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Dienstag, 04 August 2015

Ökomonitoring Baden-Württemberg: Ergebnisse 2014

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Ökomonitoring Baden-Württemberg: Ergebnisse 2014
© berggeist007 / www.pixelio.de

Das Land Baden-Württemberg stellte die Ergebnisse der Untersuchungen von Lebensmitteln aus dem ökologischen Landbau in seinem Bericht für das Jahr 2014 vor. Das Ökomonitoring, das von den vier Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern Baden-Württembergs (CVUAs) in Zusammenarbeit mit der Öko-Kontrollbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführt wird, besteht seit dem Jahr 2002. Es hat zum Ziel, in dem stark expandierenden Marktsegment Verbrauchertäuschungen besser zu erkennen und das Verbrauchervertrauen in die Qualität ökologisch erzeugter Lebensmittel zu stärken. Nachfolgend einige Ergebnisse aus dem Bericht:

Gentechnisch veränderte (GV) Pflanzen
Gentechnische Veränderungen wurden bei den untersuchten Öko-Lebensmitteln sehr selten nachgewiesen, betroffen war lediglich Soja. Sowohl der Anteil positiver Proben an der Gesamtprobenzahl als auch deren Verunreinigungsgrad durch GV-Soja waren bei Öko-Soja deutlich geringer als bei konventioneller Ware.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in pflanzlichen Lebensmitteln
Bei mehr als der Hälfte der Proben aus ökologischem Anbau waren keine Rückstände an Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Sofern Rückstände festgestellt wurden, handelte es sich nur um solche, die im Spurenbereich (< 0,01 mg/kg) auftraten. Dabei handelt es sich um Gehalte, die deutlich unterhalb den Konzentrationen liegen, die nach einer Anwendung von Wirkstoffen im Erntegut festgestellt worden wären. Insgesamt lag die Beanstandungsquote für frisches Obst und Gemüse 2014 bei 1,3 % und damit im Bereich der Vorjahre.

Dioxine und PCB
Untersucht wurden insgesamt 141 Proben Hühnereier, Lachs sowie Milcherzeugnisse aus Schafs- und Ziegenmilch auf ihre Gehalte an Dioxinen, dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) und Indikator-PCB. Lediglich in einer von 70 Proben Hühnereiern lag der Dioxingehalt über dem gültigen Höchstgehalt. Bei 39 untersuchten Lachsproben waren sowohl die zulässigen Höchstgehalte als auch die Auslösewerte für Dioxine und PCB unterschritten. Auch bei den geprüften Erzeugnissen aus Schafs- und Ziegenmilch lagen die Dioxingehalte unter dem zulässigen Grenzwert.

Im Vergleich zu den Erzeugnissen aus der konventionellen Erzeugung waren jedoch die Werte der untersuchten Hühnereier, Lachse und Erzeugnisse aus Schafs- und Ziegenmilch aus der ökologischen Landwirtschaft an Dioxinen und PCB tendenziell höher.

Unterscheidung ökologischer von konventioneller Milch
Mit Hilfe des Kohlenstoff-Stabilisotopenverhältnisses 12C/13C (δ13C-Wert) und des α-Linolensäuregehaltes des Milchfettes kann die analytische Differenzierung von ökologisch und konventionell erzeugter Milch erfolgen. Innerhalb eines Forschungsprojektes wurden 64 Milchproben, davon 35 aus ökologischer- und 29 aus konventioneller Erzeugung auf diese Parameter untersucht. Keine der untersuchten Öko-Milchproben zeigte hierbei auffällige Werte.

Mikrobiologische Prüfung
65 Rohmilchkäse, darunter 34 aus ökologischer und 31 aus konventioneller Herstellung, wurden mikrobiologisch auf pathogene Keime und Hygieneindikator-Keime untersucht. Lediglich in 2 Rohmilchkäsen konventioneller Herkunft wurden pathogene Keime nachgewiesen. Die übrigen Proben waren mikrobiologisch unauffällig.

► http://oekomonitoring.cvuas.de
► Ökomonitoring 2014 Ergebnisse der Untersuchungen von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau; Herausgeber: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)

Bild: www.pixelio.de

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