Dienstag, 19. Januar 2021

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Die Umweltorganisation Germanwatch hat in Supermärkten in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und den Niederlanden Geflügelfleisch gekauft und 165 Proben in einem Labor der Universität Bochum untersuchen lassen. Probekäufe bei zwei Discountern haben in fünf europäischen Ländern ergeben: 51 Prozent der Hähnchenfleischproben sind mit resistenten Keimen belastet. Die aktuelle Untersuchung zeigt außerdem: 35 Prozent der untersuchten Hähnchen war mit Keimen belastet, die gegen sogenannte Reserve-Antibiotika resistent sind. 

Bei Geflügelfleisch eines deutschen Geflügelkonzerns wurden in 59 Prozent aller Proben antibiotikaresistente Erreger gefunden. 25 Prozent trugen dabei den, als sogenannten Krankenhauskeim bekannten, Erreger MRSA in sich. In Frankreich gekauftes Hühnerfleisch war in 45 Prozent der Fälle mit multiresistenten Keimen belastet. In den Niederlanden war jede dritte Hähnchenfleischprobe mit resistenten Keimen belastet. 

QUELLE:
► Meldung zdf.de 21.10.2020

Dr. Greta Riel

Resistente Keime bei Discounter-Geflügel

Die Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings der Bundesländer im Rahmen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung 2019 zeigen, dass Rohmilch potenziell krankmachende Keime enthalten kann.

Tankmilch, also unbehandelte Milch direkt vom Erzeugerbetrieb, war zu 4,9 % mit Shiga Toxin-bildenden E. coli (STEC) kontaminiert. Die Bedeutung von Rohmilch als mögliche Quelle für STEC-Infektionen des Menschen wird dadurch unterstrichen, dass die gewonnenen Bakterien-Isolate besonders häufig Träger des eae-Gens – einer der Hauptvirulenzfaktoren von STEC – waren.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 19.11.2020

Dr. Greta Riel

Zoonosen-Monitoring 2019: Untersuchung von Rohmilch

Die Infektionsrate von shigatoxin-bildenden E. coli (STEC) ist in Europa im Jahr 2018 im Vergleich zum vorherigen Jahr um 41 Prozent angestiegen. Das zeigen Daten des jährlichen Berichtes des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Somit waren STEC die am dritthäufigsten vorkommenden Zoonoseerreger nach Campylobacter und Salmonellen. Ein dazu beitragender Faktor könnte laut ECDC die zunehmende Verwendung von PCR-Methoden anstatt des Nachweises der Infektionserreger mittels Bakterienkulturen sein. Die Infektionen mit STEC erfolgen vorwiegend durch kontaminierte Lebensmittel, Tierkontakt oder Kontakt mit Tierkot.

QUELLE:
►  Meldung Food Safety News vom 05.05.2020

Dr. Greta Riel

Starker Anstieg von Infektionen mit E.coli in Europa

Wissenschaftler aus den USA untersuchten zuletzt vorgekommene Brucellose-Erkrankungen inklusive eines Ausbruches, der sich über 19 amerikanische Staaten erstreckte. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen roher Milch und den Infektionen besteht. Die steigende Gesundheitsgefahr durch Brucellen aufgrund von Rohmilchverzehr mache weitere Studien nötig.  Um die Infektionsgefahr durch Krankheitserreger in Milch, wie zum Beispiel RB 51 zu verhindern, sollte Milch immer pasteurisiert werden.

QUELLE:
►   Meldung aus den Food Safety News vom 29.04.2020

Dr. Greta Riel

Erkrankungen durch unpasteurisierte Milch

Im Jahr 2018 wurde ein bundesweites Überwachungsprogramm (BÜp) zur VTEC-Belastung von Getreidemehlen aus Mühlenbetrieben durchgeführt. In 34 der insgesamt 238 untersuchten Proben (14,3 Prozent) aus Weizen-, Roggen- und Dinkelmehlen wurde STEC (bzw. VTEC) nachgewiesen. Die positiven Proben stammen aus allen Regionen Deutschlands. Im Jahr 2020 werden im Rahmen des Zoonosemonitorings bundesweit Weizenmehle aus Mühlenbetrieben auf das Vorhandensein von Salmonellen und VTEC untersucht.

QUELLE:
►  Meldung Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) von Januar 2020

Dr. Greta Riel

Krankheitserreger im Mehl

Sowohl die Industrie als auch die Aufsichtsbehörden suchen ständig nach Wegen, das Wachstum von Listeria monocytogenes zu minimieren oder zu verhindern. Eine Studie untersuchte nun die Auswirkungen von Managementsystemen für die Lebensmittelsicherheit (Food Safety Management Systems = FSMS) und dem Vorhandensein eines zertifizierten Lebensmittelschutzmanagers (Certified Food Protection Management = CFPM) für das ordnungsgemäße einhalten der Kühlkette und des Mindesthaltbarkeitsdatums.

QUELLE:
► LIGGANS GL et al. (2019) Food Safety Management Systems, Certified Food Protection Managers, and Compliance with Food Safety Practices Associated with the Control of Listeria monocytogenes in Foods at Restaurants. Journal of Food Protection: July 2019, Vol. 82, No. 7, pp. 1116-1123.

Dr. Jörg Häseler

Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit im Vergleich
Behr's Verlag