Passwort vergessen?
Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #268

  • J.Reimuth
  • J.Reimuths Avatar
Eine ChargeTiefkühl-Erdbeeren ist sehr wahrscheinlich die Ursache des großen Ausbruchs von akutem Brechdurchfall bei Kindern und Jugendlichen in den östlichen Bundesländern
Gemeinsame Pressemitteilung von BfR, BVL und RKI

Eine ChargeTiefkühl-Erdbeeren ist sehr wahrscheinlich die Ursache des großen Ausbruchs von akutem Brechdurchfall bei Kindern und Jugendlichen in den östlichen Bundesländern

Verdächtige Ware wurde bereits gesperrt und zurückgerufen

Eine Charge Tiefkühl-Erdbeeren ist nach den Ermittlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) und der beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angesiedelten „Task Force“ des Bundes und der Länder die wahrscheinliche Ursache für den in Deutschland bisher größten lebensmittelbedingten Gastroenteritis-Ausbruch in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Studien des Robert Koch-Instituts
Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hat das Robert Koch-Institut (RKI) umgehend epidemiologische Studien zur Aufklärung des verantwortlichen Lebensmittels initiiert und in Abstimmung mit den auf lokaler und Landes-Ebene zuständigen Behörden durchgeführt. In diesen Studien (sogenannten Fall-Kontroll-Studien) wurden an Brechdurchfall Erkrankte und nicht Erkrankte bzw. betroffene / nicht betroffene Einrichtungen anhand von Speiseplänen befragt, welche Speisen sie in den Tagen vor dem Erkrankungsbeginn verzehrt bzw. ausgegeben hatten. Insgesamt vier Studien wurden zwischen dem 1. und 4. Oktober 2012 durchgeführt. An je einem Gymnasium in Sachsen und in Thüringen wurden Schüler durch Mitarbeiter des RKI vor Ort befragt. Außerdem wurden Schüler einer Berliner Schule, wegen der Ferien, per E-Mail befragt. Darüber hinaus wurden Berliner Kindergärten telefonisch befragt. An dieser Befragung nahmen 30 Kindergärten teil.

Diese Studien zeigen einen starken und statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Erdbeerspeisen, die aus tiefgefrorenen Erdbeeren einer Charge zubereitet wurden, und den Erkrankungen an Brechdurchfall. Inzwischen wurden in den Landeslaboren bei einem beträchtlichen Teil der Patienten Noroviren nachgewiesen. Somit haben sich die Hinweise verdichtet, dass Noroviren der ursächliche Erreger für den Ausbruch waren. Allerdings können andere Erreger bzw. bakterielle Toxine zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Maßnahmen der Lebensmittelüberwachung
Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die vom Gastroenteritis-Ausbruch betroffenen Einrichtungen in den fünf Bundesländern von mindestens zehn regionalen Küchen eines Cateringunternehmens mit Nahrungsmitteln beliefert.
Die Rückverfolgung in den Bundesländern ergab weiter, dass alle betroffenen Küchen die Tiefkühl-Erdbeeren von einem Lieferanten in Sachsen erhalten haben. Es gibt keine Hinweise, dass die betroffene Ware in den Einzelhandel gelangt ist. Sie wurde nur an Großküchen geliefert. Der Lieferant hat die betroffene Ware auf Anraten der zuständigen sächsischen Lebensmittelüberwachungsbehörde gesperrt und zurückgerufen. Das Land Sachsen konnte von der betroffenen Ware eine vollständige Lieferliste erstellen und überwacht die Rückführung gegebenenfalls noch in den Lagern vorhandener Ware.

Weitere Küchen in Ostdeutschland, die nach derzeitigem Kenntnisstand nicht mit den Erkrankungen im Zusammenhang stehen, haben zwar überwiegend ebenfalls Tiefkühl-Erdbeeren der verdächtigen Charge erhalten. Die Erdbeeren wurden in den Küchen jedoch bei der Herstellung von Kompott vielfach erhitzt. Einige Verpflegungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt und Sachsen, die von zwei anderen Cateringunternehmen beliefert wurden, und bei denen es ebenfalls zu Erkrankungen kam, hatten ebenfalls die verdächtigen Erdbeeren verarbeitet und ausgegeben. Diese Informationen bestätigten den Verdacht, dass vermutlich nur eine Charge Tiefkühl-Erdbeeren für den Ausbruch verantwortlich ist, und die ausreichende Erhitzung eine entscheidende Rolle spielte.

