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Artikel in Kategorie QM & QS

Desinfektion im Lebensmittelbereich – welche Auswirkungen hat die Biozidprodukteverordnung?

Hygiene & HACCP | QM & QS

Biozidprodukte, zu denen auch die im Lebensmittelbereich eingesetzten Desinfektionsmittel zählen, dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt oder verwendet werden, wenn sie entsprechend der Biozidprodukteverordnung zugelassen wurden. Die Voraussetzungen für die Erteilung der Zulassung sind im Regelfall sehr aufwendig und in einem Katalog aufgeführt, der im Art. 19 der Verordnung aufgelistet ist. Die detaillierten Anforderungen finden sich im Anhang II der Verordnung. In bestimmten Fällen ist ein vereinfachtes Zulassungsverfahren möglich – allerdings nur für Wirkstoffe, die in einem gesonderten Katalog erfasst sind.

QUELLEN:
► Faubel, H. (IHO): Auswirkungen der neuen Biozidprodukteverordnung. Vortrag DVG-Tagung „Lebensmittelhygiene“ am 28. September 2016 in Garmisch-Partenkirchen
► Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Einstufung-und-Kennzeichnung/Biozid-Produkte/Biozid-Produkte.html
► Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten

► Auszug aus Food & Hygiene 11/2016, S. 2 ff., Behr's Verlag

Desinfektion im Lebensmittelbereich – welche Auswirkungen hat die Biozidprodukteverordnung?

Stellungnahme: Mikrokristalline Cellulose (E 460 (i))

QM & QS

Das EFSA-Panel „Food Additives und Nutrient Sources added to Food“ (ANS) hat eine Stellungnahme („Safety of the proposed amendment of the specifications for microcrystalline cellulose (E 460 (i)) as a food additive”) zur vorgeschlagenen Änderung der Spezifikation für mikrokristalline Cellulose (E 460 (i)) veröffentlicht. Die Änderung betrifft nur die Löslichkeit in Natriumhydroxidlösung.

QUELLE:
www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4699

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Stellungnahme: Mikrokristalline Cellulose (E 460 (i))

Gewürze und Kräuter: Einschätzung gesundheitlicher Risiken

Mikrobiologie | QM & QS

Der EU-Markt ist einer der größten Märkte für Kräuter und Gewürze in der Welt. Die meisten dieser Produkte kommen als Rohmaterialien aus Drittländern zu uns. Eine Kontamination der Gewürze und Kräuter mit biologischen oder chemischen Gefahren („Hazards“) kann auf den verschiedensten Wegen erfolgen. So können Mikroorganismen, Rückstände und Kontaminanten während der Primärproduktion, der Verarbeitung, der Lagerung und dem Transport in die Produkte und deren Zubereitungen gelangen.

QUELLEN:
► EU-Projekt „SPICED“: www.spiced.eu
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/cm/349/spiced-symposium-programme.pdf
www.lebensmittelwarnung.de

► Auszug aus Food & Hygiene 07/2016, S. 03 ff., Behr's Verlag

Gewürze und Kräuter: Einschätzung gesundheitlicher Risiken

Antibiotika im Speichel von Schweinen nachweisbar

QM & QS

Das Instituut voor Landbouwen Visserijonderzoek (ILVO) hat auf Ersuchen des Verbandes des belgischen Fleischsektors (FEBEV) eine Methode zum Nachweis von Antibiotikarückständen im Speichel von Schweinen entwickelt. Der FEBEV will die Methode in einer begrenzten Anzahl von Schlachtereien unter Praxisbedingungen testen.

QUELLEN:
www.ilvo.vlaanderen.be/default.aspx?tabid=6469&language=en-US
www.febev.be/

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Antibiotika im Speichel von Schweinen nachweisbar

Pyrrolizidinalkaloide: Bewertung und Minimierungsansätze

Hygiene & HACCP | QM & QS

In verschiedenen Forschungsprojekten und bei Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Bundesländer wurden zum Teil hohe Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in verschiedenen Lebens- und Futtermitteln nachgewiesen. Diese Stoffe sind aufgrund ihres krebserzeugenden Potenzials in Lebens- und Futtermitteln unerwünscht. Es handelt sich hierbei um sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die von einer Vielzahl weltweit verbreiteter Pflanzenarten zum Schutz vor Fraßfeinden gebildet werden.

