Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Artikel in Kategorie QM & QS

Wie steht es um die beliebten Pfifferlinge, Steinpilze und Co. in Bezug auf mögliche radioaktive Rückstände 35 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl? Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) resümiert: Zuletzt wurden kaum erhöhte Gehalte von radioaktivem Cäsium-137 bei Zucht- und Wildpilzen festgestellt. Zu einem prüfenden Blick rät das LGL dennoch, vor allem frische Pilze aus dem Handel könnten belastet sein.

QUELLE:
► Meldung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 14.10.2021

Dr. Greta Riel

Sind Pilze belastet?

20 Kaffees aus (Bio)-Supermärkten und Discountern wurden einem Test von Ökotest unterzogen. Viele Kaffees im Test enthielten Acrylamid und Furan. Die Schadstoffe entstehen beim Rösten der Kaffeebohnen. Acrylamid erhöht potenziell das Krebsrisiko, so schätzt es die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf Basis von Daten aus Tierversuchen ein. Furan und Methylfurane können laut EFSA langfristig die Leber schädigen. In Tierversuchen erzeugten hohe Furandosen Krebs.

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 04.11.2021

Dr. Greta Riel

Acrylamid und Furan in Kaffee

Die Ergebnisse der Rückstandsanalysen von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen in Beeren der Jahre 2020 und 2021 durch die Abteilung Schadstoff- und Rückstandsanalytik im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock ergab eine Anzahl Befunde, aber keine Höchstgehaltsüberschreitung.

62 Proben verschiedener Beeren wurden auf Wirkstoffrückstände untersucht. Die größte Anzahl davon waren Erdbeeren mit 31 Proben, außerdem acht Proben Brombeeren, sieben Himbeeren, sieben Proben verschiedene Johannisbeeren, weiterhin Physalis und Blaubeeren. Die Beeren stammten überwiegend aus deutschem Anbau (49 Proben).

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 21.10.2021

Dr. Greta Riel

Schwermetalle in Beeren?

Bisher gibt es wenige standardisierte Analysenverfahren für den Nachweis von Lebensmittelzusatzstoffen und Aromen. Eine systematische Überwachung des Einsatzes von Lebensmittelzusatzstoffen und Aromen ist in Deutschland und im gesamten EU-Raum daher bisher nur eingeschränkt möglich.
Die Bereitstellung validierter und standardisierter Analysenverfahren über ein nationales Referenzlabor am Bundesinstitut für Risikobewertung ist ein wichtiger Schritt für die Etablierung eines Monitorings zur Aufnahme von Lebensmittelzusatzstoffen und Aromen. Die EU-Verordnungen für Lebensmittelzusatzstoffe und Aromen schreiben ein solches Monitoring vor. Deutschland ist in der Europäischen Union der erste Mitgliedstaat, der ein solches Referenzlabor nach den Vorgaben der Kontrollverordnung eingerichtet hat.

QUELLE:
► Meldung Bundesinstitut für Risikobewertung vom 30.08.2021

Dr. Greta Riel

Zusatzstoffe und Aromen in Lebensmitteln besser nachweisen

In Deutschland wird die Öffentlichkeit nur selten vor Speiseeis gewarnt, das mit Ethylenoxid belastet ist. Das zeigen Recherchen einer Verbraucherorganisation. Obwohl europaweit insbesondere Eis-Produkte mit dem krebserregenden Stoff kontaminiert wurden, erfolgte in Deutschland in nur sechs Fällen ein öffentlicher Rückruf. Das sei deutlich weniger als in anderen Ländern der EU. In Frankreich wurden seit Anfang Juni fast 1.000 Eis-Produkte öffentlich zurückgerufen, in Luxemburg mehr als 250, in Slowenien etwa 100. In Polen und Italien wurden immerhin 32 beziehungsweise 15 Eis-Produkte aus dem Regal geräumt.

