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Montag, 03 Oktober 2022

Mykotoxine in Getreide und Getreidemahlerzeugnissen

Hygiene & HACCP

Mykotoxine in Getreide und Getreidemahlerzeugnissen

Im Zeitraum von Anfang 2017 bis Mitte 2022 analysierte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen insgesamt 287 Proben Getreidekörner und 556 Proben Mehle, Grieße und Schrote. Die häufigsten Getreidesorten waren dabei Weizen, Hartweizen, Roggen, Dinkel und Mais. Lebensmittelüberwachungsbehörden entnehmen die Proben in den unterschiedlichsten Betrieben von Mühlen über den Großhandel oder Supermärkte bis hin zu Herstellern, die Getreide verarbeiten, wie Bäcker oder Nudelfabriken. Die Untersuchungspalette umfasste unterschiedliche Mykotoxine.

Von den 843 untersuchten Proben überschritten insgesamt sechs Proben Getreidekörner und drei Proben Getreidemahlerzeugnisse die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte für Deoxynivalenol, Ochratoxin A oder Aflatoxine und mussten beanstandet werden. Am häufigsten wurde der Höchstgehalt von Deoxynivalenol überschritten. Insgesamt war die Beanstandungsquote mit 1,1 % aber gering. Das bedeute laut CVUA jedoch nicht, dass die restlichen Proben frei von Mykotoxinen waren. Im Durchschnitt wies das CVUA Sigmaringen in gut der Hälfte der untersuchten Proben (59 %) ein oder mehrere Mykotoxinarten nach – die Gehalte lagen jedoch unterhalb der Höchstgehalte oder Richtwerte. Bei der anderen Hälfte der Proben waren keine Mykotoxingehalte oberhalb der Bestimmungsgrenzen der aktuellen Analysenmethoden festzustellen.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 08.09.2022

Dr. Greta Riel

Behr's Verlag