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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Raumluft - Gute Luftqualität zur sicheren Lebensmittelherstellung

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Technologie

Viele Hersteller von Lebensmittelprodukten messen, steuern und regeln die Luftqualität in ihren Fertigungsstätten. An die Umgebungsluft in den Fertigungshallen werden bestimmte Anforderungen gestellt wie Temperatur, Feuchtigkeit und Partikelkonzentration. Bestimmte Mengen an zugeführter, frischer Außenluft werden benötigt, um die Sicherheit und den Arbeitsplatzkomfort zu gewährleisten.

QUELLE:
Behr’s Verlag, Handbuch Lebensmittelhygiene, T. Alter/J. Kleer/F. Kley (Hrsg.)

Raumluft - Gute Luftqualität zur sicheren Lebensmittelherstellung

Antibiotikaresistenzen in lebensmittelassoziierten Mikroorganismen

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

In einem produktübergreifenden Forschungsprojekt des Max Rubner-Instituts (MRI) sollen Eintrittswege und Prävalenz von antibiotikaresistenten Bakterien (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), Extended-Spektrum Beta-Laktamasen (ESBL), Koagulase-negative Staphylokokken (MRCoNS)) untersucht werden. Dafür arbeiten die Institute für Mikrobiologie und Biotechnologie, Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch, Sicherheit und Qualität bei Getreide, Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse sowie Sicherheit und Qualität bei Fleisch eng zusammen. 

QUELLE:
► Pressemitteilung des Max Rubner-Instituts (MRI) vom 01.04.2016

 

Antibiotikaresistenzen in lebensmittelassoziierten Mikroorganismen

Neue Vorschriften zur Tierseuchenbekämpfung

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | Recht & Normen

Das EU-Parlament (EP) hat für neue Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Tierseuchen (z. B. Afrikanische Schweinepest (ASP), Geflügelpest) gestimmt. Das EP verabschiedete am 08.03.2016 eine politische Einigung mit Rat und EU-Kommission, die bereits im Juni 2015 erreicht worden war. Dabei legt das EP besonderes Gewicht auf die Vorbeugung ansteckender Tierkrankheiten, die zum Teil auch auf den Menschen übertragbar sind. Rund 40 Rechtsakte werden in einer neuen Grundverordnung vereint.

QUELLE:
► Top agrar vom 14.03.2016
Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen 

Neue Vorschriften zur Tierseuchenbekämpfung

Reduktion antibiotikaresistenter Erreger bei Mastgeflügel

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen muss so weit wie möglich verhindert werden, da resistente Erreger ein hohes Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier darstellen. Wissenschaftliche Berichte und sehr kritische Darstellungen in den Medien haben gezeigt, dass ein großer Handlungsbedarf bei der Haltung, Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel besteht. So hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wiederholt betont, dass Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukte für Verbraucher eine bedeutende Quelle sind, über die sie mit antibiotikaresistenten Keimen in Kontakt kommen können.

Quellen:
► Pressemitteilung Nr. 34 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 09.03.2016: www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2016/034-SC-EsRAM.html;jsessionid=369B2188A17B92783AF44561EB2329CC.2_cid288
► Presseinformation Nr. 12 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 09.03.2016: www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2016/12/forschung_im_bfr__projekt_zur_reduzierung_von_antibiotikaresistenten_erregern_bei_mastgefluegel_gestartet-196853.html

Reduktion antibiotikaresistenter Erreger bei Mastgeflügel

Clostridium botulinum: Gesundheitliche Risiken bei in Öl eingelegtem Gemüse

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Technologie | Gesundheit

Aufgrund mehrerer Krankheitsausbrüche durch in Öl eingelegten Knoblauch durch Neurotoxine von Clostridium botulinum, einem anaeroben Sporenbildner, wurden in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien Hinweise für die Hersteller derartiger Produkte erstellt. Alle Empfehlungen berücksichtigen, dass Lagertemperatur und -dauer, Wassergehalt und Säure des Produktes eine entscheidende Rolle spielen, da die Vermehrung von Clostridium botulinum durch diese Faktoren beeinflusst werden kann. Niedrige Temperatur, verkürzte Lagerdauer, sinkender Wassergehalt und steigender Säuregehalt hemmen bzw. unterbinden die Vermehrung dieses Krankheitserregers.

Quellen:
► BfR-Mitteilung Nr. 1 vom 04. Januar 2016: www.bfr.bund.de/cm/343/selbst-hergestellte-kraeuteroele-und-in-oel-eingelegte-gemuese-bergen-gesundheitliche-risiken.pdf
► Heeschen, W.: Clostridium botulinum ‒ Botulismus. In: Zoonosen (Bd. I – Bakterielle Erreger von Infektionen und Intoxikationen). Behr`s Verlag Hamburg. ISBN 978-3-89947-830-3

Clostridium botulinum: Gesundheitliche Risiken bei in Öl eingelegtem Gemüse

Schützt Milch vor Campylobacter-Infektionen?

