu beitragen soll, wirksame Strategien zur Prävention von lebensmittelassoziierten Skandalen und ähnlichen Ereignissen zu entwickeln. Der englische Begriff „Food Scare“ ist dabei recht breit zu interpretieren und umfasst Ängste und Sorgen der Verbraucher ebenso wie objektive und subjektiv wahrgenommene und lebensmittelassoziierte Risiken, Lebensmittelbetrug und -verfälschung und Bio-Terrorismus. Die von den Autoren vorgeschlagene Definition des Begriffs besagt, „dass es sich hier um die Reaktion auf ein Lebensmittelereignis („Food Incident“) (real oder wahrgenommen) handelt, das zu einer plötzlichen Störung („Disruption“) in der Lebensmittelversorgungskette und im Muster des Lebensmittelverzehrs führt“. In einem  Kategorisierungsdiagramm mit unterschiedlichen Farbkreisen sind Bestimmungsfaktoren der Lebensmittelsicherheit und hygienischen Qualität erfasst. Das Diagramm ist hier zu finden: http://dx.doi.org/10.1108/BFJ-06-2016-0263.

Die Autoren betonen, dass bei der zunehmenden Globalisierung des Lebensmittelhandels und den komplexen Versorgungsketten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens unerwünschter lebensmittelassoziierter Ereignisse zunimmt und die vorgeschlagene Kategorisierung dazu beitragen kann, konstruktive Diskussionen bei unterschiedlichen Interessenlagen durchzuführen. Das Risikomanagement soll unterstützt werden, um systematisch potenzielle Probleme anzugehen und in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Lieferketten vorbeugende Strategien zu entwickeln. Insbesondere soll die Kategorisierung dazu beitragen, dass zwischen solchen Ereignissen unterschieden wird, die absichtlich („wilful“) einzustufen sind und solchen, die durch Transparenz und Problembewusstsein aufgedeckt werden (können).

QUELLEN:
► University of Surrey vom 09. Januar 2017: www.surrey.ac.uk/mediacentre/press/2017/
► British Food Journal (Volume 119, Issue 1, pp. 131-142): http://dx.doi.org/10.1108/BFJ-06-2016-0263

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