Donnerstag, 09. April 2020

Passwort vergessen?

Artikel in Kategorie QM & QS

Ist der Hirschgulasch auf der Speisekarte vom Rothirsch oder doch ein Mix mit Känguru? Ist der teure Büffel-Mozzarella auf der Pizza aus Kuhmilch oder gleich ein Imitat? Sichere Methoden, die schnell und kostengünstig falsche Deklarationen aufdecken, sind gefragt. Hier setzt man verstärkt auf die MALDI-TOF Massenspektrometrie (MS).

Der Schutz des Verbrauchers vor falsch deklarierten Lebensmitteln ist eines der wichtigsten Ziele amtlicher Lebensmittelüberwachung. Bei Molkereiprodukten oder bei Fleisch ist die Angabe der Tierart dabei besonders relevant für die Kaufentscheidung.

QUELLE:
►   Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 26.02.2020

Dr. Greta Riel

Schneller Nachweis der Echtheit per MALDI-TOF MS

Die Untersuchungsergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung aus dem Jahr 2018 zeigen: Lebensmittel weisen insgesamt nur sehr geringe Mengen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln auf. Bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Karotten, Kartoffeln, Erdbeeren oder Spargel sind kaum oder gar keine Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte festzustellen. Kulturen mit den meisten Überschreitungen (mindestens 100 Proben) sind Bohnen mit Hülsen (18,8 %), Reis (13,7 %), und Grünkohl (11,9 %).

QUELLE:
►  Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 15.01.2020

Dr. Greta Riel

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln

Bei der Produktion von Lebensmittelkontaktmaterialien werden Kartonverpackungen, Bäckertüten, Servietten, Muffinformen und Trinkhalme teilweise mit (Azo-) Farbmitteln eingefärbt oder bedruckt. Gelangen diese durch Verzehr in den menschlichen Stoffwechsel, können sie zu primären aromatischen Aminen (paA) aufgespalten werden, die krebserzeugend sein können.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertete das gesundheitliche Risiko, das aus den gemessenen Übergängen der Stoffe Naphthol AS, NAAX, NDPA und HNS resultiert.

QUELLE:
►  Stellungnahme Nr. 037/2019 des BfR vom 26.09.2019

Dr. Greta Riel

Aus Bäckertüten, Servietten & Co. können gesundheitsgefährdende Stoffe migrieren

Kaffeepflanzen leiden unter Hitze, Nässe und Krankheiten. Die Pflanze ist empfindlich: Sie liebt tropisches Klima. Das sollte aber möglichst stabil sein. Steigende Temperaturen und ein Anstieg der Niederschläge wirken sich negativ auf Ertrag und Aroma aus. In Mittelamerika kämpfen die Kaffeebauern gegen den Kaffeeblattrost, der durch ungewöhnlich hohe Temperaturen und Regenfälle verursacht wird. Der Klimawandel sorgt auch dafür, dass der Kaffeekirschenkäfer auf höhere Lagen ausweicht. Inzwischen bedroht der Schädling auch Plantagen, die in Höhen über 1.500 Metern liegen.

QUELLE:
►  Meldung von oekotest.de vom 04.10.2019

Dr. Greta Riel

Klimawandel lässt Kaffee knapp werden
Behr's Verlag