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Montag, 03 Februar 2020

Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Hygiene & HACCP

Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Stichproben von Miesmuscheln, Heringen und Austern aus dem Hamburger Fischhandel enthalten Mikroplastik. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Süddänischen Universität im Auftrag einer internationalen Umweltorganisation. Mitarbeiter der Organisation hatten die Meeresfrüchte und Fische im November 2019 gekauft. Sie stammen laut Händlerangaben aus Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik.

Die insgesamt 72 Tiere wurden anschließend im Institut für Biologie der Universität Süddänemark in Odense untersucht. In 6 von 10 Austern, in 8 von 20 Miesmuscheln und in 2 von 3 Heringen wurde Mikroplastik nachgewiesen. In ebenfalls untersuchten, ungepulten Nordseekrabben, Garnelen und Grönland-Shrimps fanden sich keine Mikroplastik-Partikel.

Mikroplastik ist weltweit ein Problem in den Ozeanen. Jährlich landen zwischen 5 und 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer - entweder als Mikroplastik-Partikel oder größere Plastikteile. Letztere werden durch den Einfluss von Wind, Wellen und UV-Strahlung zu Mikroplastik zerkleinert. Die Teilchen können von vielen Meeresorganismen nicht von Nahrung unterschieden werden und landen durch direkte Aufnahme oder über die Nahrungskette in Fischen, Muscheln, Garnelen und Krabben. Eine Umweltorganisation hat erst kürzlich in einer umfangreichen Studie nachgewiesen, dass sich auch bei Muscheln, Garnelen und Fischen aus dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer Mikroplastikpartikel nachweisen lassen.

QUELLE:
►  Meldung des Greenpeace e.V. vom 30.12.2020

Dr. Greta Riel

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