Donnerstag, 15. November 2018

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Deutschland: Geringes Brucellose-Risiko durch Stutenmilch

Mikrobiologie

Brucellen werden vor allem durch Schafe, Ziegen, Rinder oder Schweine auf den Menschen übertragen. Menschen können sich direkt beim Tier oder über vom Tier gewonnene Lebensmittel infizieren ‒ dieses geschieht meist über den Verzehr von Rohmilch oder -käse.

QUELLE:
► Gemeinsame Stellungnahme Nr. 28 des BfR und des FLI vom 05.09.2018 (DOI: 10.17590/20180905-133055-0)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Deutschland: Geringes Brucellose-Risiko durch Stutenmilch

Baden-Württemberg: Importkontrollen auf Mykotoxine

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung werden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen Importproben auf Mykotoxine untersucht. Dabei wurden von 2015 bis 2017 insgesamt 106 Importproben (2016: 22 Proben) analysiert. Die meisten Proben stammten aus der Türkei und nur wenige aus dem Iran, aus Georgien, Aserbaidschan, Jordanien, Ägypten und Australien. Von 2015 bis 2017 wurden bei Haselnüssen, Sultaninen und Gewürzen die EU-Vorschriften eingehalten ‒ Pistazien und getrocknete Feigen waren immer wieder auffällig.

QUELLE:
► Informationsdienst des CVUA Sigmaringen vom 12.07.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Baden-Württemberg: Importkontrollen auf Mykotoxine

Hautdiphtherie: Mehr Infektionen durch Haustiere?

Mikrobiologie

In Deutschland steigt möglicherweise die Zahl von zoonotischen Infektionen mit Corynebacterium ulcerans, das auch von Haustieren übertragen werden kann. Im Konsiliarlabor für Diphtherie am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden zwischen 2011 und 2016 in 66 Isolaten C. ulcerans nachgewiesen ‒ 56 Proben waren von Haut oder Weichteilen entnommen worden. Lediglich sechs Isolate stammten aus dem Mund-Rachen-Raum ‒ dem üblichen Ausgangsort einer Diphtherie.

QUELLE:
► Epidemiologisches Bulletin Nr. 8 des RKI vom 22.02.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Hautdiphtherie: Mehr Infektionen durch Haustiere?

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?

Mikrobiologie | Gesundheit

Studien zufolge könnte die verstärkte Nutzung der Trehalose („Mykose“) zum Süßen von Nahrungsmitteln die Ausbreitung der virulenten Clostridium difficile-Stämme RT027 und RT078 begünstigt haben, die für die Zunahme von Todesfällen durch antibiotikaresistente Darminfektionen verantwortlich gemacht werden.

Laut Schätzungen des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sind in 2015 in den USA nahezu eine halbe Million C. difficile-Infektionen (CDI) aufgetreten und ca. 29.000 Menschen verstorben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in 2016 in Deutschland 2.337 Fälle gemeldet. Der Zuwachs wird auf die Ribotypen (RT) 027 und 078 zurückgeführt ‒ der Grund für die starke Ausbreitung in den letzten Jahren ist unbekannt.

QUELLE:
► Nature vom 03.01.2018 (DOI: 10.1038/nature25178)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?

Steigende Gefahr durch Hantavirus-Infektionen

Mikrobiologie

Ein Forscherteam um Prof. Sven Klimpel (Goethe-Universität Frankfurt) hat mit Experten des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Daten gesammelt, um räumliche, zeitliche und saisonale Muster für das Auftreten der Hantavirus-Infektionen zu analysieren. Nach Angaben der Goethe-Universität Frankfurt ist das durch die Rötelmaus übertragene Puumala-Virus (PUUV) in den häufigsten Fällen die Ursache für eine Infektion. Die selbst nicht erkrankende Rötelmaus kann den Menschen etwa durch einen Biss infizieren.

QUELLE:
► PeerJ vom 01.02.2018 (DOI: 10.7717/peerj.4255)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Steigende Gefahr durch Hantavirus-Infektionen

EU: Geringe Inzidenz von TSE

Mikrobiologie

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihren zweiten EU-Kurzbericht zur Überwachung von Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) veröffentlicht. Bei TSE handelt es sich um die Krankheiten Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), Scrapie und Chronic Wasting Disease (CWD), die das Gehirn und das Nervensystem von Menschen und Tieren befallen. Mit Ausnahme der klassischen BSE liegen für keine TSE wissenschaftliche Hinweise vor, dass sie auf den Menschen übertragen werden könnten.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 30.11.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5069)

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Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EU: Geringe Inzidenz von TSE

Niedersachsen: Paratuberkulose-VO gültig

Mikrobiologie | Recht & Normen

In Niedersachsen sind seit dem 01.11.2017 Milchviehbetriebe entsprechend der Niedersächsischen Paratuberkulose-Verordnung (Nds. ParaTb-VO) verpflichtet, ihren Bestand einmal jährlich auf Paratuberkulose untersuchen zu lassen. Das Hauptanliegen der Nds. ParaTb-VO ist die Untersuchungspflicht aller über 24 Monate alten Zuchtrinder anhand von Einzelblut- und Einzelmilchproben oder von Bestandsmilchproben ‒ ausgenommen sind die Zuchtrinder von Mutterkuhbeständen. Es werden die Proben genutzt, die sowieso zur Untersuchung auf das Bovine Herpesvirus Typ 1 (BHV1) genommen werden müssen.

