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Montag, 01 April 2019

Ausbreitung antimikrobieller Resistenz zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung

Mikrobiologie

Ausbreitung antimikrobieller Resistenz zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung

Die Daten, die Anfang März vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichten zeigen, dass antimikrobielle Mittel zur Behandlung von Krankheitenimmer weniger wirksam sind. Das betrifft unter anderem Krankheiten wie Campylobacteriose und Salmonellose, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können.

Dem Bericht bezieht sich auf Daten aus dem Jahr 2017. Ihm zufolge ist die Resistenz gegen Fluorchinolone (wie Ciprofloxacin) in Campylobacter-Bakterien in einigen Ländern so hoch, dass diese antimikrobiellen Mittel nicht mehr zur Behandlung schwerer Campylobacteriose-Fälle eingesetzt werden können.

Die meisten Länder berichteten, dass Salmonellen beim Menschen zunehmend resistent gegen Fluorchinolone sind. Die Multidrug-Resistenz (Resistenz gegen drei oder mehr antimikrobielle Mittel) ist sowohl bei Salmonellen beim Menschen (28,3%) als auch bei Tieren, insbesondere bei S. Typhimurium sehr hoch.

In Campylobacter wurden hohe bis extrem hohe Anteile an Bakterien als resistent gegen Ciprofloxazin und Tetracycline nachgewiesen. Die kombinierte Resistenz gegen kritisch wichtige antimikrobielle Mittel war bei Salmonellen und Campylobacter von Mensch und Tier und bei Indikator E. coli von Tieren jedoch niedrig bis sehr niedrig.

QUELLE:
► Meldung der EFSA vom 01.03.2019

Dr. Jörg Häseler

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