In den bisher untersuchten Lebensmittel- und Umgebungsproben wurden keine Noroviren gefunden. Ein Teil der beim sächsischen Hersteller und bei den Cateringfirmen vorhandenen Rückstellproben der betroffenen Charge werden derzeit noch untersucht. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte der Woche vorliegen.

Ansprechpartner:

RKI zu den Studien
Pressestelle des RKI
Telefon: 030-18754 2562 / 2239
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

BVL zu Rückverfolgung und Lebensmittelströme
Pressestelle des BVL
Telefon: 030/18444-00211
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

BfR zu Fragen der Lebensmittelhygiene und mikrobiologischen Analytik in Lebensmitteln
Pressestelle
Telefon: 030-18412 4300
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diesen Artikel online lesen
Letzte Änderung: 9 Jahre 3 Monate her von J.Reimuth.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #269

  • J.Reimuth
  • J.Reimuths Avatar
Letzte Änderung: 9 Jahre 3 Monate her von J.Reimuth. Begründung: Aktualisierung Stand 09.10.2012
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #272

  • Druidelix
  • Druidelixs Avatar
Ausbruch von akutem Brechdurchfall bei Kindern und Jugendlichen beendet und aufgeklärt
Gemeinsame Pressemitteilung von BfR, BVL und RKI

Seit dem Wochenende sind keine weiteren Neuerkrankungen in Zusammenhang mit dem lebensmittelbedingten Ausbruch von akutem Brechdurchfall zu verzeichnen. Die epidemiologischen Untersuchungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben eine Charge Tiefkühlerdbeeren als Ursache identifiziert und es ermöglicht, die Quelle des Ausbruchs gezielt vom Markt zu nehmen. Es sind keine neuen Fälle mehr aufgetreten. Der Ausbruch kann damit als beendet betrachtet werden. Die wissenschaftliche Untersuchung des Ausbruchsgeschehens wird in den Bundesinstituten weiter fortgeführt. [mehr]
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #273

  • J.Reimuth
  • J.Reimuths Avatar
Das offizielle Ende des Ausbruchs ist verkündet. Der Spuk ist vorbei. Alle Beteiligten haben sich mehr oder weniger zum Geschehen geäußert. Spekuliert, gemutmaßt, aber auch untersucht, ermittelt, kritisiert und auch bedauert. Wirklich alle Beteiligten?

Von den Betroffenen selbst hörte man nur wenig. Waren sie sicherlich selbst viel zu sehr damit beschäftigt sich mit den Auswirkungen auseinanderzusetzen, als dass sie noch Zeit gehabt hätten darüber zu berichten. Betroffene KiTa`s und Schulen haben, nicht zuletzt auf Drängen der Erziehungsberechtigten, sich kurzfristig um andere Essen-Lieferanten umsehen müssen, da der Name Sodexo sehr schnell in den Medien als möglicher Verursacher kursierte.

Eltern hatten kranke Kinder Zuhause, die betreut werden mussten, selbst aber keine zu nehmende "Frei-Tage" mehr auf ihren "Kind-Krank-Tage-Konto", was vereinzelt dazu führte, dass Kinder die noch Krank waren wieder in die KiTa/Schule geschickt wurden und es dort zu Reinfektionen kam.

Die Diskussion um die Wiederzulassung in KiTa`s & Co nach Erkrankungen keimte wieder einmal mehr auf. Zahlreiche Eltern/Erzieher Gespräche mit heftigen Diskussionen waren die Folge.

Nun gibt es sie wieder die Diskussionen, warum Erdbeeren aus China eingeführt werden müssen, doch über den weiten Weg der Krabben macht sich niemand wirklich Gedanken. Tue`s hier in Deiner Region ein Werbeslogan, der sicherlich weit verbreitet ist, aber nicht überall gelebt wird.