QUELLE:
► Meldung foodwatch e.V. vom 22.09.2021

Dr. Greta Riel

Hohe Dunkelziffer bei Ethylenoxid in Lebensmitteln

Risiken für die Lebensmittelsicherheit im Rahmen eines Frühwarnsystems rechtzeitig erkennen und Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren und Täuschung im Umgang mit Lebensmitteln schützen – das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nutzt hierfür das Screening-Verfahren ISAR (Import Screening for the Anticipation of Food Risks). Nach ersten vielversprechenden Erprobungen auch über Bayern hinaus im vergangenen Jahr ist vor Kurzem ein bundesweiter Praxistest gestartet: insgesamt 28 Behörden aus 15 Bundesländern und zwei Bundesbehörden nehmen daran teil und prüfen unter Koordination von LGL und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Nutzen von ISAR in der behördlichen Lebensmittelüberwachung.

QUELLE:
► Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 04.08.2021

Dr. Greta Riel

Frühwarnsystem zur Erkennung von lebensmittelbedingten Risiken

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat in mehreren Projekten Mozzarellaproben untersucht. 31 Mozzarella-Proben wurden auf den Gehalt an Dioxinen, dioxinähnlichen polychlorierte Biphenyle (PCB) und nicht-dioxinähnlichen PCB untersucht. Es handelte sich um 25 Proben aus Kuhmilch und sechs Proben aus Büffelmilch. Drei Proben Mozzarella aus Kuhmilch waren als „fettreduziert“ beziehungsweise „leicht“ deklariert.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Dioxine in Mozzarella?

Bei der diesjährigen OPSON-Operation haben die deutschen Behörden in Einzelfällen nichtzutreffende Angaben bei Fleischerzeugnissen in Bezug auf die deklarierte Tierart festgestellt. Bei Honig konnten ebenfalls vereinzelt Verfälschungen durch den Zusatz von Fremdzuckern nachgewiesen werden. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin mit.
Im Rahmen der von Europol und INTERPOL koordinierten Operation OPSON X verfolgten mehrere europäische Staaten gemeinsam etwaige Betrugsfälle.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 21.07.2021

Dr. Greta Riel

Lebensmittelbetrug bei Fleischerzeugnissen und Honig untersucht

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Herbizid und ist derzeit bis Dezember 2022 in der EU zugelassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)  und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) haben den Entwurf einer Risikobewertung von Glyphosat erhalten, die von vier EU-Mitgliedstaaten durchgeführt wurde, und beginnen nun mit der Prüfung der Ergebnisse. 

QUELLE:
► Meldung Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 15.06.2021

Dr. Greta Riel

 

Glyphosat: Verlängerungsanträge werden überprüft

Farbige Teller, gemusterte Tassen – die Glasuren und Dekore auf Geschirr aus Porzellan oder Steingut können Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Kobalt enthalten. Wenn sich diese aus der Keramik lösen, gehen sie in das Lebensmittel über. Daten von Überwachungsbehörden zeigen, dass aus Tellern mit bunten Dekoren hohe Mengen freigesetzt werden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher bewertet, ob von den freigesetzten Mengen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko ausgeht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben dies aus toxikologischen Studien abgeleitet. Anschließend haben sie die duldbaren flächenbezogenen Freisetzungsmengen für Blei, Cadmium und Kobalt berechnet.

QUELLE:
► Meldung Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), BfR2GO,   Ausgabe 01/2021 sowie Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme Nr. 043/2020 des BfR vom 21. September 2020

Dr. Greta Riel

Schwermetalle aus Geschirr

Hypoglycin A kommt in hohen Konzentrationen vor allem in unreifen Akee- und Litschi-Früchten vor sowie in den Samen und Keimlingen verschiedener Ahorn-Bäume. Beim Menschen kann das Gift schwere Erkrankungen auslösen. 2017 konnte ein Forschungsteam nachweisen, dass das Gift für den plötzlichen Tod mehrerer Hundert Kindern in Indien nach dem Verzehr von Litischies verantwortlich war. Die Substanz stört den Energiestoffwechsel im Körper. 2013 konnte nachgewiesen werden, dass Hypoglycin A aus Ahornbäumen für die sogenannte Atypische Weidemyopathie bei Pferden verantwortlich ist. 

QUELLE:
► Pressemitteilung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 09.06.2021

Dr. Greta Riel

Gift aus Ahornbaum in Kuhmilch
Behr's Verlag