QUELLEN:
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):
www.bfr.bund.de/de/uebersicht_ der_praesentationen_zum_16__bfr_forum_verbraucherschutz__pyrrolizidinal- kaloide___herausforderungen_an_ landwirtschaft_und_verbraucherschutz_am_4__dezember_2015-196063.html
► Codex Alimentarius: www.codexalimentarius.org/Standards
► Stellungnahme Nr. 29 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 18.05.2005:
www.bfr.bund.de/cm/343/risikobewertung_genotoxischer_und_kanzerogener_stoffe_soll_in_der_eu_harmonisiert_werden.pdf

► Auszug aus Food & Hygiene 02/2016, S. 3 ff., Behr's Verlag

Pyrrolizidinalkaloide: Bewertung und Minimierungsansätze

Lebensmittelkennzeichnung zu undurchsichtig

QM & QS | Recht & Normen

Einer Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) zufolge finden viele Verbraucher die Kennzeichnung von Lebensmitteln verwirrend und missverständlich. Das „Food-Barometer“ wird alle zwei Jahre durchgeführt. Die Mehrheit der Befragten (67 %) hält Herkunftskennzeichnungen auf Lebensmitteln für sinnvoll und hilfreich, um deren Qualität und Sicherheit zu beurteilen. Dieses gilt vor allem für ältere Menschen ab 60 Jahren (71 %).

QUELLE:
► Newsletter Nr. 10 des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) vom 08.03.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Lebensmittelkennzeichnung zu undurchsichtig

Keine Zulassung: Lebensmittelfarbstoff 4-ACA

QM & QS | Recht & Normen

Nach Angaben der EU-Kommission (Abteilung Food Fraud) wird der Farbstoff Echtes Karmin E 120 mit einem hohen Gehalt an 4-Aminokarminsäure (4-Amino-Carmic Acid (4-ACA)) in verschiedenen Lebensmitteln verwendet und als Echtes Karmin E 120 gekennzeichnet. 4-ACA ist aber nicht in der Unionsliste der zugelassenen Zusatzstoffe aufgeführt.

QUELLEN:
► European Commission („Illegal Use of E-120“) vom 09.01.2017
www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4288

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Keine Zulassung: Lebensmittelfarbstoff 4-ACA

Reinigung und Desinfektion – Grundlagen der Lebensmittelsicherheit

Hygiene & HACCP | QM & QS

In einem betrieblichen Hygienekonzept sind die Maßnahmen zur Reinigung und Desinfektion grundlegende Bestandteile. Sie bilden die Basis für ein erfolgreiches HACCP-Konzept und dessen praktische Umsetzung im Lebensmittelbetrieb. Reinigungs- und Desinfektionspläne mit entsprechenden Checklisten sind ebenso unerlässlich wie die Erfüllung der Normforderungen von Standards wie dem IFS 6 oder dem BRC.

QUELLE:
Food & Hygiene 01/2016, S. 20 ff., Behr's Verlag

Reinigung und Desinfektion – Grundlagen der Lebensmittelsicherheit

Rohmilchkäse – Wert und Risiken

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Die Vielfalt der Käsesorten weltweit ist kaum zu überschauen. Zahlreiche Käse werden traditionell aus roher (nicht pasteurisierter) Milch produziert. Viele „berühmte“ Käse mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung wie Comté, Camembert und Roquefort werden aus Rohmilch hergestellt. Von diesen Käsen werden etwa 350 000 Tonnen in Frankreich und nahezu 500 000 Tonnen im übrigen Europa produziert. Für die bevorzugten und vom Verbraucher besonders geschätzten sensorischen Eigenschaften („Flavour“) werden bestimmte Mikroorganismen sowie natürliche und in der Rohmilch vorhandene Enzyme verantwortlich gemacht, zumal diese zwischen den Jahreszeiten deutlich variieren können.

QUELLEN:
► IDF von Dezember 2016: www.fil-idf.org/wp-content/uploads/2016/12/Raw-milk-cheeses.pdf
► Fragen und Antworten des BfR vom 13.04.2016:
www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zum-verzehr-von-rohmilch.pdf
► BfR („Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt“):
www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf
► Codex Alimentarius („Code of Hygienic Practice for Milk and Milk Products, CAC/RCP 57-2004”):
www.fao.org/fao-who-codexalimentarius/standards/list-of-standards/en/
► FAO: www.fao.org/ag/againfo/themes/documents/lps/dairy/mpv/lactoperoxidase/faqanswer.htm

Food & Hygiene 02/2017, S. 3 ff., Behr's Verlag

Rohmilchkäse – Wert und Risiken

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Ende 2011 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine wissenschaftliche Stellungnahme zu den Risiken durch die Fusarien-Toxine (Mykotoxine) T-2 und HT-2 für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Lebens- und Futtermittel veröffentlicht und für die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge einen Gruppen-TDI von 100 ng/kg Körpergewicht (0,10 μg/kg KG) für die Summe von T-2- und HT-2-Toxinen abgeleitet.

Die EU-Kommission beauftragte die EFSA in 2015 mit der Überprüfung der toxikologischen Eigenschaften der modifizierten Formen der T-2- und HT-2-Toxine.

QUELLEN:
► EFSA Journal (15 (1): 4655 (53 pp.)) vom 26.01.2017: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4655
► EFSA Journal (9 (12): 2481 (187 pp.)) vom 19.12.2011: www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2481

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine
Behr's Verlag