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Dienstag, 08 August 2017

Neue EFSA-Leitlinien: Allergenitätsbewertung von GV-Pflanzen

Hygiene & HACCP | QM & QS

Neue EFSA-Leitlinien: Allergenitätsbewertung von GV-Pflanzen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ergänzende Leitlinien zur Allergenität veröffentlicht, um die Risikobewertung von genetisch veränderten (GV) Pflanzen weiter zu stärken. Die Leitlinien berücksichtigten neue wissenschaftliche und regulatorische Entwicklungen und ergänzen die Empfehlungen in den bestehenden Leitlinien und Verordnungen. Die neuen Leitlinien beziehen sich auf drei spezifische Bereiche:

  • Nicht-IgE-vermittelte unerwünschte Immunreaktionen auf Lebensmittel umfassen eine große Gruppe von Krankheiten, die meist während der Kindheit auftreten. Zöliakie ist die am besten beschriebene dieser Krankheiten und die einzige Erkrankung dieses Typs, mit der sich die Leitlinien befassen. Die Leitlinien enthalten detaillierte Empfehlungen dazu, wie das Risiko von neuartigen Proteinen in GV-Pflanzen im Hinblick auf die Auslösung von Zöliakie zu bewerten ist.
  • In vitro-Verdaulichkeitstests liefern wertvolle Informationen darüber, wie sich ein neu geschaffenes Protein in einer GV-Pflanze bei der Verdauung verhält – ein wichtiger Aspekt für die Gesamtsicherheitsbewertung. Die neuen Leitlinien enthalten Vorschläge zur Verfeinerung der aktuell durchgeführten in vitro-Tests und empfehlen, ihren Mehrwert während einer zweijährigen Übergangszeit zu bewerten.
  • Die Bewertung endogener Allergenität stellt sicher, dass die genetische Veränderung den Allergengehalt der GM-Pflanze im Vergleich zu ihrem herkömmlichen Pendant nicht nachteilig beeinflusst. Die Leitlinien enthalten detaillierte Informationen, wie diese Anforderung zu erfüllen ist.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 22.06.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

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