Passwort vergessen?
Montag, 25 April 2016

Neue Vorschriften zur Tierseuchenbekämpfung

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | Recht & Normen

Neue Vorschriften zur Tierseuchenbekämpfung
Thorben Wengert, www.pixelio.de

Das EU-Parlament (EP) hat für neue Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Tierseuchen (z. B. Afrikanische Schweinepest (ASP), Geflügelpest) gestimmt. Das EP verabschiedete am 08.03.2016 eine politische Einigung mit Rat und EU-Kommission, die bereits im Juni 2015 erreicht worden war. Dabei legt das EP besonderes Gewicht auf die Vorbeugung ansteckender Tierkrankheiten, die zum Teil auch auf den Menschen übertragbar sind. Rund 40 Rechtsakte werden in einer neuen Grundverordnung vereint.

Laut EP werden durch die neuen Vorschriften alle Nutztier- und Heimtierhalter sowie Händler verpflichtet, eine gute Tierhaltungspraxis sowie den umsichtigen und verantwortungsvollen Einsatz von Arzneimitteln umzusetzen. Veterinäre sollen sich aktiv an der Sensibilisierung der Halter beteiligen. Die EU-Kommission hat zugesagt, die tatsächliche Verwendung von Tierantibiotika in den Mitgliedstaaten zu überprüfen und die entsprechenden Daten regelmäßig zu veröffentlichen. Die neuen Regeln ermächtigen die Brüsseler Behörde, Notfallmaßnahmen zu ergreifen, um neu auftretende Seuchen zu bekämpfen, die der landwirtschaftlichen Produktion und der öffentlichen Gesundheit potenziell schaden könnten. In die Aufstellung von Notfallplänen sollen sowohl Landwirtschaftsorganisationen und veterinärmedizinische Verbände als auch Tierschützer und andere Akteure einbezogen werden.

HINTERGRUND:
Die Tiergesundheitsvorschriften treten 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft.

QUELLE:
► Top agrar vom 14.03.2016
Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen 

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Werken:

BEHR'S...ONLINE: Kommentar Fleischhygiene-Recht

Behr's Verlag