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Dienstag, 17 März 2015

Desinfektion: Mit „Kaltem Plasma“ gegen Noroviren?

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Desinfektion: Mit „Kaltem Plasma“ gegen Noroviren?
© Michael Bhrke / pixelio.de

Nach Angaben der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) könnte die Anwendung von Kaltem Plasma (stille elektrische Entladung oder dielektrische Barriereentladung) die Infektionsgefahr über den Kontakt mit Noroviren kontaminierten Oberflächen reduzieren. Forscher präparierten sterile Petrischalen mit verschiedenen Verdünnungen einer Stuhlprobe, in der sich Noroviren befanden, um die Wirkung des Kalten Plasmas auf Noroviren zu untersuchen.

Anschießend ließen sie das Kalte Plasma unterschiedlich lang auf die Proben wirken. Nach der Behandlung zeigte sich, dass die Proben mit der längsten Einwirkzeit die geringsten Keimzahlen aufwiesen. Das Kalte Plasma reduzierte die Zahl der potenziell infektiösen Viruspartikel nach 10 min von 22.000 auf 1.400 ‒ nach 15 min waren noch 500 Viruspartikel vorhanden.

Prof. Günter Klein (TiHo Hannover): „Da Kaltes Plasma das Norovirus auf der getesteten Oberfläche inaktivieren kann, gehen wir davon aus, dass die Methode zur regelmäßigen Desinfektion von kontaminierten Oberflächen eingesetzt werden kann.“

► Ärzte Zeitung vom 02.02.2015
► mBio (6(1): e02300-14, DOI: 10.1128/mBio.02300-14)

Bild: www.pixelio.de

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