Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Artikel in Kategorie Hygiene & HACCP

Das CVUA Stuttgart untersuchte im Jahr 2020 80 Crushed Ice aus Lebensmittelbetrieben aus ganz Baden-Württemberg. Von den 80 untersuchten Proben wurden 12 Proben als hygienisch bedenklich gemäß Art. 4 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene beurteilt. In diesem Zusammenhang wurde bei den durch Bakterien kontaminierten Proben auch eine nachteilige Beeinflussung im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 der nationalen Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) ausgesprochen.

QUELLE:
► Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 20.01.2021

Dr. Greta Riel

Untersuchung von Crushed Ice

Rückstände von Ethylenoxid in Sesam machen seit Monaten Schlagzeilen. Mehr als 40 Rückrufe in Deutschland hat das Portal Lebensmittelwarnung.de seit September 2020 veröffentlicht. Das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel meldete seit September mehr als 450 Funde – fast nur in Sesam aus Indien. An den EU-Grenzen werden Sesam-Importe aus Indien mittlerweile verstärkt kontrolliert. 

QUELLE:
► Stiftung Warentest vom 08.02.2021

Dr. Greta Riel

Sesam im Test

Chlorat war in den vergangenen Jahren Bestandteil verschiedener Untersuchungsprogramme der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Befunde gab es unter anderem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, aber auch im Trinkwasser. Auch im Laufe des Jahres 2020 hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg (CVUA Freiburg) wieder tiefgefrorene Fischprodukte von Pangasius und anderen Fischarten sowie Krustentiere, wie Garnelen und Flusskrebse, auf Chloratrückstände untersucht. Dabei waren auch 2020 insbesondere Pangasiusfilet-Proben auffällig. 

QUELLE:
► Meldung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg vom 19.01.2021

Dr. Greta Riel

Chloratrückstände in Pangasius

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am CVUA Stuttgart in den vergangenen 5 Jahren insgesamt 228 Proben Kartoffeln aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pestiziden und Kontaminanten untersucht. In 212 dieser Proben (93 %) wurden Rückstandsgehalte nachgewiesen, 177 Proben (78 %) enthielten dabei Mehrfachrückstände. Eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurde in 10 Proben Kartoffeln festgestellt. Fünf dieser Proben stammten aus Deutschland, drei aus Zypern und je eine aus Frankreich und Israel. Zusätzlich wurden acht Proben aufgrund eines überhöhten Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet. Chlorat-Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln können auch infolge einer Verunreinigung durch die Umwelt in das Lebensmittel gelangen.

QUELLE:
► Meldung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 10.11.2020

Dr. Greta Riel

Kartoffeln auf Rückstände untersucht

Ökotest untersuchte 24 Produkte. Die Haferflocken zweier Marken waren so stark mit Nickel belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht mit einer 50-Gramm-Portion den derzeit gültigen TDI (tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag), der durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA festgelegt wurde, überschreitet. In vier überprüften Packungen Haferflocken betrugen die Nickelgehalte mehr als die Hälfte des TDI. 

Nachgewiesen wurden zudem Schimmelpilzgifte. Es handelte sich um T2- und HT2-Toxine. Diese sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die das Getreide auf dem Feld befallen. Je nach Witterungsbedingungen sind sie schwer zu vermeiden. Daher sind Kontrollen nötig, um Waren mit höheren Belastungen nicht in den Handel zu bringen. In einer Packung Haferflocken im Test sind die Gehalte von Schimmelpilzgiften stark erhöht, weil die tägliche Aufnahmemenge, die laut EFSA tolerierbar ist, mit einer 50-Gramm-Portion Haferflocken überschritten wird. In vier weiteren Produkten hat das Labor erhöhte Gehalte festgestellt. Alle anderen Haferflocken enthielten Spuren der Gifte. Alle Hersteller hielten allerdings die aktuell gültigen EU-Richtwerte für die Toxine ein.

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 12.11.2020

Dr. Greta Riel

Nickel, Schimmelpilzgifte und Mineralöl in Haferflocken

Die mikrobiologische Beschaffenheit von zehn Proben Sushi aus handwerklicher Herstellung wurde durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) untersucht. Grobe hygienische Abweichungen lagen nicht vor. Die Sushi-Erzeugnisse stammten aus Sushi-Bars oder Verkaufsständen im Lebensmitteleinzelhandel, sie waren also nicht industriell vorabgepackt oder eingefroren.

