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Montag, 16 Juli 2018

EFSA: Glyphosat ‒ Sicherheit von Rückstandsgehalten

QM & QS

EFSA: Glyphosat ‒ Sicherheit von Rückstandsgehalten

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Überprüfung der gesetzlich erlaubten Glyphosat-Höchstgehalte in Lebensmitteln abgeschlossen. Die Überprüfung beruht auf Daten zu Glyphosat-Rückständen in Lebensmitteln, die der EFSA von allen EU-Mitgliedstaaten übermittelt wurden. Die Bewertung verweist auch auf Unsicherheiten, die sich aus Lücken in den übermittelten Daten ergeben. Die Überprüfung berücksichtigt sämtliche mit Glyphosat behandelten Kulturpflanzen und umfasst eine Risikobewertung, aus der hervorgeht, dass die derzeitigen Expositionsniveaus voraussichtlich kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen.

Für die Bewertung verglich die EFSA Daten zur Ernährung von Erwachsenen und Kindern in der EU mit den von der Behörde in ihrer Schlussfolgerung von 2015 empfohlenen unbedenklichen Aufnahmemengen. Mit den Daten aus der Überprüfung der Rückstandshöchstgehalte (Maximum Residue Levels (MRLs)) wurden auch in einem zweiten Bericht die potenziellen Auswirkungen von Glyphosat-Rückständen in Futtermitteln auf die Tiergesundheit bewertet.

Die Bewertung berücksichtigte alle verfügbaren Informationen zum Vorkommen von Glyphosat in Futtermitteln (einschließlich importierte Futtermittel) mit dem Ergebnis, dass Glyphosat aller Voraussicht nach keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Rindern, Schafen, Schweinen, Pferden und Hühnern hat.

Ab 1.1.2019 verbietet der Käsehersteller Hochland seinen Lieferanten den Einsatz von Totalherbiziden, d.h. auch Glyphosat, auf Acker- und Grünlandflächen.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 17.05.2018
► Top agrar vom 11.7.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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