Donnerstag, 06. August 2020

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Artikel in Kategorie QM & QS

Es gibt ca. 40 zugelassene und als gesundheitlich unbedenklich eingestufte Lebensmittelfarbstoffe, die deklariert werden müssen. Verbraucherinnen und Verbraucher können so frei entscheiden, ob sie gefärbte Lebensmittel kaufen wollen oder nicht. Kritisch wird es jedoch, wenn Lebensmittelhersteller selbst nicht sicher sein können, ob bei der Weiterverarbeitung nicht-zugelassene Farbstoffe beigemischt wurden.

Hier setzt ein FEI-Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) an, das von einem Forschungsteam des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück und der Technischen Universität Braunschweig durchgeführt wird:

QUELLE:
►  Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) > Projekt des Monats Juni 2020

Dr. Greta Riel

Schnellverfahren für den Nachweis unerlaubter Farbstoffe in Lebensmitteln entwickelt

Durch die Globalisierung der Warenströme erreichen Lebensmittel aus verschiedenen Erdteilen den deutschen Markt. Je nach geografischer Herkunft können sie unterschiedliche Gehalte an gesundheitlich unerwünschten Stoffen aufweisen. Wie beeinflusst dies die Stoffaufnahme der in Deutschland lebenden Bevölkerung, und wird dies in den herkömmlichen Aufnahmeabschätzungen ausreichend berücksichtigt?

Das BfR hat beispielhaft Daten zu Kiwifrüchten verglichen, die aus Südeuropa, Neuseeland und Chile ganzjährig in deutsche Geschäfte gelangen. Ein Ergebnis: Kiwis aus der EU enthalten weniger Aluminium als Kiwis aus Nicht-EU-Ländern.

QUELLE:
►  Meldung Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), BfR2GO, Ausgabe 01/2020

Welthandel beeinflusst Stoffe in Lebensmitteln

Gemüsechips, beispielsweise aus Süßkartoffeln, Möhren, Pastinaken oder rote Bete, sind neuere Handelsprodukte. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) verglich den Gehalt an vermutlich krebserregendem Acrylamid in Gemüsechips und klassischen Kartoffelchips.
Die Analysen der zehn Proben Kartoffel- und ebenso vielen Gemüsechips ergaben unterschiedliche Ergebnisse: Der Richtwert für Kartoffelchips von 750 µg/kg Acrylamid wurde in keiner Probe überschritten. Die Acrylamidgehalte der Gemüsechipsproben lagen im Mittel statistisch abgesichert höher, bei 1.236 µg/kg. Der höchste ermittelte Acrylamidgehalt in Gemüsechips betrug knapp 1.900 µg/kg.

QUELLE:
►  Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) vom 09.06.2020

Dr. Greta Riel

Acrylamid in Kartoffel- und Gemüsechips

Forscher an der Iowa State University haben eine neue Methode entwickelt, um mit Graphen-Sensoren Histamin in Nahrungsmitteln nachzuweisen. Bei Histamin handelt es sich um ein Allergen, das vor allem bei verdorbenem Fisch und Fleisch in großen Mengen zu finden ist. Die auf einen Polymer-Streifen gedruckten Sensoren können schnell feststellen, ob es für Allergiker sicher ist, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Die Sensoren eignen sich auch als Indikator für die Haltbarkeit von Lebensmitteln, da Bakterien Histamin produzieren. Die Forscher haben die Graphen-Sensoren mit Aerosol-Jet-Druck-Technologie auf den Polymer-Streifen befestigt und mithilfe von Antikörpern auf die Erkennung von Histamin eingestellt. Dabei handelt es sich um eine kontaktlose Druckmethode, mit der es möglich ist, funktionale Materialien auf verschiedene Oberflächen aufzutragen.

QUELLE:
►  Meldung der Iowa State University vom 25.06.2020 – Weitere Informationen unter: https://www.news.iastate.edu/news/2020/06/25/graphenesensors

Dr. Greta Riel

Nachweis von Histamin durch Graphen-Sensoren

Der BfR Verbrauchermonitor ist eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Die Antworten zeigen, ob die Bevölkerung gesundheitliche Risiken kennt und ob sie davon beunruhigt ist.

Der Verbrauchermonitor aus dem Februar 2020 zeigt: Mehr als drei Viertel der Bevölkerung halten Lebensmittel in Deutschland für sicher. Gleichzeitig vertrauen 54 Prozent den staatlichen Stellen, dass diese die Gesundheit schützen - das sind 5 Prozentpunkte mehr als in der vorigen Befragung im August 2019.

QUELLE:
►  Meldung Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 29.04.2020

Dr. Greta Riel

BfR Verbrauchermonitor veröffentlicht

Im Jahre 2019 wurden vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen Apfelsäfte deutscher Hersteller untersucht. Es sollte untersucht werden, inwieweit sich die Qualität der Ernte 2018 auf dem Markt bemerkbar machte. Die Apfelsäfte der Ernte 2018 zeichneten sich durch eine sehr hohe lösliche Trockensubstanz (gemessen als „°Brix“) aus. Diese besteht hauptsächlich aus Zucker.

QUELLE:
►  Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 29.01.2020

Dr. Greta Riel

Qualität von direkt gepressten Apfelsäften

Ist der Hirschgulasch auf der Speisekarte vom Rothirsch oder doch ein Mix mit Känguru? Ist der teure Büffel-Mozzarella auf der Pizza aus Kuhmilch oder gleich ein Imitat? Sichere Methoden, die schnell und kostengünstig falsche Deklarationen aufdecken, sind gefragt. Hier setzt man verstärkt auf die MALDI-TOF Massenspektrometrie (MS).

Der Schutz des Verbrauchers vor falsch deklarierten Lebensmitteln ist eines der wichtigsten Ziele amtlicher Lebensmittelüberwachung. Bei Molkereiprodukten oder bei Fleisch ist die Angabe der Tierart dabei besonders relevant für die Kaufentscheidung.

QUELLE:
►   Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 26.02.2020

Dr. Greta Riel

Schneller Nachweis der Echtheit per MALDI-TOF MS

Die Untersuchungsergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung aus dem Jahr 2018 zeigen: Lebensmittel weisen insgesamt nur sehr geringe Mengen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln auf. Bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Karotten, Kartoffeln, Erdbeeren oder Spargel sind kaum oder gar keine Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte festzustellen. Kulturen mit den meisten Überschreitungen (mindestens 100 Proben) sind Bohnen mit Hülsen (18,8 %), Reis (13,7 %), und Grünkohl (11,9 %).

QUELLE:
►  Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 15.01.2020

Dr. Greta Riel

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln
Behr's Verlag