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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Die EU-Kommission hat am 24.04.2015 Vertreter und Vertreterinnen der Mitgliedstaaten, der Industrie und der Nichtregierungsorganisationen zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen, um kritische Fragen bei der Bewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen zu diskutieren. Die acht diskutierten Themenbereiche betrafen u. a. die Unabhängigkeit der Behörden sowie grundsätzliche Bewertungskriterien und Verfahrensweisen bei der gesundheitlichen Risikobewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen.

EU-Kommission diskutiert kritische Fragen bei der Bewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen

Im Auge eines Ebola-Patienten aus den USA, der vor mehr als einem halben Jahr für gesund erklärt worden war, ist der Ebola-Erreger wieder nachgewiesen worden. Es handelt sich um den ersten derartigen Fall. Der Arzt Ian Crozier hatte sich im September 2014 in Sierra Leone infiziert, wo er für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Einsatz war.

Ebola-Viren überleben im Kammerwasser des Auges

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik hat einen Maßnahmenkatalog für eine bessere Haltung von Nutztieren veröffentlicht. Im Gutachten fordern die Verfasser eine tiergerechtere und umweltfreundlichere Produktion bei gleichzeitiger Abnahme der Konsummenge. Zu den Kernaussagen des Gutachtens gehören der Zugang zu verschiedenen Klimazonen wie dem Außenklima für alle Nutztiere, mehrere Funktionsbereiche in den Ställen mit verschiedenen Bodenbelägen, mehr artgemäßes Beschäftigungsmaterial, ausreichend Platz für jedes Tier, Verzicht auf Amputationen, Eigenkontrollen der Betriebe anhand von Tierwohlindikatoren, deutlich reduzierter Arzneimitteleinsatz, verbesserter Bildungsstand der Tierhalter/-pfleger (Sachkundenachweis).

Mehr Tierwohl für Nutztiere

Das Präventionsgesetz, über das derzeit im Bundestag beraten wird, soll ein erster Schritt in Richtung Gesundheitsförderung und Prävention sein, so Bundesgesundheitsminister Gröhe. Mit dem Gesetz soll u.a. Volkskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Übergewicht oder Herzinfarkt besser vorgebeugt werden. In diesem Zusammenhang kam in der Politik die Diskussion über die Erhebung einer Zucker-/Fettsteuer auf stark kalorienhaltige Lebensmittel auf, da sich die Kosten bei einer Diabeteserkrankung in Deutschland auf geschätzt über 22 Milliarden Euro belaufen.

Fett-/Zuckersteuer: irreführende DAK-Umfrage

Rund 9 % der Betroffenen holen sich aufgrund einer falschen Handhabung der Nahrungsmittel eine Lebensmittelvergiftung in der eigenen Küche ‒ insbesondere das Küchentuch haben Forscher als möglichen Ansteckungsherd im Visier. Lebensmittelexperten um Jeannie Sneed und Randall Phebus (Kansas State University) ließen 123 Probanden in einer Versuchsküche kochen ‒ zum einen ein Gericht mit Hackfleisch oder Geflügel und zum anderen einen Obstsalat.

Keimschleudern in der Küche

Der Klimawandel kann sich auf die Lebensmittelsicherheit auswirken und lebensmittelbedingte Erkrankungen können aufgrund veränderter Umweltbedingungen leichter auftreten. Dieses lässt die Auswertung verschiedener Studien, Feldexperimente und statistischer Analysen vermuten („Food Research International“). Ein Großteil der Daten wurde im Rahmen des Veg-i-Trade-Projektes gesammelt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Globalisierung auf die Sicherheit von Frischwaren wie Obst und Gemüse beschäftigt.

Klimawandel: Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit?

Das EU-Wissenschaftsnetzwerk EASAC hat eine Studie veröffentlicht, wonach es nun als bestätigt gilt, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schädlich für den Bestand von Honigbienen sein kann. Es gibt starke Beweise für die negativen Auswirkungen auf andere Organismen durch Neonikotinoid-Insektizide. In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst.

EU: Pflanzenschutz für Bienensterben verantwortlich

Wissenschaftler des Instituut voor Landbouwen Visserijonderzoek (ILVO) in Melle (Belgien) haben eine hohe Schwankungsbreite beim Anteil von deutlich geruchsauffälligen Ebern zum Zeitpunkt der Schlachtung festgestellt. Für ihre Untersuchungen wurden die Daten von 20 Praxisbetrieben ausgewertet – durchschnittlich 3 % aller intakten Masteber fielen bei der Schlachtung als „Stinker“ auf.

Ebermast: Hohe Schwankungsbreite bei „Stinkern“

Die Biotechnologie ist eine anwendungsorientierte, interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der Nutzung von Tieren, Pflanzen, Zellen, Mikroorganismen und Enzymen in technischen Anwendungen beschäftigt. Erkenntnisse aus Bereichen der Mikrobiologie, Biochemie, Molekularbiologie, Genetik, Bioinformatik, den Ingenieurwissenschaften und der Verfahrenstechnik werden kombiniert und in der Diagnostik oder in industriellen Produktionsverfahren genutzt.

Moderne Biotechnologie und deren Produkte

Das BfR erstellt jährlich einen Bericht über die epidemiologische Situation der Zoonosen in Deutschland. Ziel ist es, zur Prävention von Krankheiten, die über Lebensmittel übertragen werden, beizutragen. Die Auswertung der Daten aus 2013 zeigt, dass die Bekämpfung von Salmonellen beim Geflügel weiterhin erfolgreich ist und die Fallzahlen beim Menschen sinken.

BfR: Erreger von Zoonosen in Deutschland

Das Bakterium Bacillus cereus kann eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen, die sich in erster Linie durch Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auszeichnet. Während manche Krankheitsfälle eher harmlos verlaufen, können andere sogar bis zum Tode führen. Verantwortlich hierfür sind Toxine, die der Keim freisetzt. Eine Antwort auf die Frage, warum es zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen kommen kann, könnte nun eine neue Studie der Technischen Universität München (TUM) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien liefern.

Bacillus cereus, ein ausgesprochen vielseitiger Keim
Behr's Verlag