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Freitag, 13 Februar 2015

EFSA bewertet H5N8-Einschleppungspfade nach Europa

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EFSA bewertet H5N8-Einschleppungspfade nach Europa
© Christoph Aron / www.pixelio.de

Einem wissenschaftlichen Bericht der EFSA zufolge, der in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem EU-Referenzlabor erstellt wurde, bleibt der genaue Einschleppungspfad des H5N8-Virus nach Europa weiterhin ungewiss. Es ist denkbar, dass das Virus indirekt – über von infizierten Wildvögeln kontaminierte Materialien – durch menschliches Zutun bzw. Fahrzeuge oder Gerätschaften in die Geflügelbetriebe in Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich eingeschleppt wurde. Da sich die Tiere aller betroffenen Betriebe in Innenhaltung befanden, geht die EFSA davon aus, dass eine direkte Übertragung von Wildvögeln auf Hausgeflügel unwahrscheinlich ist. Nach Angaben der EFSA sind keine direkten Vogelzugrouten aus Ostasien nach Europa bekannt. Eine Hypothese lautet, dass infizierte Zugvögel aus Ostasien das Virus an eurasischen Brut- und Rastplätzen auf andere Spezies übertragen ─ diese Hypothese bedarf jedoch noch der weiteren Untersuchung. Bisher liegen Meldungen zu H5N8 aus Südkorea, Japan, China, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden vor.

EFSA: „Die Biosicherheitsmaßnahmen in Betrieben sollten bewertet und gegebenenfalls verbessert werde, und es sollte eine gezielte Überwachung von Wildvögeln in Gebieten mit erhöhtem Risiko sowie eine weitere Untersuchung möglicher Pfade der Einschleppung von H5N8 nach Europa erfolgen ─ nationale und europäische Laboratorien und Risikobewertungseinrichtungen sollten weiterhin zusammenarbeiten, um zeitnahe Analysen der Lage in der EU zu gewährleisten.“

► Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 15.12.2014

Bild: www.pixelio.de

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