Freitag, 17. September 2021

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Das rbb-Verbrauchermagazin "Super.Markt" hat in einer Stichprobe zehn Leberwurstsorten aus Supermärkten, Discountern und Bioläden im Labor auf das Hepatitis-E-Virus untersuchen lassen. In sieben von zehn Proben wurde das Virus nachgewiesen. Somit waren 70 Prozent der Stichproben aus handelsüblicher Leberwurst mit dem Erreger belastet.

QUELLE:
► Meldung Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) vom 30.08.2021

Dr. Greta Riel

Hepatitis-E-Viren in Leberwürsten nachgewiesen

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe untersuchte im Sommer 2020 stichprobenartig 15 Smoothies aus dem Internethandel. Die Produkte wurden bei Probeneingang sowie nach Lagerung bei der vom Hersteller vorgegebenen Temperatur bis zum angegebenen Haltbarkeitsdatum untersucht. Das Untersuchungsspektrum umfasste potentielle Getränkeschädlinge, Milchsäurebakterien, Hefen und Schimmelpilze, aber auch Bacillus cereus-Keime und Hygienekeime.
Angesichts der Produktart und der Haltbarmachung mittels Hochdruckverfahren wurden wegen der keimreduzierenden Behandlung nur geringe Keimzahlen erwartet. Erfreulich war, dass bei der Hälfte der Proben sowohl bei Probeneingang als auch nach Lagerung Keimzahlen unter oder nur geringfügig über der Nachweisgrenze festgestellt wurden. Bei den restlichen Proben standen die als produkttypischen Verderbniserreger bekannten Hefen und Schimmelpilze nicht im Vordergrund. Diese Mikroorganismen werden durch das Hochdruckverfahren sicher abgetötet.

QUELLE:
► Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe

Dr. Greta Riel

Smoothies aus dem Online-Handel - mikrobiell belastet?

Im Jahr 2020/2021 wurde die Rohmilch der in Hessen befindlichen Rohmilch-Abgabeautomaten näher unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 75 Proben auf die krankmachenden Keime Salmonellen, Campylobacter, STEC und Listeria monocytogenes untersucht. Zudem wurde die Gesamtkeimzahl, die Menge an Enterobacteriaceae und Escherichia coli geprüft sowie auf Dioxine und PCB und auf Aflatoxin M1 untersucht.

QUELLE:
► Meldung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor

Dr. Greta Riel

Rohmilch aus dem Automaten – ein Risiko?

Aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und des Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) geht hervor, dass der Einsatz von Antibiotika zurückgegangen ist und bei zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren erstmals geringer als beim Menschen ist.

Der auf dem One-Health-Konzept beruhende Bericht enthält Daten zum Antibiotikaverbrauch und der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen in Europa im Zeitraum von 2016 bis 2018. Der erhebliche Rückgang des Antibiotikaeinsatzes bei zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren deute laut EFSA darauf hin, dass die diesbezüglich ergriffenen Maßnahmen der Länder wirksam seien.

QUELLE:
► Meldung Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 30.06.2021

Dr. Greta Riel

Antibiotikaeinsatz bei Tieren rückläufig

Während heißgebrühter Kaffee ein im Hinblick auf die mikrobielle Sicherheit unbedenkliches Lebensmittel darstellt, bietet Cold Brew Kaffee aufgrund seiner Herstellungsweise gute Wachstumsbedingungen für Verderbniserreger und verschiedene pathogene Keime. Ob von Cold Brew Kaffee eine mikrobielle Gefahr für den Verbraucher ausgeht, wurde in einer aktuellen Probenserie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Karlsruhe untersucht. Insgesamt wurden 23 verschiedene Cold Brew Kaffee-Proben aus Coffee Shops erhoben. Diese Proben wurden u.a. auf  Verderbniserreger wie aerobe Milchsäurebakterien, Hefen und Schimmelpilze, Hygieneindikatoren wie Enterobacteriaceae, Pseudonomas spp. und koagulasepositive Staphylokokken, potentiell pathogene Keime wie präsumtive Bacillus cereus und pathogene Listeria monocytogenes sowie Salmonella spp. untersucht.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe vom 21.05.2021

Dr. Greta Riel

Cold Brew Kaffee – eine mikrobielle Gefahr?

Im Jahr 2020 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover 260 Hühnereiproben aus niedersächsischen Erzeugerbetrieben auf Salmonellen untersucht, wobei eine Probe in der Regel aus jeweils zehn Eiern besteht. Die Eier einer Probe werden gemeinsam untersucht, jeweils getrennt nach Eierschale und Eidotter. Auf die Untersuchung des Eiklars wird verzichtet, da es wirksame Substanzen enthält, die unter anderem auf Salmonellen antimikrobiell wirken. Sowohl bei den Planproben als auch Verdachtsproben wurden keine Salmonellen nachgewiesen.

