Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Artikel in Kategorie QM & QS

Im Jahr 2020 wurden an der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle (TGSH) am Flughafen Frankfurt 95 Sendungen Nilbarschfilet mit einem Gesamtgewicht von rund 438 Tonnen abgefertigt. Der Großteil mit gut 404 Tonnen kam aus Tansania, der restliche aus Kenia. 

Für Nilbarsch, der in der Regel unter dem Namen Victoriabarsch in den Handel kommt, ist eine Einfuhr in die EU nur möglich, wenn der Fisch aus einem Betrieb stammt, der nach den Hygienevorgaben der EU arbeitet. Bei allen Sendungen erfolgt zunächst die Kontrolle des Gesundheitszeugnisses. Dieses muss jede Sendung begleiten, von einem amtlichen Tierarzt des Ursprunglandes ausgestellt worden sein und bestimmte Garantien bezüglich der Herkunft der Fische/Fischfilets und deren Eignung als Lebensmittel geben. Im Anschluss daran wird von den Mitarbeitern der TGSH die Nämlichkeit der Ware kontrolliert. 

QUELLE:
► Meldung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor im Mai 2021.

Dr. Greta Riel

Einfuhrkontrolle von Nilbarsch

Greenpeace veröffentlichte die Ergebnisse eine Untersuchung von Lebensmitteln auf Pestizide. Von 70 getesteten Früchten aus Brasilien enthielten 59 Pestizid-Rückstände. Insgesamt wurden 35 verschiedene Wirkstoffe gefunden, die Mehrzahl dieser Wirkstoffe gehört in die Kategorie hochgefährliche Pestizide. Getestet wurden Mangos, Papayas, Melonen, Feigen und Limetten. Greenpeace Aktive nahmen dazu im April und Mai bundesweit Proben in Supermärkten, Discountern und Großmärkten. Die Untersuchung führte ein akkreditiertes und unabhängiges Labor im Auftrag von Greenpeace durch. In vier Fällen wurde sogar der gesetzlich zugelassene Grenzwert von Pestiziden überschritten. Greenpeace hat dies bereits an die zuständigen Behörden gemeldet

QUELLE:
► Meldung Greenpeace e.V. vom 19.05.2021

Dr. Greta Riel

Nachweis verbotener Pestizide

Durch die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) werden die deklarierten Tier- und Getreidearten regelmäßig mit modernen molekularbiolologischen Methoden geprüft. Aufgrund der Ergebnisse des Vorjahrs wurden die Schwerpunktuntersuchungen der deklarierten Tierart bei Wildspezialitäten aus Gastronomie, Handel und regionalen Herstellern fortgesetzt. 

QUELLE:
► Meldung Chemische und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Sigmaringen vom 24.03.2021

Dr. Greta Riel

Wilderzeugnisse - alles korrekt angegeben?

Sieben der 20 untersuchten Fleischersatz-Produkte wurden von Ökotest mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet. Keine der Packungen veganes Hackfleisch schnitt mit Bestnote ab, vier erhielten aber eine „gute“ Bewertung. Von 20 Packungen, die Ökotest untersuchte, waren fast alle mit Mineralöl verunreinigt. Bis auf vier überprüfte Fleischersatz-Produkte bekamen alle Produkte Notenabzug für nachgewiesene Mineralölbestandteile. In einem veganen Hackfleisch wurden neben den MOSH auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Zu dieser Stoffgruppe können auch krebserregende Verbindungen gehören. Ein Hersteller hat als Eintragsquelle den Rohstoff Kokosöl identifiziert. Speiseöle werden im Produktionsprozess häufig mit MOSH/MOAH verunreinigt. Andere Erklärungen, wie das Mineralöl in Lebensmitteln landen kann, sind in der Produktion eingesetzte Schmieröle oder aber Übergänge aus Verpackungen aus Recyclingpapier und -pappe.

QUELLE:
►  Meldung oekotest.de vom 03.03.2021

Dr. Greta Riel

Veganes Hackfleisch im Test

Eine europäische Übergangsregelung macht eine Vermarktung bestimmter Insektenprodukte als Lebensmittel möglich. Eine qualitative forsa-Befragung im Auftrag der Verbraucherzentralen hat nun die Erwartungen von Verbraucher:innen zu Speiseinsekten erfasst. Den meisten Befragten ist bekannt, dass verschiedene Lebensmittel Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können. Spontan wird Insekten jedoch kein erhöhtes allergenes Potenzial zugeschrieben. Die Teilnehmer:innen der Befragung erwarten in Deutschland eine gut sichtbare Kennzeichnung auf der Verpackung. Diese Forderung äußern auch die Verbraucherzentralen: Das allergene Potenzial von Insekten sei bisher wenig erforscht und noch nicht abschließend geklärt. Daher werde von den Zulassungsbehörden erwartet, dass es bei insektenhaltigen Lebensmitteln zukünftig einen verbindlichen Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung gibt. Dieser müsse eindeutig und gut erkennbar vor möglichen allergischen Reaktionen bei vorhandenen Allergien gegen Schalen- und Krustentiere sowie Hausstaubmilben warnen.