Drei Proben waren hinsichtlich erhöhter, aber noch nicht beanstandungswürdiger Gehalte an Verderbniserregern, z. B. Hefen, Schimmelpilze und Pseudomonaden bzw. Hygieneindikatoren, wie Enterobacterien, auffällig. In einer Probe wurde das Vorhandensein des Krankheitserregers Listeria monocytogenes nachgewiesen, der aber in nicht quantifizierbaren Mengen vorhanden war. Letztlich sind zwei Proben wegen nicht korrekter Allergenkennzeichnungen beanstandet worden.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 03.11.2020

Dr. Greta Riel

Aktuelle Sushi-Untersuchungsergebnisse

Patulin kann besonders in angefaultem Kernobst, aber auch anderen faulenden Obstsorten und im Getreide vorkommen. Für den Verbraucher ist der Verzehr eines einzelnen Produktes mit erhöhtem Patulingehalt keine akute Gefahr. In höheren Dosen kann es zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen. Außerdem soll es leber- und nierenschädigend sein. Es wird daher dazu geraten, angefaultes Obst weder zu essen, noch weiter zu Saft, Kompott, Marmelade oder auch Wein zu verarbeiten. Mykotoxine sind weitgehend hitzestabil und verlieren daher ihre Wirkung durch Erhitzen nicht.

In diesem Jahr sind im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock 46 Proben mit oder aus Äpfeln und Birnen bestehende Lebensmittel auf das Schimmelpilzgift Patulin untersucht worden. Die Proben stammten aus dem Einzelhandel, Drogerien und Mostereien des Landes.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 02.12.2020

Dr. Greta Riel

Patulin als Qualitätsindikator bei Apfel- und Birnenprodukten

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Kamillentees, darunter 5 Bio-Produkte, in Drogerie- und Supermärkten, Diskontern sowie in der Apotheke eingekauft und im Labor auf Qualität und Schadstoffe untersucht. Während sich die Belastung durch Schadstoffe im Großen und Ganzen in Grenzen hielt, ging die Schere bei der Qualität der Tees weit auseinander. Letztlich wurden im Rahmen des Tests 2 „sehr gut“, 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben.

QUELLE:
► Meldung Verein für Konsumenteninformation (VKI) vom 12.10.2020

Dr. Greta Riel

Mindeststandards von Tee nicht immer eingehalten

Im Zeitraum von 2016 bis 2020 wurden durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart 135 Proben Melonen aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 750 Pestiziden untersucht. Die Rückstandssituation stellt sich dabei gleichbleibend gut dar, der Anteil an Proben mit Höchstmengenüberschreitungen liegt über den gesamten Zeitraum bei drei Prozent.

Insgesamt wiesen 92 % der Proben Mehrfachrückstände auf, wobei bis zu 17 Rückstände in einer Probe festgestellt wurden. Mehr als 50 % der Proben wiesen jedoch 5 oder weniger Rückstände auf. Den geringsten Anteil an Proben mit Mehrfachrückständen mit 80 % weisen Wassermelonen auf, bei Honigmelonen und Cantaluope-Melonen konnten diese bei 95 % der Proben festgestellt werden, und bei Netzmelonen sogar bei 100 %.

QUELLE:
► Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 15.10.2020

Dr. Greta Riel

Pflanzenschutzmittelrückstände auf Melonen?

Von Natur aus kommen Pyrrolizidinalkaloide (PA) nicht in Oregano und Majoran selbst vor. Sie stammen aus anderen Pflanzen, die auf dem Feld zwischen den Küchenkräutern wachsen und sich auf den ersten Blick kaum von ihnen unterscheiden. Sie bilden PA, um sich gegen Fraßfeinde zu wehren. Diese Pflanzen werden dann bei der Kräuterernte mitgeerntet und können zur Belastung von Küchenkräutern mit PA führen. 

Die Stiftung Warentest hat 21 Oregano- und 13 Majoran-Proben (darunter neun Bio-Oregano und drei Bio-Majoran) auf Pyrrolizidinalkaloide (PA) und Pestizide untersucht. Zusätzlich wurden die Produkte mikroskopisch auf Fremdbestandteile untersucht.

QUELLE:
► Meldung test.de vom 23.09.2020

Dr. Greta Riel

Pflanzengifte in Küchenkräutern

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock analysierte Beeren der Saison 2020 auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Untersucht wurden 23 Proben verschiedener Beeren: 10 Proben Erdbeeren, 6 Proben Himbeeren, 5 Proben Johannisbeeren, 2 Proben Brombeeren. Die Beeren stammten überwiegend aus deutschem Anbau (19 Stück) und vier Proben Himbeeren aus Portugal, Polen und Großbritannien. Alle Früchte waren aus konventionellem Anbau und wurden dem Handel in Mecklenburg-Vorpommern entnommen oder stammten direkt aus der Handelsware von den Erzeugern.

QUELLE:
► Pressemitteilung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 17.09.2020

Dr. Greta Riel

Untersuchungen auf Wirkstoffrückstände in Beeren
Behr's Verlag