Dienstag, 11. August 2020

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Artikel in Kategorie Hygiene & HACCP

Bei Geflügelfleisch tauchen immer wieder Probleme für die Lebensmittelsicherheit auf, weil diese mit Pathogenen, insbesondere Campylobacter und Salmonella kontaminiert sind. Chlorbehandlungen im Schlachtprozess sind nur bedingt sinnvoll und sind in der EU nicht  zugelassen.

Zur Erforschung dieser Thematik läuft am DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V.) in Quakenbrück aktuell ein Forschungsprojekt, bei dem der Einsatz von Bakteriophagen und Laserbestrahlung kombiniert werden. Um die bakterielle Belastung zu reduzieren werden verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Wirkungsweise, optische Technologien und biotechnologische Verfahren zur Dekontamination kombiniert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIL setzen Bakteriophagen ein, um der Kontamination mit Pathogenen gezielt entgegen zu wirken.

QUELLE:
►  Pressemitteilung DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. vom 16.06.2020

Dr. Greta Riel

Bakteriophagen und Laserbestrahlung zur Dekontamination von Geflügelfleisch

Das Ergebnis eines Langzeittests einer Umweltschutzorganisation in Zusammenarbeit mit dem KIN Lebensmittelinstitut Neumünster zeigt: Lebensmittel wie Eier, Tofu oder Käse verderben nicht, sobald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) verstreicht, sondern sind oftmals noch monatelang haltbar und genießbar. Im Kühlschrank gelagerte Eier hielten sich ganze 112 Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch in der obersten Güteklasse, danach wären sie zum Backen, aber nicht roh weiterhin genießbar gewesen. Naturjoghurt im Becher, original verpackter Käse am Stück, Tofu und Tortellini mit Käse in eingeschweißten Packungen sind sogar ein halbes Jahr nach dem Einkauf und monatelang abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch einwandfrei. Original verpackte Salami in der veganen und der Fleisch-Variante war in beiden Fällen zusätzliche 85 Tage genießbar, die eingeschweißten Falafel-Bällchen brachten es auf immerhin 49 geschenkte Tage. 22 Tage nach Ablauf des MHD war der eingeschweißte Käse in Scheiben nicht mehr genießbar. Zu den Gründen für Testabbrüche zählten erhöhte Keimzahlen, Schimmelbildung sowie Abweichungen in Optik, Geschmack oder Geruch.

QUELLE:
►  Meldung auf yumda.de vom 19.06.2020

Dr. Greta Riel

Lebensmittel sind deutlich über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar

Von 2010 bis Ende 2019 wurden im CVUA Stuttgart 17.222 Proben Obst und Gemüse aus konventionellem (14.571) und ökologischem Anbau (2.651) auf Rückstände an Glyphosat untersucht.

Bei 78 der Proben wurden Glyphosatrückstände oberhalb der Bestimmungsgrenze von 0,02 mg/kg nachgewiesen. Dies entspricht einem Anteil von insgesamt 0,45 %. Von den 78 positiv getesteten Proben stammen 72 Proben aus konventionellem und 6 Proben aus ökologischem Anbau. Der höchste bestimmte Glyphosatgehalt wurde zu 9,3 mg/kg in einer Probe Leinsamen ermittelt. Ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse war also weniger häufig mit Glyphosatrückständen belastet als konventionell erzeugte Ware.

QUELLE:
►  Bericht Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 13.05.2020

Dr. Greta Riel

Glyphosat in Obst und Gemüse

Bei der Lebensmittelüberwachung in Deutschland im Jahr 2018 wurden in Mehlproben (Weizen, Dinkel und Roggen) immer wieder Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen. Escherichia (E.) coli sind Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Tieren und Menschen vorkommen. Werden E. coli in Lebensmitteln nachgewiesen, gelten diese als wichtiger Hinweis auf eine fäkale Verunreinigung. Auch direkte Übertragungen zwischen Tier und Mensch sowie von Mensch zu Mensch sind möglich.

