Samstag, 14. Dezember 2019

Passwort vergessen?
Montag, 07 November 2016

Standardverfahren vorgelegt

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Standardverfahren vorgelegt

Ein Standardverfahren für Probenahme und mikrobiologische Untersuchungen von Prozesswässern hat jetzt die Projektgruppe „Hygiene in Prozesswässern“ des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) vorgelegt. Anlass dazu ist das gegenwärtig unter anderem bei Umweltbehörden, Anlagebetreibern und Laboratorien im Fokus stehende Thema der Emission von krankheitserregenden Legionellen aus Kühlanlagen und Nassabscheidern.

„Die Brisanz dieser Thematik erfordert, dass wir in den Laboratorien schnell zu einem einheitlichen Verfahren zur Untersuchung und Bewertung des gesundheitlichen Gefährdungspotenzials kommen“, begründet Otto Theobald, Vorsitzender der VUP-Projektgruppe die Initiative. So war es dem Verband möglich, innerhalb von nur einer Woche eine geeignete Methode auszuarbeiten und vorzuschlagen.

Die hohe bakterielle Hintergrundbelastung derartiger Wässer setzt besondere Verfahren in der Probenvorbehandlung voraus, damit diese Begleitflora die analytische Auswertung der Legionellenbelastung nicht ergebnisrelevant beeinträchtigt. Ein eigens durchgeführter Ringversuch hatte gezeigt, dass die eingespielte Praxis der Untersuchungen von Legionellen im Trinkwasser bei den Kühlwässern zu keinem zuverlässigen Ergebnis führt, so der Augsburger Laborfachmann.

Der Verband wird diese Ausarbeitungen nun als Arbeitsgrundlage in ein eigens, erst kürzlich gebildetes Gremium des Umweltbundesamtes (UBA) einbringen, dessen Ziel es ist, das zukünftige Verfahren der Prüflaboratorien in einer UBA-Empfehlung behördlich festzuschreiben.

QUELLE:
Der Qualitätsmanager in der Lebensmittelbranche, Behr's Verlag, Ausgabe 03|2016, S. 25
www.vup.de

Behr's Verlag