Dienstag, 04. Oktober 2022

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Artikel in Kategorie QM & QS

Wildpilze können in Süddeutschland weiterhin oberhalb des Grenzwertes mit radioaktivem Cäsium belastet sein. Das zeigt der aktuelle Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Das Cäsium stammt hauptsächlich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Ein geringer Anteil geht auf die oberirdischen Kernwaffentests der 1950er- und 1960er-Jahre zurück.

Für Pilze, die in den Handel kommen, gilt ein Grenzwert von 600 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse. Dieser Grenzwert schützt jedoch nicht, wenn man selbst zum Sammeln in den Wald geht. Wer Pilze für den eigenen Verzehr sammelt, solle laut BfS den Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Orientierung nutzen. Der Bericht zeigt, welche Speisepilzarten hohe Cäsium-Werte aufweisen können und welche Regionen Deutschlands vom Reaktorunfall von Tschernobyl besonders betroffen sind. In Gebieten wie dem Bayerischen Wald, dem Alpenrand und dem Donaumoos sollte man selbst gesammelte Pilze nur in Maßen verzehren, um eine unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden.

QUELLE:
► Pressemitteilung Bundesamtes für Strahlenschutz vom 22.8.2022

Dr. Greta Riel

Belastung von Wildpilzen

Titandioxid wurde bislang u. a. als weißes Farbpigment und als Trägerstoff für andere Farbpigmente eingesetzt. So wurde es z. B. in Süßwaren, Überzügen und Dragees verwendet.
Im Mai 2021 kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei der Neubewertung von Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff E 171 jedoch zu dem Ergebnis, dass die Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr länger als sicher angesehen werden könne. Eine erbgutschädigende Wirkung (Genotoxizität) konnte nicht ausgeschlossen werden.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 05.08.2022

Dr. Greta Riel

Übergangsfrist für Titandioxid abgelaufen

Im Jahr 2022 wurden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) insgesamt 33 Proben Mango, darunter vier Proben aus Bioanbau, auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Die Produkte stammten aus Peru (25), Brasilien (3), Ägypten (1) und Afghanistan (1). Bei drei Proben lag keine Angabe vor.  

Insgesamt 27 Mangoproben (82%) wiesen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Darunter waren 23 Proben aus Peru, zwei Proben aus Brasilien und je eine Probe aus Ägypten und Afghanistan. In einer der Proben aus Peru überschritt der Chlorpyrifos-Gehalt mit 0,027 mg/kg, auch unter Berücksichtigung der analytischen Messunsicherheit von 50 Prozent, den Höchstgehalt von 0,01 mg/kg. Die Probe war deshalb nicht verkehrsfähig.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Dr. Greta Riel

Mangos auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht

Die Naturbelassenheit von Lebensmitteln spielt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine große Rolle. In einem speziellen Untersuchungsprogramm hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg im Jahr 2021 gezielt Honige, Orangensäfte und Kokosblütenzucker auf unzulässige Fremdzucker untersucht, die dem Produkt zusätzlich zu den natürlich vorhandenen Zuckern zugegeben wurden. Zum Einsatz kam dabei die sogenannte Stabilisotopenmassenspektromerie.

Insgesamt wurden 76 Honigproben untersucht. Zwanzig Proben wurden im Rahmen der OPSON X – Operation überprüft, bei der u.a. die Zugabe von Fremdzucker zu Honig im Fokus stand. Dabei wurde bei zwei aus Russland importierten Blütenhonigen die Zugabe von erheblichen Mengen an C4-Zucker nachgewiesen. Für alle weiteren im Jahr 2021 untersuchten Honige waren die Ergebnisse der Stabilisotopenanalyse unauffällig.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg vom 28.04.2022

Dr. Greta Riel

Verfälschungen mit Fremdzucker?

Mit der Corona-Pandemie haben sich Agrarrohstoffe, Verpackungen, Energie aber auch der Transport massiv verteuert. Der Ukraine-Krieg verschärft die Situation drastisch und führt zu weiteren Verknappungen bei Rohstoffen und extremen Kostensteigerungen.
Laut Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), müsse die Politik alle Maßnahmen prüfen, die für eine Entspannung der Märke sorgen und die Ernährungssicherheit gewährleisten. Die Nachhaltigkeitsziele etwa des „Green Deal“ müssten weiterverfolgt werden, alle jetzt wirksam werdenden Maßnahmen jedoch auf ihre Auswirkungen auf die Resilienz der Lebensmittellieferketten hin überprüft werden. Die Belastungsgrenzen der Unternehmen seien erreicht und es bräuchten dringend Entlastungen, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Die rasant steigenden Preise bei Rohstoffen könnten nicht allein von der Ernährungsindustrie getragen werden.

QUELLE:
► Meldung Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) vom 11.03.2022

Dr. Greta Riel

Ernährungsindustrie braucht Versorgungssicherheit bei Rohstoffen und Energie

In den Jahren 2020 und 2021 sind in der Schadstoff- und Rückstandsanalytik des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) mehr als 10.076 Elementbestimmungen an 1.362 Einzelproben Lebensmittel vorgenommen worden. In nur einem Fall gab es eine Überschreitung der erlaubten Höchstmenge. Die Überschreitung bezog sich auf den Bleigehalt in einem pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel. In den Vorjahren lag die Beanstandungsrate geringfügig höher.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) vom 08.03.2022

Dr. Greta Riel

Schwermetalle in Lebensmitteln
Behr's Verlag