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Dienstag, 17 Mai 2016

Fischölkapseln: Was ist drin?

QM & QS | Recht & Normen | Gesundheit

Fischölkapseln: Was ist drin?
© Rainer Sturm, www.pixelio.de

Das CVUA Karlsruhe hat Ende 2015 insgesamt 19 Fischölkapseln auf nicht deklarierte Fettsäureethylester untersucht ‒ 42 % der Proben mussten beanstandet werden. Bei keiner Probe ergab die Kennzeichnung Hinweise auf einen Zusatz von Fettsäureethylestern. In einer Probe wurden sehr große Mengen an Fettsäureethylestern ermittelt. Der hohe Gehalt weist darauf hin, dass die gesamte Menge der laut Deklaration in den Kapseln vorhandenen Omega-3-Fettsäuren in Form von Fettsäureethylestern vorhanden war und nicht in Form von Triglyceriden ‒ wie in Fischöl üblich.

Eine weitere Probe wies geringere aber deutlich nachweisbare Mengen an EPA- und DHA-Ethylestern auf, während in den anderen 17 Proben keine Fettsäureethylester analysiert wurden. Neben den beiden aufgrund ihres Gehaltes an Fettsäureethylestern beanstandeten Proben mussten noch sechs weitere Proben aufgrund anderer Mängel in Kennzeichnung und/oder Bewerbung beanstandet werden. Häufige Mängel waren die Bewerbung mit gesundheitsbezogenen Angaben bei fünf Proben (26 %) oder das Fehlen von Pflichtkennzeichnungselementen nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) bei fünf Proben (26 %).

HINTERGRUND:
Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine unkontrolliert hohen Mengen an Fettsäureethylestern enthalten, da die Behandlung mit Fettsäureethylestern in ärztliche Hand gehört.

QUELLE:
► Informationsdienst des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes (CVUA) Karlsruhe vom 15.04.2016
Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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