Donnerstag, 17. August 2017

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Artikel in Kategorie Mikrobiologie

Hepatitis E: Weltweit deutliche Zunahme der Infektionen

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | Gesundheit

Infektionen mit dem Hepatitis E-Virus (HEV) sind weltweit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass pro Jahr 20 Millionen Neuinfektionen auftreten, die zu drei Millionen akuten Fällen und mindestens 56.000 Todesfällen führen, insbesondere bei empfindlichen Personen wie Alten, Schwangeren und Immungeschwächten.

QUELLEN:
► Pressemitteilung der EFSA vom 11. Juli 2017: www.efsa.europa.eu/de/press/news/170711
► EFSA Journal (2017; 15 (7): 4886 (89 pp.), DOI: 10.2903/j.efsa.2017.4886)
► Eurosurveillance (Volume 22, Issue 26) vom 29. Juni 2017: www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=22824

Fachinformationsdienst „Food & Hygiene“, 23. Newsflash 17.07.2017, Behr's Verlag

Hepatitis E: Weltweit deutliche Zunahme der Infektionen

Pflanzenschutzmittel und organische Kontaminanten in Lebensmitteln

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie

2016 wurden am CVUA Freiburg 1 093 Proben tierischer Herkunft auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und organischen Kontaminanten untersucht – 668 dieser Proben stammten aus dem Lebensmittelhandel (Fleisch und -produkte, Fisch und -produkte, Milch und -produkte, Eier, Babynahrung (Gläschen mit Fleisch/Fisch-Anteil)).

QUELLEN:
► Informationsdienst des CVUA Freiburg vom 18.05.2017: www.untersuchungsämter-bw.de/pub/default.asp

► Auszug aus FOOD & HYGIENE, Ausgabe 06/2017, S. 8, Behr's Verlag

Pflanzenschutzmittel und organische Kontaminanten in Lebensmitteln

Gefährliche Keime reisen um die Welt

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ermittelt, dass Toiletten auf Flughäfen auch für Keime ein „Umsteigepunkt“ darstellen. Die Experten um Dr. Frieder Schaumburg und Prof. Karsten Becker vom Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Münster analysierten von Dezember 2012 bis November 2015 Abstriche von 400 Türklinken von 136 Flughäfen in 59 Ländern.

QUELLEN:
► Clinical Microbiology and Infection von Dezember 2016: dx.doi.org/10.1016/j.cmi.2016.09.010

► Auszug aus FOOD & HYGIENE, Ausgabe 06/2017, S. 19, Behr's Verlag

Gefährliche Keime reisen um die Welt

Gewürze und Kräuter: Einschätzung gesundheitlicher Risiken

Mikrobiologie | QM & QS

Der EU-Markt ist einer der größten Märkte für Kräuter und Gewürze in der Welt. Die meisten dieser Produkte kommen als Rohmaterialien aus Drittländern zu uns. Eine Kontamination der Gewürze und Kräuter mit biologischen oder chemischen Gefahren („Hazards“) kann auf den verschiedensten Wegen erfolgen. So können Mikroorganismen, Rückstände und Kontaminanten während der Primärproduktion, der Verarbeitung, der Lagerung und dem Transport in die Produkte und deren Zubereitungen gelangen.

QUELLEN:
► EU-Projekt „SPICED“: www.spiced.eu
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/cm/349/spiced-symposium-programme.pdf
www.lebensmittelwarnung.de

► Auszug aus Food & Hygiene 07/2016, S. 03 ff., Behr's Verlag

Gewürze und Kräuter: Einschätzung gesundheitlicher Risiken

Rohmilchkäse – Wert und Risiken

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS

Die Vielfalt der Käsesorten weltweit ist kaum zu überschauen. Zahlreiche Käse werden traditionell aus roher (nicht pasteurisierter) Milch produziert. Viele „berühmte“ Käse mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung wie Comté, Camembert und Roquefort werden aus Rohmilch hergestellt. Von diesen Käsen werden etwa 350 000 Tonnen in Frankreich und nahezu 500 000 Tonnen im übrigen Europa produziert. Für die bevorzugten und vom Verbraucher besonders geschätzten sensorischen Eigenschaften („Flavour“) werden bestimmte Mikroorganismen sowie natürliche und in der Rohmilch vorhandene Enzyme verantwortlich gemacht, zumal diese zwischen den Jahreszeiten deutlich variieren können.

