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Montag, 17 Juli 2017

Gefährliche Keime reisen um die Welt

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Gefährliche Keime reisen um die Welt

Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ermittelt, dass Toiletten auf Flughäfen auch für Keime ein „Umsteigepunkt“ darstellen. Die Experten um Dr. Frieder Schaumburg und Prof. Karsten Becker vom Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Münster analysierten von Dezember 2012 bis November 2015 Abstriche von 400 Türklinken von 136 Flughäfen in 59 Ländern. Nach Angaben von Dr. Schaumburg eignen sich die inneren Türgriffe der Toilettenkabinen besonders als Untersuchungsobjekt, da eine Türklinke von vielen Menschen genutzt wird. Darüber hinaus ist diese der letzte Kontakt der Besucher nach dem Toilettengang, bevor sie sich die Hände waschen. Die Türklinke ist dann besonders mit Keimen beispielsweise der Haut und des Darmes belastet. Besonders häufig wurde Staphylococcus aureus (5,5 %) ermittelt, gefolgt von Stenotrophomonas maltophilia (2 %) und Acinetobacter baumannii (1,3 %) – einige dieser Erreger wiesen Resistenzen auf. Die Annahme der Wissenschaftler, dass Fluggäste auch multiresistente „Superkeime“ von Reisen in ferne Länder in ihr Heimatland mitbringen können, wird durch die Funde bestätigt.

QUELLEN:
► Clinical Microbiology and Infection von Dezember 2016: dx.doi.org/10.1016/j.cmi.2016.09.010

► Auszug aus FOOD & HYGIENE, Ausgabe 06/2017, S. 19, Behr's Verlag

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