QUELLE:
► Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 27.10.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Niedersachsen: Paratuberkulose-VO gültig

ASP: Austausch praxisbewährter Ansätze entscheidend

Mikrobiologie

Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem veröffentlichten wissenschaftlichen Bericht ist der Austausch praxisbewährter Ansätze bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von entscheidender Bedeutung, um die Ausbreitung der ASP und damit die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen für die Lebensmittelwirtschaft einzudämmen. Hierzu gehören Früherkennungsmethoden und rigorose Sofortmaßnahmen. Die EFSA unterstützt die baltischen Länder und Polen bei der Auswertung von bis September 2017 erhobenen epidemiologischen Daten.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 07.11.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5068)

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Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

ASP: Austausch praxisbewährter Ansätze entscheidend

Deoxynivalenol: Risikobewertung durch die EFSA

Mikrobiologie

Das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) wird im Wesentlichen von Pilzen der Gattung Fusarium gebildet und kommt vorzugsweise in Getreide (Cerealien) vor. Auf Anforderung der EU-Kommission hat das CONTAM-Panel der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Risiken durch DON und eine Reihe von Metaboliten (3-Acetyl-DON (3-Ac-DON), 15-Acetyl-DON (15 Ac-DON) und DON-3-Glucosid) für die Gesundheit von Menschen und Tieren bewertet.

Insgesamt standen für diese Bewertung für die vier genannten Verbindungen 27.537, 13.892, 7.270 bzw. 2.266 analytische Daten in Lebens- und Futtermitteln sowie unverarbeitetem Getreide aus 2007 bis 2014 zur Verfügung.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 11.09.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.4718)

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Deoxynivalenol: Risikobewertung durch die EFSA

Trichothecene in Lebens- und Futtermitteln: Exposition

Mikrobiologie

Das T-2-Toxin (T-2) und das HT-2-Toxin (HT-2) gehören zur Gruppe der Trichothecene, die wiederum Teil der Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) aus der Fusarium-Gruppe sind. In 2012/2013 wurde auf europäischer Ebene vereinbart, für diese Mykotoxine in Getreide und Getreideprodukten (Lebens- und Futtermittel) ein umfangreiches Monitoring durchzuführen, um Expositionsdaten über die genannten Produkte zu erarbeiten.

Die sich aus diesen Daten ergebenden Expositionen wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem umfangreichen Bericht (August 2017) ausgewertet.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 14.08.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.4972)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Trichothecene in Lebens- und Futtermitteln: Exposition

Vogelgrippe: Neue wissenschaftliche Empfehlungen

Mikrobiologie

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellen wild lebende Zugvögel, die die nordöstliche und östliche Grenze der EU überqueren, den wahrscheinlichsten Weg für die Einschleppung der Vogelgrippe in das EU-Gebiet dar. Experten bewerteten das Risiko der Einschleppung der Aviären Influenza in die EU und untersuchten Ansätze zu ihrer Überwachung – u. a. das Monitoring durch die Mitgliedstaaten und von diesen ergriffene Maßnahmen zur Minimierung der Ausbreitung der Vogelgrippe.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 16.10.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.4991)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Vogelgrippe: Neue wissenschaftliche Empfehlungen

Vogelgrippe: Virus durch Schale infektiös

Mikrobiologie | QM & QS

Eine Übertragung von Vogelgrippe-Viren von Mensch zu Mensch findet nicht sehr häufig statt. Eine mögliche Ursache, dass die Viren Menschen nicht direkt infizieren, könnte eine eierschalenartige Mineralschicht sein, die die Viren aufgrund der hohen Kalzium-Konzentration im Darm von Vögeln – dem vorwiegenden Aufenthaltsort von Vogelgrippe-Viren – erhalten. Laut einer Mitteilung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) haben Wissenschaftler um Hangyu Zhou bei Versuchen mit in einer dem Vogeldarm-Milieu nachempfundenen Lösung analysiert, dass sich um H9N2- und H1N1-Viren 5 bis 6 nm dicke Schalen aus einem Kalziumphosphat-Mineral bilden.

QUELLE:
► Angewandte Chemie vom 17.08.2017 (DOI: 10.1002/ange.201705769)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Vogelgrippe: Virus durch Schale infektiös
Behr's Verlag