Im Jahr 2019 wurden im Institut insgesamt 284 Hühnereiproben untersucht. Bei den 252 Planproben wurden keine Salmonellen nachgewiesen. Von den 30 Verdachtsproben waren 26 nicht zu beanstanden. Bei vier dieser Verdachtsproben wurden Salmonellen nachgewiesen, drei Mal auf der Eischale und in einem Fall auf der Schale und im Eidotter.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Dr. Greta Riel

Untersuchung von Hühnereiern auf Salmonellen

Die Anzahl der gemeldeten Krankheitsfälle beim Menschen, die durch Campylobacter-Bakterien und Salmonella-Bakterien ausgelöst wurden, scheint sich in den letzten fünf Jahren stabilisiert zu haben. Dies geht aus dem neuesten Bericht über Zoonosen hervor, den die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) vorgelegt haben.

Campylobacteriose betraf im Jahr 2019 über 220 000 Menschen. Salmonellose war mit etwa 88 000 Betroffenen die zweithäufigste gemeldete Zoonose in der EU. Von 66 113 Proben verzehrfertiger Lebensmittel wurden 0,3 % positiv auf Salmonella getestet. Von 191 181 nicht verzehrfertigen Proben waren 1,5 % positiv.

QUELLE:
► Meldung Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 25.02.2021

Dr. Greta Riel

Fälle von Campylobacter und Salmonella in der EU stabil

Dem Umstand gemäß, dass sich Listeria monocytogenes in Lebensmitteln vermehren 2020 hat das Niedersächsische. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) 356 Feinkostsalate auf ihre Zusammensetzung, auf Zusatzstoffe und auch mikrobiologisch untersucht. Beanstandet oder bemängelt wurden 123 Proben (entspricht 35 Prozent der Proben). Aufgrund von Mehrfachbeanstandungen/-bemängelungen einzelner Proben war die Summe der Beanstandungen größer als die Anzahl der beanstandeten Proben.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Untersuchung von Feinkostsalaten

Dem Umstand, dass sich Listeria monocytogenes in Lebensmitteln vermehren kann, hat der europäische Gesetzgeber dahingehend Rechnung getragen, dass in der Verordnung über mikrobiologische Kriterien Sicherheitskriterien für verzehrfertige Lebensmittel definiert wurden. Für die Untersuchung von Lebensmitteln bedeutet dies, dass ein qualitativer Ansatz (Nachweisbar: Ja/Nein) und ein quantitativer Ansatz (Anzahl Koloniebildender Einheiten/g (KbE/g)) durchgeführt werden muss.

Im Jahr 2020 wurden im Hessischen Landeslabor 2.088 qualitative Untersuchungen bezüglich Listerien in Lebensmitteln durchgeführt, wobei in 236 Proben L. monocytogenes nachweisbar war. Von 2.586 quantitativen Untersuchungen lag lediglich bei 8 Proben ein Wert größer als 100 KbE/g vor. Die Werte lagen zwischen 120 und 160 KbE/g. Betroffen waren zum Rohverzehr geeignete Mettwürste (Bauernmettwurst, Pfefferbeißer, Zwiebelmettwurst oder geräucherte Bratwurst) sowie Schweinehackfleisch und nicht zum Rohverzehr geeignete Produkte wie z. B. Roastbeef. In neun Proben konnte ein quantitativer Nachweis geführt werden, jedoch lagen die Werte unterhalb der 100 KbE/g.

QUELLE:
► Meldung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor im März 2021

Dr. Greta Riel

Untersuchung auf Listerien

Bislang wurden als Fleischersatz vor allem Imitate aus Soja, Lupine oder Weizenkleber angeboten. Ein kalifornisches Unternehmen hat in Singapur nun die weltweit erste Erlaubnis bekommen, synthetisches Fleisch aus echten Muskelzellen auf den Markt zu bringen. Es handelt sich um Geflügelfleisch, das zunächst in Form von Chicken Nuggets angeboten werden soll. 

QUELLE:
► Meldung sueddeutsche.de vom 03.12.2020

Dr. Greta Riel

Hühnchen aus dem Labor

Die Umweltorganisation Germanwatch hat in Supermärkten in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und den Niederlanden Geflügelfleisch gekauft und 165 Proben in einem Labor der Universität Bochum untersuchen lassen. Probekäufe bei zwei Discountern haben in fünf europäischen Ländern ergeben: 51 Prozent der Hähnchenfleischproben sind mit resistenten Keimen belastet. Die aktuelle Untersuchung zeigt außerdem: 35 Prozent der untersuchten Hähnchen war mit Keimen belastet, die gegen sogenannte Reserve-Antibiotika resistent sind. 

Bei Geflügelfleisch eines deutschen Geflügelkonzerns wurden in 59 Prozent aller Proben antibiotikaresistente Erreger gefunden. 25 Prozent trugen dabei den, als sogenannten Krankenhauskeim bekannten, Erreger MRSA in sich. In Frankreich gekauftes Hühnerfleisch war in 45 Prozent der Fälle mit multiresistenten Keimen belastet. In den Niederlanden war jede dritte Hähnchenfleischprobe mit resistenten Keimen belastet. 

QUELLE:
► Meldung zdf.de 21.10.2020

Dr. Greta Riel

Resistente Keime bei Discounter-Geflügel
Behr's Verlag