Auch wenn das offizielle Ende des Ausbruchs verkündet wurde, so werden wir sicherlich noch die ein oder andere Enthüllung, Stellungnahme etc. zu Lesen bekommen. Mich persönlich wurde wie bereits oben beschrieben die Sorgen und Nöte der Betroffenen dabei interessieren. Sind die in den Schulen und KiTas vorhandenen Maßnahmenpläne (sofern vorhanden) hilfreich gewesen? Was könnte man noch verbessern.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #276

  • J.Reimuth
  • J.Reimuths Avatar
Die Frage des Schuldigen ist noch nicht geklärt. Neben Sodexo ist nun offensichtlich auch die Firma Elbfrost ins Visier der Ermittler gekommen. Focus Online schreibt dazu folgendes:

Magen-Darm-Epidemie in Ostdeutschland:
Klage wegen 11 000-facher Körperverletzung droht.


11 000 Kinder in Ostdeutschland sind an Brechdurchfall erkrankt. Grund dafür waren verseuchte Erdbeeren, die an Schulen und Kitas geliefert wurden. Zwei Firmen drohen deshalb jetzt Klagen wegen elftausendfacher Körperverletzung.

Nach der Magen-Darm-Epidemie in Ostdeutschland droht dem Lebensmittellieferanten Sodexo eine Klage wegen elftausendfacher Körperverletzung. Wie die „Bild“-Zeitung vom Mittwoch berichtet, prüft die Darmstädter Staatsanwaltschaft derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen die Firma. 11 000 Kinder erkrankten an Brechdurchfall nachdem sie mit Noroviren verseuchte Erdbeeren des Caterers gegessen hatten.

Sodexo lieferte die kontaminierten Erdbeeren an hunderte ostdeutsche Schulen und Kitas. Neben dem Lebensmittellieferanten aus dem hessischen Rüsselsheim ist allerdings auch die sächsische Firma Elbfrost in den Fokus der Dresdner Staatsanwaltschaft gerückt, wie die Zeitung weiter berichtet. Sie habe Sodexo die verseuchten China-Erdbeeren verkauft.

Suche nach den Verantwortlichen
In Darmstadt prüfe der Oberstaatsanwalt Klaus Reinhardt, ob „ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoß gegen Lebensmittel-Schutzvorschriften gegen Sodexo“ eingeleitet werden kann. Hierzu werde untersucht, „wer die persönliche Verantwortung für die Verbreitung der kontaminierten Erdbeeren trägt und wer für den Ankauf der Ware verantwortlich ist“.

Der Dresdner Staatsanwalt Alexander Keller habe seinerseits die Lebensmittel-Überwachungsbehörde alarmiert und Informationen angefordert. Nach dem Erhalt der Unterlagen solle entschieden werden, ob „Vorermittlungen gegen die Verantwortlichen“ eingeleitet werden.
Quelle: Focus-Online
Diesen Artikel online lesen

Gruß
Jörg Reimuth
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 2 Monate her #291

  • J.Reimuth
  • J.Reimuths Avatar
Noroviren in Erdbeeren
Sodexo schuldlos an Brechdurchfall-Epidemie in Ostdeutschland
Die Brechdurchfall-Epidemie an ostdeutschen Schulen ist nicht auf ein Versagen des Rüsselsheimer Kantinenlieferanten Sodexo zurückzuführen, das sagte Oberstaatsanwalt Klaus Reinhardt am Mittwoch in Darmstadt. „Es ist kein Verschulden der Firmen-Zentrale ersichtlich.“

Die Behörde hatte Vorermittlungen eingeleitet, um den Fall zu prüfen. Für die Erkrankungen verantwortlich gemacht werden mit Noroviren verseuchte tiefgefrorene Erdbeeren aus China. Diese Ursache hänge aber mit der Herstellung der Erdbeeren zusammen, nicht mit ihrer Verarbeitung in Deutschland, sagte Reinhardt. Bei der Epidemie waren rund 11 000 Kinder und Erwachsene in Kindergärten und Schulen erkrankt.

Sodexo hatte angekündigt, die Betroffenen mit Gutscheinen im Gesamtwert von
550 000 Euro zu entschädigen. Den ostdeutschen Kantinen sollte zudem zwei Tage gratis Essen geliefert werden. Das Robert Koch-Institut in Berlin hatte die Epidemie Anfang Oktober als die bisher größte lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland bezeichnet.

Quelle: Focus-Online
Diesen Artikel online lesen

Gruß
Jörg Reimuth
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Moderatoren: adminedv
Behr's Verlag