QUELLEN:
► IDF von Dezember 2016: www.fil-idf.org/wp-content/uploads/2016/12/Raw-milk-cheeses.pdf
► Fragen und Antworten des BfR vom 13.04.2016:
www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zum-verzehr-von-rohmilch.pdf
► BfR („Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt“):
www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf
► Codex Alimentarius („Code of Hygienic Practice for Milk and Milk Products, CAC/RCP 57-2004”):
www.fao.org/fao-who-codexalimentarius/standards/list-of-standards/en/
► FAO: www.fao.org/ag/againfo/themes/documents/lps/dairy/mpv/lactoperoxidase/faqanswer.htm

Food & Hygiene 02/2017, S. 3 ff., Behr's Verlag

Rohmilchkäse – Wert und Risiken

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Ende 2011 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine wissenschaftliche Stellungnahme zu den Risiken durch die Fusarien-Toxine (Mykotoxine) T-2 und HT-2 für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Lebens- und Futtermittel veröffentlicht und für die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge einen Gruppen-TDI von 100 ng/kg Körpergewicht (0,10 μg/kg KG) für die Summe von T-2- und HT-2-Toxinen abgeleitet.

Die EU-Kommission beauftragte die EFSA in 2015 mit der Überprüfung der toxikologischen Eigenschaften der modifizierten Formen der T-2- und HT-2-Toxine.

QUELLEN:
► EFSA Journal (15 (1): 4655 (53 pp.)) vom 26.01.2017: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4655
► EFSA Journal (9 (12): 2481 (187 pp.)) vom 19.12.2011: www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2481

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Mikrobiologie | Gesundheit

Sich vollwertig ernährende Menschen sind in zwei prospektiven Beobachtungsstudien seltener an Tumoren erkrankt, in denen Gene von Fusobacterium nucleatum ermittelt wurden. Bei Tumoren ohne Nachweis des Darmbakteriums bestand keine Verbindung zum Ernährungsverhalten. Der Nachweis von F. nucleatum ist häufig mit einem aggressiven Verlauf von bestimmten Krebsen des Dickdarms (Kolorektalkarzinome) verbunden. F. nucleatum gehört zu den Darmbakterien, die durch eine westliche Kost mit einem hohen Anteil von rotem und verarbeitetem Fleisch begünstigt werden.

QUELLE:
► JAMA Oncology vom 26.01.2017:
http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2598745

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Clostridium difficile

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie

C. difficile ist ein obligat anaerob wachsendes, grampositives Stäbchenbakterium, das sehr resistente Sporen mit hoher Toleranz gegenüber Hitze und Austrocknung und einer Reihe verschiedener chemischer Substanzen einschließlich bestimmter Desinfektionsmittel bildet. Die erstmalige Identifizierung erfolgte Ende der 1970er-Jahre als Erreger von Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Antibiotika.

QUELLEN:
► BfR-Symposium Zoonosen und Lebensmittelsicherheit („Clostridium difficile als Zoonosenerreger? Ein Update“ (Sven Maurischat)): www.bfr.bund.de/cm/343/symposium-zoonosen-und-lebensmittelsicherheit-abstracts.pdf
► Robert Koch-Institut (RKI): www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Clostridium.html?nn=2393714
► Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): www.lgl.bayern.de/suche/index.htm?q=Clostridium%20difficile

Food & Hygiene PRAXIS 01/2017, S. 2 f., Behr's Verlag

Clostridium difficile

Schwefeldioxid und Sulfite

Mikrobiologie | QM & QS | Recht & Normen | Gesundheit

Schwefeldioxid und Sulfite (E 220 ff.) sind als Lebensmittelzusatzstoffe in der EU zugelassen (Verordnung (EG) Nr. 1333/2008). Aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung gegenüber Hefen, Pilzen und Bakterien erfolgt die Anwendung dieser Stoffe als Konservierungsmittel. Zudem werden sie als Antioxidationsmittel verwendet, da sie unerwünschte Oxidationsprozesse in Lebensmitteln durch Luftsauerstoff unterbinden bzw. verlangsamen.

QUELLEN:
► EFSA Journal (2016; 14 (4): 4438 (151 pp.): www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/4438
► Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 18. Mai 2012:
www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kennzeichnung/allergene/allergene_lebensmittel/schwefeldioxid.htm
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-meal-studie-vorlaufige-stoffliste.pdf

Food & Hygiene PRAXIS 04/2016, Behr's Verlag

Schwefeldioxid und Sulfite
Behr's Verlag