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Artikel in Kategorie QM & QS

Allergene in Lebensmitteln 2017

QM & QS | Recht & Normen

Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) Baden-Württembergs haben 2017 landesweit 4982 Analysen durchgeführt und zumeist Lebensmittel untersucht, die laut Kennzeichnung das geprüfte Allergen nicht enthalten ‒ im Mittelpunkt standen zudem Lebensmittel für Allergiker oder Zöliakie-Kranke („ohne Milch“, „glutenfrei“):

  • Acht Proben (Hackfleischdrehspieße nach Döner Kebab-Art, Falafel-Erzeugnisse, Mais-Knabberware, Currywurst) mussten aufgrund nachweisbarer Allergene als potenziell gesundheitsschädlich beanstandet werden ‒ die Kennzeichnung hatte trotz Vorhandensein des jeweiligen Allergens in relevanten Mengen dessen Abwesenheit suggeriert und somit auch Allergiker angesprochen.

QUELLE:
► Untersuchungsämter-BW vom 19.04.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Allergene in Lebensmitteln 2017

EFSA: Glyphosat ‒ Sicherheit von Rückstandsgehalten

QM & QS

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Überprüfung der gesetzlich erlaubten Glyphosat-Höchstgehalte in Lebensmitteln abgeschlossen. Die Überprüfung beruht auf Daten zu Glyphosat-Rückständen in Lebensmitteln, die der EFSA von allen EU-Mitgliedstaaten übermittelt wurden. Die Bewertung verweist auch auf Unsicherheiten, die sich aus Lücken in den übermittelten Daten ergeben. Die Überprüfung berücksichtigt sämtliche mit Glyphosat behandelten Kulturpflanzen und umfasst eine Risikobewertung, aus der hervorgeht, dass die derzeitigen Expositionsniveaus voraussichtlich kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 17.05.2018
► Top agrar vom 11.7.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Glyphosat ‒ Sicherheit von Rückstandsgehalten

Polyamid-Oligomere: Kunststoffbestandteile aus Küchenhelfern

QM & QS

Laut einer Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) können von „Küchenutensilien“ Bestandteile aus Polyamid (PA) beim Backen, Braten und Kochen in die Lebensmittel übergehen und zu einem möglichen gesundheitlichen Problem werden. Das BfR hat analysiert, wie das Risiko von ringförmigen Oligomeren einzustufen ist, die aus Polyamid der Sorten PA6 und PA66 auf Lebensmittel übertragen werden. Die Experten nutzten aufgrund des Mangels experimenteller toxikologischer Daten zu den PA-Oligomeren die TTC-Methode („Threshold of toxicological concern“).

QUELLE:
► Stellungnahme Nr. 14 des BfR vom 30.05.2018 (DOI: 10.17590/20180530-110731-0)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Polyamid-Oligomere: Kunststoffbestandteile aus Küchenhelfern

Isoglukose und Saccharose: Gesundheitliches Gefährdungspotenzial vergleichbar

QM & QS | Gesundheit

Isoglukose („High Fructose Corn Syrup“ (HFCS)) mit einem hohen Anteil an dem freien Monosaccharid (Einfachzucker) Fruktose wird in der Lebensmittelindustrie zur Süßung verarbeiteter Lebensmittel (z. B. Softdrinks, Cremes, Kuchen) eingesetzt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde gefragt, ob von Isoglukose ein besonderes gesundheitliches Risiko gegenüber anderen Süßungsmitteln (z. B. Saccharose (Haushalts-, Rüben-, Rohrzucker)) ausgeht. Isoglukose enthält variable Anteile der Monosaccharide Glukose und Fruktose in unverbundener Form, d. h., sie liegen als Einfachzucker vor. Bei der Saccharose liegen Glukose und Fruktose im Mengenverhältnis von genau 1:1 in jeweils verbundener Form als Disaccharid vor.

QUELLE:
► Mitteilung Nr. 19 des BfR vom 08.06.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Isoglukose und Saccharose: Gesundheitliches Gefährdungspotenzial vergleichbar

Persistente organische Schadstoffe: Neufassung der Verordnung

QM & QS | Recht & Normen

Die Verordnung (EG) Nr. 850/2004 vom 29.04.2004 über persistente organische Schadstoffe („POP-Verordnung“) soll neu gefasst werden. Die EU-Kommission hat einen Verordnungsvorschlag (COM (2018) 144 final vom 22.03.2018) zur Prüfung an die nationalen Parlamente der Mitgliedstaaten weitergeleitet (Drucksache 95/18 vom 22.03.2018; Empfehlungen der Ausschüsse zum VO-Vorschlag der EU-Kommission (Drucksache 95/1/18 vom 16.04.2018)).

QUELLE:
► Bundesrat Drucksache 95/18 und 95/1/18 vom 22.03. und 16.04.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Persistente organische Schadstoffe: Neufassung der Verordnung

Carrageen und verarbeitete Euchema-Algen: EFSA-Bewertung

QM & QS

Das ANS Panel der EFSA (Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food) hat eine Stellungnahme („Re-evaluation of carrageenan (E 407) and processed Eucheuma seaweed (E 407a) as food additives“) zur Bewertung von Carrageen (E 407) und verarbeiteten Euchema-Algen (E 407a) veröffentlicht. Nach Angaben des ANS Panel ergaben sich bei Carrageen und verarbeiteten Euchema-Algen keine Bedenken hinsichtlich der Genotoxizität, allerdings wurden Unsicherheiten bezüglich der chemischen Zusammenstellung, Expositionsbewertung, biologischer und toxikologischer Daten ermittelt.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 26.04.2018 (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5238)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Carrageen und verarbeitete Euchema-Algen: EFSA-Bewertung

