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Dienstag, 18 Juli 2017

EFSA: Tierschutz bei Schlachtung tragender Tiere

QM & QS

EFSA: Tierschutz bei Schlachtung tragender Tiere

Laut dem Expertenurteil der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) werden in der EU durchschnittlich 3 % der Milchkühe, 1,5 % der Fleischrinder, 0,5 % der Schweine, 0,8 % der Schafe und 0,2 % der Ziegen während des letzten Drittels der Tragezeit geschlachtet. Das Gremium der EFSA für Tiergesundheit und Tierschutz hat zunächst bewertet, ob und wann Föten verschiedener Nutztierarten Schmerzen empfinden.

Die Forscher waren sich einig, dass dieses in den ersten zwei Dritteln der Tragezeit nicht der Fall ist, da sich die entsprechenden physischen und neurologischen Strukturen erst im späteren Verlauf der Trächtigkeit entwickeln. Die Wissenschaftler nahmen auch eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit vor, dass Föten während des letzten Drittels der Tragezeit Schmerzen empfinden, und gelangten zu dem Schluss, dass dieses dem wahrscheinlichsten Szenario zufolge aufgrund einer Reihe von Schmerz hemmenden Mechanismen im Körper des Fötus nicht der Fall ist. In dem Gutachten werden zudem praktische Maßnahmen vorgeschlagen, um die Schlachtzahlen tragender Tiere zu reduzieren.

HINTERGRUND:
Dem vorliegenden wissenschaftlichen Gutachten der EFSA ging ein entsprechendes Ersuchen von Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden voraus.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 30.05.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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