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Technologie | Gesundheit

Campylobacter-Infektionen gehören weltweit zu den häufigsten lebensmittelassoziierten Erkrankungen. In Deutschland treten im Durchschnitt knapp 78 Campylobacter-Fälle pro 100.000 Einwohner auf. Im Jahr 2013 kam es insgesamt zu 63.636 gemeldeten Infektionen, im Jahr 2012 zu 62.880 Fällen und in 2011 zu 71.307 Fällen. Damit sind Campylobacter-Bakterien in Deutschland noch vor den Salmonellen die häufigsten Auslöser für bakteriell bedingte Darmentzündungen. Als Hauptinfektionsquellen gelten unzureichend erhitztes oder kontaminiertes Geflügelfleisch, nicht pasteurisierte Milch und Hackfleisch, aber auch an Durchfällen erkrankte Heimtiere. Die Erkrankung ist meldepflichtig. Durchfallerkrankungen infolge einer Campylobacter-Infektion können zu Komplikationen mit schwersten neurologischen Symptomen bis hin zu Querschnittslähmungen und Todesfällen führen („Guillain-Barré-Syndrom“).

Quelle:
► „Milk Modulates Campylobacter Invasion into Caco-2 Intestinal Epithelial Cells” (DOI: http://dx.doi.org/10.1556/1886.2015.00019)

Schützt Milch vor Campylobacter-Infektionen?

Apfelqualität: Modernste Analysetechnik im Einsatz

Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Äpfel müssen unter optimalen Bedingungen gelagert werden, damit sie auch mehrere Monate nach der Ernte noch eine gute Qualität besitzen. Das MRI forscht zum Einfluss verschiedener Lagerbedingungen (z. B. Temperatur, Luftzusammensetzung) auf die Qualität von Obst und Gemüse. In einem aktuellen Projekt wird mit modernster Analysetechnik die Wirkung der Lagerungsbedingungen auf die Qualität von 14 verschiedenen Apfelsorten untersucht.

QUELLE:
► Pressemitteilung des Max Rubner-Instituts (MRI) vom 29.01.2016

Apfelqualität: Modernste Analysetechnik im Einsatz

Verpflegung auf Kreuzfahrtschiffen

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Die Versorgung der Passagiere und Mannschaft auf Kreuzfahrtschiffen stellt eine besondere Herausforderung dar. Zum einen bietet bei den Passagieren die Altersstruktur eine große Vielfalt – vom Kleinkind bis zum Senioren – und zum anderen handelt es sich um Vollverpflegung vom „early bird“ Frühstück bis zum Mitternachtssnack. Diese langen Öffnungszeiten erfordern auch in der Küche mindestens ein Zwei-Schichten-System. Weiterhin gibt es für die Gäste die Möglichkeit, sich aus einer reichlichen Büffetauswahl zu bedienen oder in speziellen Restaurants à la carte zu speisen.

Quelle: HACCP leicht gemacht, Behr's Verlag

Verpflegung auf Kreuzfahrtschiffen

Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)-Konzept

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Bei Herstellung, Behandlung und Verarbeitung, Transport, Lagerung und Verkauf von Lebensmitteln sind die Einflüsse auszuschalten, die Erkrankungen des Menschen nach Verzehr eines Lebensmittels erwarten lassen. Deshalb führen Lebensmittelbetriebe Eigenkontrollen durch. Innerhalb dieses Eigenkontrollsystems soll das HACCP-Konzept zur Abwehr solcher gesundheitlicher Gefahren dienen, die spezifisch anzusprechen, d. h., zu identifizieren, zu bewerten, kontinuierlich zu erfassen und zu beherrschen sind.


Quelle: Handbuch Lebensmittelhygiene, Behr’s Verlag

Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)-Konzept

Codex-Komitee über Kontaminanten in Lebensmitteln: Aktuelle Themen

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Vom 04. bis 08. April 2016 findet die 10. Sitzung des Codex-Komitees über Kontaminanten in Lebensmitteln (CCFH) in Rotterdam (Niederlande) statt. Hauptaufgabe dieses Komitees ist die Ausarbeitung von zulässigen Höchstgehalten für Kontaminanten in Lebensmitteln und deren Einarbeitung in einen Generalstandard für die Aufstellung von Identitäts- und Reinheitsanforderungen.