Moniliformin in Lebens- und Futtermitteln: EFSA-Bewertung

Hygiene & HACCP | QM & QS

Die EFSA sollte im Auftrag der EU-Kommission das Risiko ermitteln, das von der Anwesenheit des Mykotoxins Moniliformin (MON) in Lebens- und Futtermitteln für die Gesundheit von Mensch und Tier ausgeht. Für die Risikobewertung lagen nur wenige Gehaltsdaten (Zeitraum 2001 bis 2016: 3.205 Daten zu Lebensmitteln, 806 zu Futtermitteln, 504 zu Rohgetreide) und Studien zur Toxizität von MON vor. Die Gehaltsdaten zu Lebensmitteln stammten aus den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich sowie aus der Literatur ‒ die Gehaltsdaten zu Futtermitteln aus Österreich, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 02.03.2018 (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5082)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Moniliformin in Lebens- und Futtermitteln: EFSA-Bewertung

Glückskekse: Mineralölrückstände in Papierstreifen?

QM & QS

Gefaltete halbmondförmige Glückskekse sind weit verbreitet in chinesischen Restaurants und bestehen häufig aus einem zuckrigen und schnell aushärtenden Waffelteig. Papierstreifen mit Zukunftsdeutungen oder Botschaften werden vor dem Falten und Biegen in die Kekse gelegt.

2018 wurden die bedruckten Papierstreifen in den Keksen im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht. Als mit Lebensmitteln in Berührung kommende Gegenstände gelten diese als Bedarfsgegenstände mit Lebensmittelkontakt. Die Streifen können aus recyceltem Zeitungspapier oder anderweitig bedrucktem Papier hergestellt worden sein, wodurch Mineralölkomponenten aus den Druckfarben in die Papierstreifen gelangen können.

QUELLE:
► Mitteilung des LAVES (ohne Datum)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Glückskekse: Mineralölrückstände in Papierstreifen?

Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

QM & QS

Den Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge stellt die Mehrzahl der Anwendungen von Neonicotinoid-haltigen Pestiziden ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar. Die EFSA hat die Risikobewertungen für die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam aktualisiert, die in der EU aufgrund der von diesen ausgehenden Bedrohung für Bienen aktuell Beschränkungen unterliegen. Mit den neuen Schlussfolgerungen werden die Ergebnisse von 2013 aktualisiert, nach deren Veröffentlichung die EU-Kommission die Verwendung der drei Neonicotinoide kontrollieren ließ.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 28.02.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

EFSA: Gesundheitsbedenken für Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln

QM & QS | Gesundheit

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) können einige zu einer Gruppe von Pflanzeninhaltsstoffen („Hydroxyanthracenderivate“) gehörende Substanzen die DNA schädigen und Krebs verursachen. Die Gruppe von Substanzen kommt natürlicherweise in Pflanzen (z. B. Aloe, Senna) vor. Extrakte, die diese enthalten, werden aufgrund ihrer abführenden Wirkung in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. In 2013 hatte die EFSA befunden, dass Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln die Darmtätigkeit verbessern können, riet jedoch aufgrund potenzieller Sicherheitsbedenken von der Langzeitanwendung und der Aufnahme hoher Dosen ab.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 23.01.2018 (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5090)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Gesundheitsbedenken für Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln

Speisefettsäuren (E 475): EFSA-Bewertung der Ester als Lebensmittelzusatzstoff

QM & QS | Technologie

Das ANS-Panel (Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Stellungnahme („Re-evaluation of polyglycerol esters of fatty acids (E 475) as a food additive“) zur Bewertung von Polyglycerinester von Speisefettsäuren (E 475) veröffentlicht. Das Scientific Committee on Food (SCF) hatte im Jahr 1978 einen ADI-Wert von 25 mg/kg Körpergewicht/Tag festgelegt.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 20.12.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5089)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Speisefettsäuren (E 475): EFSA-Bewertung der Ester als Lebensmittelzusatzstoff

Peroxidase: EFSA-Bewertung des Enzyms aus Sojabohnenschalen

QM & QS | Technologie

Das CEF-Panel (Panel on Food Contact Materials, Enzymes, Flavourings and Processing Aids) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Stellungnahme („Safety evaluation of the food enzyme peroxidase obtained from soybean (Glycine max) hulls“) zur Bewertung des Enzyms Peroxidase ‒ gewonnen aus Sojabohnenschalen ‒ veröffentlicht. Das Enzym ist zur Verwendung in Backprozessen gedacht. Da das Enzym aus essbaren Teilen von Sojabohnen gewonnen wird, waren weitere toxikologische Daten nicht erforderlich.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 21.12.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5119)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Peroxidase: EFSA-Bewertung des Enzyms aus Sojabohnenschalen

Speisefettsäuren: EFSA-Bewertung der Zuckerester (E 473)

QM & QS

Das ANS-Panel (Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Stellungnahme („Refined exposure assessment of sucrose esters of fatty acids (E 473) from its use as a food additive“) zur Bewertung von Zuckerestern von Speisefettsäuren (E 473) veröffentlicht. Das ANS hat festgestellt, dass die geschätzte Aufnahmemenge den Acceptable Daily Intake (ADI) für Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473) von 40 mg/kg Körpergewicht/Tag für viele Bevölkerungsgruppen übersteigt ‒ insbesondere bei Kleinkindern und Kindern.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 05.01.2018 (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5087)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Speisefettsäuren: EFSA-Bewertung der Zuckerester (E 473)
Behr's Verlag