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Montag, 17 Januar 2022

Infektionen mit E. coli nach Verzehr von Frühlingszwiebeln

Mikrobiologie

Infektionen mit E. coli nach Verzehr von Frühlingszwiebeln

Ein E. coli-Ausbruch in Dänemark, bei dem innerhalb von knapp 4 Wochen mehr als 60 Menschen erkrankten, wird in Zusammenhang mit Frühlingszwiebeln aus Ägypten in Verbindung gebracht. Enteroinvasive E. coli (EIEC) werden häufig mit Reisedurchfall in Verbindung gebracht, bei den 68 Erkrankten war dies jedoch nicht der Fall.
Eine gemeinsame Untersuchung des Statens Serum Institut (SSI), der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde (Fødevarestyrelsen), der örtlichen Krankenhäuser und des DTU Food Institute ergab, dass die Infektionsquelle des Ausbruchs vermutlich Frühlingszwiebeln eines niederländischen Lieferanten, die in verzehrfertigen Salaten verwendet wurden. Die Frühlingszwiebeln wurden über drei Einzelhandelsketten verkauft.

Vom 23. November bis 17. Dezember 2021 wurden 68 Infektionen registriert, darunter 43 Frauen und 25 Männer im Alter von 1 bis 91 Jahren, die im Median 53 Jahre alt waren. Zwanzig Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Erkrankungen traten fast über das ganze Land verteilt auf. EIEC wurde von mehr als 20 Patienten isoliert, die anderen Erkrankten waren PCR-positiv für das Invasionsplasmid-Antigen-H (ipaH)-Gen, das spezifisch für Shigella-Spezies und EIEC ist. Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die Kontamination der Produkte vermutlich nicht in Dänemark stattgefunden hat.  
EIEC kann Darminfektionen mit Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder mehrtägigem Fieber führen verursachen. EIEC wird von Mensch zu Mensch oder durch Trink- und Badewasser sowie durch mit menschlichem oder tierischem Kot verunreinigte Lebensmittel übertragen. Mikroskopische Mengen an Kot können daraufhin Krankheiten verursachen.

QUELLE:
► Meldung Food Safety News vom 29.12.2021

Dr. Greta Riel

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