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Artikel in Kategorie QM & QS

Sieben der 20 untersuchten Fleischersatz-Produkte wurden von Ökotest mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet. Keine der Packungen veganes Hackfleisch schnitt mit Bestnote ab, vier erhielten aber eine „gute“ Bewertung. Von 20 Packungen, die Ökotest untersuchte, waren fast alle mit Mineralöl verunreinigt. Bis auf vier überprüfte Fleischersatz-Produkte bekamen alle Produkte Notenabzug für nachgewiesene Mineralölbestandteile. In einem veganen Hackfleisch wurden neben den MOSH auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Zu dieser Stoffgruppe können auch krebserregende Verbindungen gehören. Ein Hersteller hat als Eintragsquelle den Rohstoff Kokosöl identifiziert. Speiseöle werden im Produktionsprozess häufig mit MOSH/MOAH verunreinigt. Andere Erklärungen, wie das Mineralöl in Lebensmitteln landen kann, sind in der Produktion eingesetzte Schmieröle oder aber Übergänge aus Verpackungen aus Recyclingpapier und -pappe.

QUELLE:
►  Meldung oekotest.de vom 03.03.2021

Dr. Greta Riel

Veganes Hackfleisch im Test

Eine europäische Übergangsregelung macht eine Vermarktung bestimmter Insektenprodukte als Lebensmittel möglich. Eine qualitative forsa-Befragung im Auftrag der Verbraucherzentralen hat nun die Erwartungen von Verbraucher:innen zu Speiseinsekten erfasst. Den meisten Befragten ist bekannt, dass verschiedene Lebensmittel Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können. Spontan wird Insekten jedoch kein erhöhtes allergenes Potenzial zugeschrieben. Die Teilnehmer:innen der Befragung erwarten in Deutschland eine gut sichtbare Kennzeichnung auf der Verpackung. Diese Forderung äußern auch die Verbraucherzentralen: Das allergene Potenzial von Insekten sei bisher wenig erforscht und noch nicht abschließend geklärt. Daher werde von den Zulassungsbehörden erwartet, dass es bei insektenhaltigen Lebensmitteln zukünftig einen verbindlichen Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung gibt. Dieser müsse eindeutig und gut erkennbar vor möglichen allergischen Reaktionen bei vorhandenen Allergien gegen Schalen- und Krustentiere sowie Hausstaubmilben warnen.

QUELLE:
► Pressemitteilung Verbraucherzentrale Hessen vom 25.02.2021 sowie eine Meldung von yumda.de vom 26.02.2021

Dr. Greta Riel

Verbraucherumfrage zu insektenhaltigen Lebensmitteln

Im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland werden jährlich rund 500.000 Tonnen Lebensmittel als Abfall aussortiert. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Thünen-Instituts in enger Zusammenarbeit mit 13 Handelsunternahmen ermittelt. Einbezogen wurden dafür nicht nur Daten aus dem organisierten Einzelhandel, also Supermärkte, Discounter und Verbrauchermärkte, sondern auch andere Einzelhändler wie Drogeriemärkte, Bäckereien, Fleischereien, Onlinehandel, Wochenmärkte oder Tankstellen. In Supermärkten, Discountern und Verbrauchermärkten fallen 290.000 Tonnen an, bei den anderen Einzelhändlern kommen noch einmal 210.000 Tonnen hinzu. Die Berechnungen, die im Rahmen des Projekts „Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ durchgeführt wurden, basieren auf freiwillig bereitgestellten Daten zu Umsatzverlusten aus dem Jahr 2019.

QUELLE:
► Pressemitteilung Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei vom 03.03.2021

Dr. Greta Riel

Lebensmittelabfälle im Einzelhandel

94 % des in der deutschen Süßwarenindustrie verwendeten Palmöls und Palmkernöls sind nachhaltig zertifiziert. Weltweit sind nur rund 25 % des verwendeten Palmöls und Palmkernöls nachhaltig zertifiziert. Das geht aus der aktuellen vom Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) veröffentlichten Untersuchung von Meo Carbon Solutions hervor.

