Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Artikel in Kategorie Hygiene & HACCP

Das CVUA Sigmaringen hat im Jahr 2019 insgesamt 43 Proben Getreideflocken, davon 18 Proben aus ökologischem Anbau, auf die Belastung mit neun wichtigen Mykotoxinen untersucht. Beim Großteil der Proben handelte es sich um Haferflocken (29 Proben). 

Der Anteil der mit Mykotoxinen belasteten Proben lag bei den konventionellen Getreideflocken mit 72 % deutlich höher als bei den Bio-Getreideflocken mit 22 %. Fünf der neun untersuchten Mykotoxine waren in keiner der Proben nachweisbar. 

QUELLE:
►  Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen vom 12.08.2020

Dr. Greta Riel

Mykotoxine in Getreideflocken

Bezüglich des neuartigen SARS-CoV-2-Virus gibt es Vermutungen, dass das Virus auf Oberflächen, also z.B. auch auf Lebensmittelverpackungen, über einen kurzen Zeitraum, überlebt und somit Infektionen auslösen könnte. Für eine Übertragung des Virus von Lebensmitteln auf den Menschen gibt es aktuell jedoch keinerlei Hinweise. Dies kann sowohl Veröffentlichungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) entnommen werden.

Für Wissenschaftler des LHL stellte sich die Frage, ob es trotz der in diesen Betrieben angewendeten strengen Hygienerichtlinien wegen COVID19-Erkrankungen von Mitarbeitern zu einer Kontamination der Fleischoberfläche mit SARS-CoV-2-Virus kommen könnte - und ob auf diese Art das Virus möglicherweise bis zum Verbraucher gelangen könnte.

QUELLE:
►  Pressemitteilung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor vom 12.06.2020

Dr. Greta Riel

Kein Nachweis des SARS-CoV-2-Virusgenoms auf der Oberfläche von Fleischproben

Bei Geflügelfleisch tauchen immer wieder Probleme für die Lebensmittelsicherheit auf, weil diese mit Pathogenen, insbesondere Campylobacter und Salmonella kontaminiert sind. Chlorbehandlungen im Schlachtprozess sind nur bedingt sinnvoll und sind in der EU nicht  zugelassen.

Zur Erforschung dieser Thematik läuft am DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V.) in Quakenbrück aktuell ein Forschungsprojekt, bei dem der Einsatz von Bakteriophagen und Laserbestrahlung kombiniert werden. Um die bakterielle Belastung zu reduzieren werden verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Wirkungsweise, optische Technologien und biotechnologische Verfahren zur Dekontamination kombiniert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIL setzen Bakteriophagen ein, um der Kontamination mit Pathogenen gezielt entgegen zu wirken.

QUELLE:
►  Pressemitteilung DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. vom 16.06.2020

Dr. Greta Riel

Bakteriophagen und Laserbestrahlung zur Dekontamination von Geflügelfleisch

Das Ergebnis eines Langzeittests einer Umweltschutzorganisation in Zusammenarbeit mit dem KIN Lebensmittelinstitut Neumünster zeigt: Lebensmittel wie Eier, Tofu oder Käse verderben nicht, sobald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) verstreicht, sondern sind oftmals noch monatelang haltbar und genießbar. Im Kühlschrank gelagerte Eier hielten sich ganze 112 Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch in der obersten Güteklasse, danach wären sie zum Backen, aber nicht roh weiterhin genießbar gewesen. Naturjoghurt im Becher, original verpackter Käse am Stück, Tofu und Tortellini mit Käse in eingeschweißten Packungen sind sogar ein halbes Jahr nach dem Einkauf und monatelang abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch einwandfrei. Original verpackte Salami in der veganen und der Fleisch-Variante war in beiden Fällen zusätzliche 85 Tage genießbar, die eingeschweißten Falafel-Bällchen brachten es auf immerhin 49 geschenkte Tage. 22 Tage nach Ablauf des MHD war der eingeschweißte Käse in Scheiben nicht mehr genießbar. Zu den Gründen für Testabbrüche zählten erhöhte Keimzahlen, Schimmelbildung sowie Abweichungen in Optik, Geschmack oder Geruch.

QUELLE:
►  Meldung auf yumda.de vom 19.06.2020

Dr. Greta Riel

Lebensmittel sind deutlich über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar

Von 2010 bis Ende 2019 wurden im CVUA Stuttgart 17.222 Proben Obst und Gemüse aus konventionellem (14.571) und ökologischem Anbau (2.651) auf Rückstände an Glyphosat untersucht.

Bei 78 der Proben wurden Glyphosatrückstände oberhalb der Bestimmungsgrenze von 0,02 mg/kg nachgewiesen. Dies entspricht einem Anteil von insgesamt 0,45 %. Von den 78 positiv getesteten Proben stammen 72 Proben aus konventionellem und 6 Proben aus ökologischem Anbau. Der höchste bestimmte Glyphosatgehalt wurde zu 9,3 mg/kg in einer Probe Leinsamen ermittelt. Ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse war also weniger häufig mit Glyphosatrückständen belastet als konventionell erzeugte Ware.

QUELLE:
►  Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 13.05.2020

Dr. Greta Riel

Glyphosat in Obst und Gemüse

Bei der Lebensmittelüberwachung in Deutschland im Jahr 2018 wurden in Mehlproben (Weizen, Dinkel und Roggen) immer wieder Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen. Escherichia (E.) coli sind Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Tieren und Menschen vorkommen. Werden E. coli in Lebensmitteln nachgewiesen, gelten diese als wichtiger Hinweis auf eine fäkale Verunreinigung. Auch direkte Übertragungen zwischen Tier und Mensch sowie von Mensch zu Mensch sind möglich.

QUELLE:
►   Stellungnahme Nr. 004/2020 des BfR vom 20. Januar 2020

Dr. Greta Riel

Krankheitserreger im Mehl

Salmonellen gehören zu den häufigsten Ursachen von lebensmittelbedingten Erkrankungen und werden häufig durch Eier übertragen. Wissenschaftler der australischen Flinders University haben einen Weg gefunden, mit Salmonella typhimurium kontaminierte Eierschalen zu dekontaminieren, ohne die Eierschale zu beschädigen. Die Methode beruht auf einem temperaturkontrollierten Wasserbad mit der soud-vide Technik (Vakuumgaren im Wasserbad).

QUELLE:
►  Meldung der Food Safety News vom 05.02.2020 sowie des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vom 11.04.2019

Dr. Greta Riel

Dekontamination von Eierschalen

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart in den Jahren 2015 bis 2019 55 Avocadoproben aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pestiziden und anderen Kontaminanten untersucht. In 48 dieser Proben (87 %) wurden Rückstandsgehalte nachgewiesen, 41 Proben (75 %) enthielten dabei zwei oder mehr Rückstände. Eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurde in sechs Proben Avocados festgestellt. Fünf dieser Proben wurden aufgrund eines überhöhten Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet, eine Probe enthielt den Wachstumsregulator Chlormequatchlorid über dem zulässigen Höchstgehalt.

QUELLE:
►  Bericht des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 29.01.2020

Dr. Greta Riel

Untersuchung von Avocados
Behr's Verlag