QUELLE:
► Pressemitteilung Verbraucherzentrale Hessen vom 25.02.2021 sowie eine Meldung von yumda.de vom 26.02.2021

Dr. Greta Riel

Verbraucherumfrage zu insektenhaltigen Lebensmitteln

Im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland werden jährlich rund 500.000 Tonnen Lebensmittel als Abfall aussortiert. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Thünen-Instituts in enger Zusammenarbeit mit 13 Handelsunternahmen ermittelt. Einbezogen wurden dafür nicht nur Daten aus dem organisierten Einzelhandel, also Supermärkte, Discounter und Verbrauchermärkte, sondern auch andere Einzelhändler wie Drogeriemärkte, Bäckereien, Fleischereien, Onlinehandel, Wochenmärkte oder Tankstellen. In Supermärkten, Discountern und Verbrauchermärkten fallen 290.000 Tonnen an, bei den anderen Einzelhändlern kommen noch einmal 210.000 Tonnen hinzu. Die Berechnungen, die im Rahmen des Projekts „Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ durchgeführt wurden, basieren auf freiwillig bereitgestellten Daten zu Umsatzverlusten aus dem Jahr 2019.

QUELLE:
► Pressemitteilung Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei vom 03.03.2021

Dr. Greta Riel

Lebensmittelabfälle im Einzelhandel

94 % des in der deutschen Süßwarenindustrie verwendeten Palmöls und Palmkernöls sind nachhaltig zertifiziert. Weltweit sind nur rund 25 % des verwendeten Palmöls und Palmkernöls nachhaltig zertifiziert. Das geht aus der aktuellen vom Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) veröffentlichten Untersuchung von Meo Carbon Solutions hervor.

Für den Anbau nachhaltigen Palmöls existieren eine Reihe international anerkannter Standards. Diese beinhalten u. a. Vorgaben gegen Regenwaldrodung, gegen Anbau auf Torfböden und für die Achtung der Menschenrechte. Boykottaufrufe untergraben dagegen die Nachhaltigkeitsbemühungen und schaden oft auch den Kleinerzeugern in den Ursprungsländern wie Indonesien, Malaysia oder Kolumbien.

QUELLE:
► Meldung Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) vom 20.01.2021

Dr. Greta Riel

Nachhaltiges Palmöl in Süßwaren

Eine Studie im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) der Universität Kassel zeigt: Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nur vereinzelt Öko-Lebensmittel. 

Die Forschenden haben Einkäufe von rund 8.400 repräsentativen Haushalten aus dem Haushaltspanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ausgewertet und daraus Käufersegmente und vielversprechende Produkte identifiziert. Die Studie gibt somit Aufschluss darüber, was Konsumentinnen und Konsumenten tatsächlich kaufen – ohne den Effekt der sozialen Erwünschtheit, der oft die Aussagekraft von Befragungen beeinträchtigt

QUELLE:
► Meldung Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 21.01.2021

Dr. Greta Riel

Verbraucher kaufen vereinzelt Öko-Lebensmittel

Ökotest hat 20 Toastbrote untersucht. Acht Toastbrote sind mit Mineralöl belastet. In zwei Bio-Toastbroten ist die Verunreinigung aus Sicht von Ökotest sogar so hoch, dass die Produkte als mangelhaft bewertet wurden.

QUELLE:
► Meldung auf Ökotest.de vom 28.12.2020

Dr. Greta Riel

Mineralöl in Toast

Insgesamt 13 Proben Granatäpfel aus konventionellem Anbau wurden im Jahr 2020 im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hiervon stammten sechs Proben aus der Türkei, zwei Proben aus Indien, zwei Proben aus Israel, und eine Probe stammte aus Spanien. Bei zwei Proben lag keine Angabe des Herkunftslandes vor.

In allen 13 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Die zulässigen Pestizidhöchstgehalte wurden von vier Proben aus der Türkei, einer Probe aus Spanien und von zwei Proben ohne Angabe des Anbaulandes überschritten.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Pestizide in Granatäpfeln
Behr's Verlag