Montag, 28. September 2020

Passwort vergessen?

Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Die Infektionsrate von shigatoxin-bildenden E. coli (STEC) ist in Europa im Jahr 2018 im Vergleich zum vorherigen Jahr um 41 Prozent angestiegen. Das zeigen Daten des jährlichen Berichtes des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Somit waren STEC die am dritthäufigsten vorkommenden Zoonoseerreger nach Campylobacter und Salmonellen. Ein dazu beitragender Faktor könnte laut ECDC die zunehmende Verwendung von PCR-Methoden anstatt des Nachweises der Infektionserreger mittels Bakterienkulturen sein. Die Infektionen mit STEC erfolgen vorwiegend durch kontaminierte Lebensmittel, Tierkontakt oder Kontakt mit Tierkot.

QUELLE:
►  Meldung Food Safety News vom 05.05.2020

Dr. Greta Riel

Starker Anstieg von Infektionen mit E.coli in Europa

Wissenschaftler aus den USA untersuchten zuletzt vorgekommene Brucellose-Erkrankungen inklusive eines Ausbruches, der sich über 19 amerikanische Staaten erstreckte. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen roher Milch und den Infektionen besteht. Die steigende Gesundheitsgefahr durch Brucellen aufgrund von Rohmilchverzehr mache weitere Studien nötig.  Um die Infektionsgefahr durch Krankheitserreger in Milch, wie zum Beispiel RB 51 zu verhindern, sollte Milch immer pasteurisiert werden.

QUELLE:
►   Meldung aus den Food Safety News vom 29.04.2020

Dr. Greta Riel

Erkrankungen durch unpasteurisierte Milch

Im Jahr 2018 wurde ein bundesweites Überwachungsprogramm (BÜp) zur VTEC-Belastung von Getreidemehlen aus Mühlenbetrieben durchgeführt. In 34 der insgesamt 238 untersuchten Proben (14,3 Prozent) aus Weizen-, Roggen- und Dinkelmehlen wurde STEC (bzw. VTEC) nachgewiesen. Die positiven Proben stammen aus allen Regionen Deutschlands. Im Jahr 2020 werden im Rahmen des Zoonosemonitorings bundesweit Weizenmehle aus Mühlenbetrieben auf das Vorhandensein von Salmonellen und VTEC untersucht.

QUELLE:
►  Meldung Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) von Januar 2020

Dr. Greta Riel

Krankheitserreger im Mehl

Sowohl die Industrie als auch die Aufsichtsbehörden suchen ständig nach Wegen, das Wachstum von Listeria monocytogenes zu minimieren oder zu verhindern. Eine Studie untersuchte nun die Auswirkungen von Managementsystemen für die Lebensmittelsicherheit (Food Safety Management Systems = FSMS) und dem Vorhandensein eines zertifizierten Lebensmittelschutzmanagers (Certified Food Protection Management = CFPM) für das ordnungsgemäße einhalten der Kühlkette und des Mindesthaltbarkeitsdatums.

QUELLE:
► LIGGANS GL et al. (2019) Food Safety Management Systems, Certified Food Protection Managers, and Compliance with Food Safety Practices Associated with the Control of Listeria monocytogenes in Foods at Restaurants. Journal of Food Protection: July 2019, Vol. 82, No. 7, pp. 1116-1123.

Dr. Jörg Häseler

Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit im Vergleich

Salmonellen, gentechnisch veränderte Lebensmittel und Mikroplastik in Lebensmitteln sind die Gesundheits- und Verbraucherthemen, die auf der Bekanntheitsskala von VerbraucherInnen ganz oben stehen. Dennoch halten über drei Viertel der Deutschen Lebensmittel für sicher.

QUELLE:
► Meldung des BfR vom 14.05.2019
siehe auch "Nationales Referenzzentrum für Salmonellen und andere bakterielle Enteritiserreger"

Dr. Jörg Häseler

Die Wahrnehmung der Deutschen über gesundheitliche Risiken

Seit mehreren Jahren ist ein Rückgang der Salmonellose-Fälle in der EU zu beobachten. EFSA-Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Festlegung strengerer Grenzwerte für Salmonellen bei Legehennen auf landwirtschaftlicher Ebene dazu beitragen könnte, Fälle dieser Herkunft noch weiter, nämlich um die Hälfte zu reduzieren.

QUELLE:
► Meldung der EFSA vom 18.02.2019

Elisa Halilovic

Salmonellenfälle beim Menschen: Bewertung der aktuellen Reduktionsziele der EU
Behr's Verlag