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Dienstag, 02 Juni 2020

Starker Anstieg von Infektionen mit E.coli in Europa

Mikrobiologie

Starker Anstieg von Infektionen mit E.coli in Europa

Die Infektionsrate von shigatoxin-bildenden E. coli (STEC) ist in Europa im Jahr 2018 im Vergleich zum vorherigen Jahr um 41 Prozent angestiegen. Das zeigen Daten des jährlichen Berichtes des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Somit waren STEC die am dritthäufigsten vorkommenden Zoonoseerreger nach Campylobacter und Salmonellen. Ein dazu beitragender Faktor könnte laut ECDC die zunehmende Verwendung von PCR-Methoden anstatt des Nachweises der Infektionserreger mittels Bakterienkulturen sein. Die Infektionen mit STEC erfolgen vorwiegend durch kontaminierte Lebensmittel, Tierkontakt oder Kontakt mit Tierkot.

In 30 Ländern wurden 2018 8.658 STEC-Infektionen bestätigt.  Die meisten Infektionen wurden in Deutschland und dem Vereinigten Königreich registriert. Zusammen machten die Infektionen der beiden Länder 47 % aller Fälle aus. 36 % der Erkrankten wurden im Krankenhaus behandelt, 11 Menschen verstarben. Die fünf am häufigsten nachgewiesen Serovare waren O157, O26, O103, O91 und O145. O26 war der häufigste Auslöser für das hämolytisch-urämische Syndrom (Abkürzung HUS). Die höchsten Infektionsraten traten bei der Gruppe der 0-4-jährigen auf. Kinder in diesem Alter waren ebenfalls deutlich häufiger durch das HUS betroffen.

QUELLE:
►  Meldung Food Safety News vom 05.05.2020

Dr. Greta Riel


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