Für den Anbau nachhaltigen Palmöls existieren eine Reihe international anerkannter Standards. Diese beinhalten u. a. Vorgaben gegen Regenwaldrodung, gegen Anbau auf Torfböden und für die Achtung der Menschenrechte. Boykottaufrufe untergraben dagegen die Nachhaltigkeitsbemühungen und schaden oft auch den Kleinerzeugern in den Ursprungsländern wie Indonesien, Malaysia oder Kolumbien.

QUELLE:
► Meldung Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) vom 20.01.2021

Dr. Greta Riel

Nachhaltiges Palmöl in Süßwaren

Eine Studie im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) der Universität Kassel zeigt: Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nur vereinzelt Öko-Lebensmittel. 

Die Forschenden haben Einkäufe von rund 8.400 repräsentativen Haushalten aus dem Haushaltspanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ausgewertet und daraus Käufersegmente und vielversprechende Produkte identifiziert. Die Studie gibt somit Aufschluss darüber, was Konsumentinnen und Konsumenten tatsächlich kaufen – ohne den Effekt der sozialen Erwünschtheit, der oft die Aussagekraft von Befragungen beeinträchtigt

QUELLE:
► Meldung Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 21.01.2021

Dr. Greta Riel

Verbraucher kaufen vereinzelt Öko-Lebensmittel

Ökotest hat 20 Toastbrote untersucht. Acht Toastbrote sind mit Mineralöl belastet. In zwei Bio-Toastbroten ist die Verunreinigung aus Sicht von Ökotest sogar so hoch, dass die Produkte als mangelhaft bewertet wurden.

QUELLE:
► Meldung auf Ökotest.de vom 28.12.2020

Dr. Greta Riel

Mineralöl in Toast

Insgesamt 13 Proben Granatäpfel aus konventionellem Anbau wurden im Jahr 2020 im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hiervon stammten sechs Proben aus der Türkei, zwei Proben aus Indien, zwei Proben aus Israel, und eine Probe stammte aus Spanien. Bei zwei Proben lag keine Angabe des Herkunftslandes vor.

In allen 13 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Die zulässigen Pestizidhöchstgehalte wurden von vier Proben aus der Türkei, einer Probe aus Spanien und von zwei Proben ohne Angabe des Anbaulandes überschritten.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Pestizide in Granatäpfeln

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert in einer Stellungnahme einen Systemwechsel im Verpackungsgesetz (VerpG). Eine Reduzierung des Abfallvolumens und der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft seien nur erreichbar, wenn Mehrwegsysteme ausgebaut sowie ambitionierte Rezyklateinsatzquoten vorgegeben würden.

Nach Ansicht des vzbv könne der vorgelegte Gesetzentwurf entsprechend nachgebessert werden:

QUELLE:
► Meldung Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) vom 04.12.2020

Dr. Greta Riel

Konsequent auf recyclingfähige Mehrwegverpackungen setzen

Aufgrund häufiger Meldungen über Rückrufe von Lebensmitteln könnte man meinen, die Lebensmittel seien unsicherer geworden. Doch das Gegenteil ist der Fall: Weil immer mehr Parameter geprüft werden und Hersteller sowie Messmethoden sensibler geworden sind, wird mehr zurückgerufen als früher. Waren es im gesamten Jahr 2011 noch 25 Warnungen, die auf Lebensmittelwarnung.de veröffentlicht wurden, so waren es 2019 schon 236. Die meisten der Warnungen sind Informationen über Rückrufe von Lebensmittelprodukten. 2020 wurden bislang 146 Warnungen gezählt (Stand September 2020).

QUELLE:
► Quelle: Meldung Lebensmittelverband Deutschland e.V. vom 25.11.2020

Dr. Greta Riel

Immer mehr Rückrufe durch Lebensmittel?
Behr's Verlag