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Dienstag, 02 Februar 2021

Kartoffeln auf Rückstände untersucht

Hygiene & HACCP

Kartoffeln auf Rückstände untersucht

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am CVUA Stuttgart in den vergangenen 5 Jahren insgesamt 228 Proben Kartoffeln aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pestiziden und Kontaminanten untersucht. In 212 dieser Proben (93 %) wurden Rückstandsgehalte nachgewiesen, 177 Proben (78 %) enthielten dabei Mehrfachrückstände. Eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurde in 10 Proben Kartoffeln festgestellt. Fünf dieser Proben stammten aus Deutschland, drei aus Zypern und je eine aus Frankreich und Israel. Zusätzlich wurden acht Proben aufgrund eines überhöhten Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet. Chlorat-Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln können auch infolge einer Verunreinigung durch die Umwelt in das Lebensmittel gelangen.

Bei zwei Proben aus ökologischem Anbau wurden die festgelegten Höchstgehalte überschritten. In einer Probe wurde ein überhöhter Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet, die andere Probe enthielt zu viel Melamin. In keiner der untersuchten Kartoffelproben wurden Mehrfachrückstände nachgewiesen.

Trotz des häufigen Nachweises von Chlorpropham, das zur Verbesserung der Lagerfähigkeit von Kartoffeln verwendet wird, wurde in den konventionell erzeugten Kartoffelproben der gesetzlich festgelegte Höchstgehalt nie überschritten. Im Hinblick auf die Belastung mit weiteren Pflanzenschutzmitteln zeigt sich (ohne Berücksichtigung der formalen Beanstandungen von Chlorat): 96 % der seit 2016 untersuchten Proben Kartoffeln aus konventionellem Anbau sind unauffällig, bei ökologisch erzeugter Ware sogar 98 %.

QUELLE:
► Meldung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 10.11.2020

Dr. Greta Riel

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