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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Aufgrund der BSE-Krise in Großbritannien sind an der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (nvCJK) 177 Personen gestorben ‒ in den letzten drei Jahren trat keine Neuerkrankung auf. Allerdings hat sich die Anzahl der sporadischen CJK-Fälle (sCJK) auf rund 100 Personen pro Jahr in Großbritannien erhöht – deutlich mehr als noch vor einigen Jahrzehnten. Ursächlich hierfür dürfte eine verbesserte Diagnostik sein. Es ist aber nicht auszuschließen, dass zukünftig weitere CJK-Fälle als Folge der BSE-Exposition auftreten, daher ist nach wie vor die Suche nach wirksamen Behandlungsstrategien gegen die schwammartige Zersetzung des Gehirns notwendig.

QUELLE:
► Ärzte Zeitung vom 25.05.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Helfen Antikörper gegen CJK?

Im Zuge des EU-Lebensmittelhygienerechts müssen die Lebensmittelproduzenten, Verarbeiter und Lieferanten alle Vorkehrungen treffen, um Sicherheit und Qualität der Lebensmittel zur gewährleisten. Eine der unerlässlichen Voraussetzungen dafür ist die Einhaltung einer lückenlosen Prozesshygiene.

QUELLE:
►  QM! Der Qualitäts-Manager in der Lebensmittel-Branche, Behr's Verlag, Ausgabe 1|2016, S. 18ff, Dr. Barbara Hildebrandt

Selbstkontrolle und Überwachung der Reinigung

Einer Studie zufolge verordnen US-Humanmediziner Antibiotika häufig nicht qualifiziert und zu freigiebig. Forscher von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta und dem Pew Charitable Trust (Sitz in Philadelphia) hatten die Daten von 184.032 Arztbesuchen analysiert.

QUELLEN:
► JAMA (2016; 315 (17): 1864, DOI: 10.1001/jama.2016.4151)
► JAMA (2016; 315 (17): 1839, DOI: 10.1001/jama.2016.4286)
Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

US-Humanmediziner: Oft unqualifizierte Antibiotikaverwendung

Krankheitserreger können sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Verbraucher dürfen zu Recht erwarten, dass Lebensmittel weder verdorben in den Handel gelangen, noch mit krankheitserregenden Bakterien oder Viren belastet sind. Um dies zu gewährleisten sind regelmäßige Eigenkontrollen unerlässlich. Im Codex Alimentarius sind von der FAO (Food an Agriculture Organization of the United Nations) und der WHO (World Health Organisation) Standards zur Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelproduktqualität aufgeführt, die sich in den spezifischen betrieblichen HACCP-Konzepten widerspiegeln.

QUELLE:
►  QM!, Behr's Verlag, Ausgabe 3|2015, S. 11ff, Dr. Burkhard Schütze und Tim Stoffregenen

Schimmel und Co. – ohne Chance!

Viele Hersteller von Lebensmittelprodukten messen, steuern und regeln die Luftqualität in ihren Fertigungsstätten. An die Umgebungsluft in den Fertigungshallen werden bestimmte Anforderungen gestellt wie Temperatur, Feuchtigkeit und Partikelkonzentration. Bestimmte Mengen an zugeführter, frischer Außenluft werden benötigt, um die Sicherheit und den Arbeitsplatzkomfort zu gewährleisten.

QUELLE:
Behr’s Verlag, Handbuch Lebensmittelhygiene, T. Alter/J. Kleer/F. Kley (Hrsg.)

Raumluft - Gute Luftqualität zur sicheren Lebensmittelherstellung

In einem produktübergreifenden Forschungsprojekt des Max Rubner-Instituts (MRI) sollen Eintrittswege und Prävalenz von antibiotikaresistenten Bakterien (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), Extended-Spektrum Beta-Laktamasen (ESBL), Koagulase-negative Staphylokokken (MRCoNS)) untersucht werden. Dafür arbeiten die Institute für Mikrobiologie und Biotechnologie, Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch, Sicherheit und Qualität bei Getreide, Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse sowie Sicherheit und Qualität bei Fleisch eng zusammen. 

QUELLE:
► Pressemitteilung des Max Rubner-Instituts (MRI) vom 01.04.2016

 

Antibiotikaresistenzen in lebensmittelassoziierten Mikroorganismen

Das EU-Parlament (EP) hat für neue Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Tierseuchen (z. B. Afrikanische Schweinepest (ASP), Geflügelpest) gestimmt. Das EP verabschiedete am 08.03.2016 eine politische Einigung mit Rat und EU-Kommission, die bereits im Juni 2015 erreicht worden war. Dabei legt das EP besonderes Gewicht auf die Vorbeugung ansteckender Tierkrankheiten, die zum Teil auch auf den Menschen übertragbar sind. Rund 40 Rechtsakte werden in einer neuen Grundverordnung vereint.

QUELLE:
► Top agrar vom 14.03.2016
Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen 

Neue Vorschriften zur Tierseuchenbekämpfung

Die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen muss so weit wie möglich verhindert werden, da resistente Erreger ein hohes Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier darstellen. Wissenschaftliche Berichte und sehr kritische Darstellungen in den Medien haben gezeigt, dass ein großer Handlungsbedarf bei der Haltung, Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel besteht. So hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wiederholt betont, dass Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukte für Verbraucher eine bedeutende Quelle sind, über die sie mit antibiotikaresistenten Keimen in Kontakt kommen können.

Quellen:
► Pressemitteilung Nr. 34 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 09.03.2016: www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2016/034-SC-EsRAM.html;jsessionid=369B2188A17B92783AF44561EB2329CC.2_cid288
► Presseinformation Nr. 12 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 09.03.2016: www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2016/12/forschung_im_bfr__projekt_zur_reduzierung_von_antibiotikaresistenten_erregern_bei_mastgefluegel_gestartet-196853.html

Reduktion antibiotikaresistenter Erreger bei Mastgeflügel
Behr's Verlag