Quelle:
www.codexalimentarius.org/meetings-reports/en/

Codex-Komitee über Kontaminanten in Lebensmitteln: Aktuelle Themen

Tee

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Definition und Herstellung
Tee sind die nach verschiedenen Verfahren aufbereiteten Blattknospen, jungen Blätter und Triebe des zur Familie der Theaceae gehörenden Teestrauches (Thea sinensis) und das daraus hergestellte Getränk. Nach Art der Aufarbeitung des Tees unterscheidet man:

  • Fermentierter Tee (Schwarzer Tee)
  • Halbfermentierter Tee (Oolong Tee)
  • Unfermentierter Tee (Grüner, Gelber und Weißer Tee)


Quelle:  Moderne Lebensmittelchemie B. Behr‘s Verlag

Tee

Futtermittel

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Die EU-Verordnung Nr. 178/2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechtes, zu der Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit hatte auch die Einführung eines gemeinsamen Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände und Futtermittelgesetzbuches (LFGB 2005) zur Folge. Die dort getroffenen Festlegungen folgen der Logik der Nahrungskette (Boden-Pflanze-Futter-Tier-Verarbeitung-Lebensmittel-Transport/Handel-Mensch) und haben vor allem die Lebensmittelsicherheit im Fokus. Nach der klassischen Tierernährung sind Futtermittel solche Stoffe, die vom Tier per os aufgenommen oder aufgenommen werden können, die sich auf den Stoffwechsel des Tieres auswirken und die als einzelne gesonderte Komponente dem Futter beigemengt werden.

Quelle: Moderne Lebensmittelchemie B. Behr‘s Verlag

Futtermittel

Acrylamid: Geringere Gehalte in Lebkuchen

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Vor einigen Jahren führten erhöhte Acrylamidgehalte in Weihnachtsgebäck zur Verunsicherung der Verbraucher. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in einem Gutachten aus diesem Jahr bestätigt, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen potenziell erhöht. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den Bundesländern, der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits 2002 ein nationales Acrylamid-Minimierungskonzept entwickelt, das 2011 auf europäischer Ebene übernommen wurde. Für jede Warengruppe– wie Kaffee, Chips oder Lebkuchen – wurden nationale Signalwerte festgelegt. Seit 2011 gelten europaweite Richtwerte, die auf Basis der tatsächlich gemessenen Acrylamidgehalte berechnet werden. Wird eine Überschreitung des Richtwerts festgestellt, treten die Lebensmittelüberwachungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten mit den Lebensmittelunternehmen in einen Minimierungsdialog, um gemeinsam technologische Maßnahmen zur Acrylamidminimierung im Herstellungsprozess zu erörtern.

Acrylamid: Geringere Gehalte in Lebkuchen

BfR: Neue kostenlose "Stellungnahmen-App"

Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Die gesundheitlichen Bewertungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind ab sofort noch leichter und mobil zugänglich. In einer neu vorgestellten Mobile-App finden Interessierte auf einen Blick alle gesundheitlichen Bewertungen des BfR. Diese Bewertungen oder "Stellungnahmen" werden anlassbezogen oder in Krisensituationen vom BfR veröffentlicht. Sie beinhalten gesundheitliche Risiken, die von Stoffen oder Mikroorganismen in Lebensmitteln und von verbrauchernahen Produkten wie beispielsweise kosmetischen Mitteln, Textilien, Lebensmittelverpackungen oder Spielzeug ausgehen können.

BfR: Neue kostenlose

Hygienic Design

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Nach der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene (Anhang II, Kapitel V) müssen Gegenstände, Armaturen und Ausrüstungen, mit denen Lebensmitteln in Berührung kommen, so gebaut, beschaffen und instand gehalten sein, dass das Risiko einer (mikrobiellen) Kontamination so gering wie möglich ist. Sie müssen darüber hinaus gut zu reinigen und erforderlichenfalls zu desinfizieren und so installiert sein, dass die Ausrüstungen und das unmittelbare Umfeld angemessen gereinigt werden können.

Nach der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 besteht die Forderung, dass mit Lebensmitteln in Kontakt stehende Materialien und Gegenstände hinreichend inert sein müssen und keine Stoffe an die Lebensmittel abgeben dürfen, die die Sicherheit oder Qualität beeinträchtigen könnten.

Die „Kunststoffrichtlinie“ 2002/72/EG (mit laufenden Ergänzungen) enthält eine Positivliste für Monomere, Additive und sonstige Ausgangsstoffe für Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Kunststoff.

Es handelt sich somit beim Hygienic Design um die Anwendung von Gestaltungsgrundsätzen, die eine hygienische Produktion in entsprechenden Anlagen und damit die Herstellung sicherer und für den Verzehr geeigneter Lebensmittel ermöglicht.

Auch die Definition durch die European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) nimmt kurz und knapp auf Art. 14 der Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 Bezug: Design und Konstruktion von Ausrüstungsgegenständen und Anlagen müssen sicherstellen, dass Lebensmittel sicher und zum Verzehr geeignet sind („Design and engineering of equipment and premises assuring the food is safe and suitable for human consumption”).

Quelle:  Fragen & Antworten Prozesshygiene B. Behr‘s Verlag

Hygienic Design
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