QUELLE:
►   Stellungnahme Nr. 004/2020 des BfR vom 20. Januar 2020

Dr. Greta Riel

Krankheitserreger im Mehl

Salmonellen gehören zu den häufigsten Ursachen von lebensmittelbedingten Erkrankungen und werden häufig durch Eier übertragen. Wissenschaftler der australischen Flinders University haben einen Weg gefunden, mit Salmonella typhimurium kontaminierte Eierschalen zu dekontaminieren, ohne die Eierschale zu beschädigen. Die Methode beruht auf einem temperaturkontrollierten Wasserbad mit der soud-vide Technik (Vakuumgaren im Wasserbad).

QUELLE:
►  Meldung der Food Safety News vom 05.02.2020 sowie des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vom 11.04.2019

Dr. Greta Riel

Dekontamination von Eierschalen

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart in den Jahren 2015 bis 2019 55 Avocadoproben aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pestiziden und anderen Kontaminanten untersucht. In 48 dieser Proben (87 %) wurden Rückstandsgehalte nachgewiesen, 41 Proben (75 %) enthielten dabei zwei oder mehr Rückstände. Eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurde in sechs Proben Avocados festgestellt. Fünf dieser Proben wurden aufgrund eines überhöhten Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet, eine Probe enthielt den Wachstumsregulator Chlormequatchlorid über dem zulässigen Höchstgehalt.

QUELLE:
►  Bericht des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 29.01.2020

Dr. Greta Riel

Untersuchung von Avocados

Stichproben von Miesmuscheln, Heringen und Austern aus dem Hamburger Fischhandel enthalten Mikroplastik. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Süddänischen Universität im Auftrag einer internationalen Umweltorganisation. Mitarbeiter der Organisation hatten die Meeresfrüchte und Fische im November 2019 gekauft. Sie stammen laut Händlerangaben aus Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik.

Die insgesamt 72 Tiere wurden anschließend im Institut für Biologie der Universität Süddänemark in Odense untersucht. In 6 von 10 Austern, in 8 von 20 Miesmuscheln und in 2 von 3 Heringen wurde Mikroplastik nachgewiesen. In ebenfalls untersuchten, ungepulten Nordseekrabben, Garnelen und Grönland-Shrimps fanden sich keine Mikroplastik-Partikel.

QUELLE:
►  Meldung des Greenpeace e.V. vom 30.12.2020

Dr. Greta Riel

Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Als bevölkerungsrepräsentative Befragung liefert der BfR-Verbrauchermonitor in halbjährlichem Abstand Einsicht zu der Frage, wie die Deutschen gesundheitliche Risiken wahrnehmen. Dafür werden etwa 1.000 Personen, die in Privathaushalten leben und mindestens 14 Jahre alt sind, im Auftrag des BfR telefonisch interviewt.

QUELLE:
► Meldung vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vom 18.11.2019

Dr. Greta Riel

Sorge wegen Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln

Bereits zahlreiche Studien wurden zum Gehalt von Mikroplastik im Verdauungstrakt von Meeresorganismen durchgeführt, aber nur wenige Untersuchungen beschäftigen sich mit dem essbaren Anteil von Fischereierzeugnissen. Bislang gibt es noch keine validierten Methoden für die Analytik von Mikroplastik und die bislang angewandten Verfahren sind teilweise von großen Unsicherheitsfaktoren beeinflusst.

QUELLE:
►  Meldung Max Rubner-Institut vom 29.10.2019

Dr. Greta Riel

Mikroplastik in Fischereierzeugnissen

Fischprodukte kennt man meist als salzige Lebensmittel. Salz gewährleistet dabei die Haltbarkeit des Produktes - insbesondere bei Produkten, die nicht hitzebehandelt sind. Salz wirkt sich auch auf die Textur des Fischprodukts aus.

Ziel eines Forschungsprojektes am Max Rubner-Institut (MRI) war es, die Menge der handelsüblichen Kochsalzgehalte in marinierten Heringsfilets (Matjes) und kaltgeräuchertem Lachs durch den Einsatz von Salzaustauschstoffen zu
verringern.

QUELLE:
►  Meldung des Max Rubner-Institut von Oktober 2019

Dr. Greta Riel

Salzreduktion in Fischprodukten
Behr's Verlag