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THEMA: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen

Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #238

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In Deutschland (derzeit im Ostteil des Landes) sind in Schulen und auch KiTas vermehrt Erkrankungen aufgetreten. Mit Hochtouren wird wieder einmal mehr an der Aufklärung der Ursache gearbeitet. Der Deutsche scheint von Haus aus ungeduldig zu sein, denn kaum ist bekannt, dass es zu gehäuften Erkrankungen gekommen ist, will er auch schon wissen, was die Ursache dafür ist. Und weil es nicht schnell genug geht, gut recherchierte Ermittlungsergebnisse allerdings seine Zeit brauchen, werden Vermutungen schon mal schnell zu Tatsachen, ein Verdacht schon mal als Ergebnis zitiert und schnell Schlüsse gezogen, die sich im verlauf der Ermittlungen als nicht haltbar erweisen.

Als hätten wir aus der EHEC-Story nichts gelernt, wurde bereits heute in vielen Medien eine Caterer als Verantwortlicher ausgemacht, dessen Name bereits wie ein sich ausbreitendes Feuer durch die Medien ging. Es ist nicht auszuschließen, dass es hier einen Zusammenhang gibt und erste Ermittlungen evtl. sogar einen Verdacht begründen. War es bei EHEC erst die Gurke, dann die Tomate und der Salat oder doch Gemüse - wir erinnern uns- sollten letztendlich die Sprossen aus Ägypten dran glauben. Jetzt sollen es also Lebensmittel vom Caterer sein. Es bleibt abzuwarten was letztendlich nachweisbar ist.

Erste verkündete Ermittlungsergebnisse wurden in der Vergangenheit nicht selten bei weiterführenden Erkenntnissen abgeändert, was von der Sache her ja auch ok ist. Doch mit Vorverurteilungen sollten wir meiner persönlichen Meinung nach, etwas vorsichtiger umgehen.

Nichtsdestotrotz ist es auch falsch zu warten, bis das sprichwörtliche "Kind in Brunnen gefallen" ist. Aber, und das sollten wir trotz Ermittlungsdruck nicht vergessen, benötigen Untersuchungen, Erhebungen, Befragungen etc. nun einmal auch Zeit. Nicht jede Einrichtung ist verpflichtet Rückstellproben von Lebensmitteln zu nehmen, sodass man alle Lebensmittel untersuchen könnte. Weiterhin werden die Ermittlungen nicht zuletzt aufgrund der in den betroffenen Bundesländern beginnenden Ferien erschwert.

Gott sei Dank gibt es bisher keine schweren Verläufe (Stand 28.09.). Ich wünsche allen Erkrankten eine baldige Genesung und den Ermittlungsbehörden viel Erfolg bei der Ursachenforschung.

Im folgenden habe ich ein paar Berichte vom heutigen Tage angefügt.

Gruß
Drui
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Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #239

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VERMISCHTES
Magen-Darm-Grippe: Bund und Länder gründen Krisenstab
Freitag, 28. September 2012

Berlin – Nach dem Ausbruch einer Magen-Darm-Grippe in zahlreichen ostdeutschen Schulen und Kitas soll eine Ermittlungsgruppe von Bund und Ländern die Ursachenforschung vorantreiben. Die „Task Force“ arbeitet unter Federführung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und soll in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden die Ermittlungen koordinieren, wie das Bundesverbraucherministerium am Freitag mitteilte.

Die Aufklärung der Waren- und Lieferströme im Zusammenhang mit dem Kantinenessen in Schulen und Kitas werde auch über das Wochenende mit Hochdruck vorangetrieben. Die Zahl der Erkrankten erhöhte sich unterdessen deutlich. Noch am Freitag sollten erste Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen.

Zahl der Erkrankten weiter angestiegen
Bis zum Freitag wurden bundesweit knapp 6.500 Fälle registriert, wie die zuständigen Länderministerien mitteilten. Am deutlichsten war die Entwicklung in Berlin, wo ein Anstieg von 400 auf fast 2.200 Fälle verzeichnet wurde. In Sachsen hat sich die Zahl der betroffenen Kinder auf inzwischen 2.000 Erkrankte mehr als verdreifacht. In Brandenburg erhöhte sich die Zahl der Krankheitsfälle um 400 auf 1.500. Thüringen meldete mehr als 760 Erkrankungen, 260 mehr als am Mittwoch. Nach Angaben des RKI waren bislang „überwiegend unkomplizierte Verläufe“ zu beobachten.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gab das Ziel aus, „die Ursache der Erkrankungen schnellstmöglich zu finden und den Eintrag in die Lebensmittelkette zu stoppen.“ SPD und Linke hatten das Krisenmanagement des Ministeriums zuvor kritisiert.

Essenslieferant weist Vorwürfe zurück
Für die Vermutung, dass das Schulessen für die Erkrankungen verantwortlich sei, gebe „noch keine konkreten Beweise“, sagte der Sprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung, Jürgen Thier-Kundke. Das Robert-Koch-Institut kündigte an, noch im Laufe des Freitags die Ergebnisse der Laboruntersuchungen zu veröffentlichen.

Der Essenslieferant Sodexo wehrte sich unterdessen gegen die Vorwürfe, dass verunreinigtes oder verdorbenes Essen die Krankheitsfälle hervorrief. „Weniger als fünf Prozent der insgesamt von uns belieferten Schulen sind von den Erkrankungen betroffen“, sagte ein Unternehmenssprecher. Es gebe keinen Beleg für einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und den Essenslieferungen.

Ungeachtet dessen forderte der Landeselternausschuss in Berlin eine Abkehr von Großküchen in Bildungseinrichtungen. Zudem sollte das Schulessen durch Schule und Eltern mehr kontrolliert werden. „Wir müssen weg von der Großküche. Die Zukunft des Schulessens liegt bei kleinen und mittelständischen Unternehmen“, sagte der Vorsitzende Günter Peiritsch. Nur so sei eine schulnahe und bessere regionale Versorgung gewährleistet. Die AG Schulessen des Landeselternausschusses forderte eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Preisdruck und eine mangelnde Kontrolle seien der Nährboden für solche Vorfälle. © dapd/aerzteblatt.de
Quelle: Ärzteblatt
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Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #240

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VERMISCHTES
Akute Gastroenteritis durch Kantinenessen
Freitag, 28. September 2012

Berlin – In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind mindestens 4.000 Kinder an einem akuten Brechdurchfall erkrankt. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermutet das Kantinenessen als Quelle der akuten Gastroenteritis, zumal alle betroffenen Schulen und Betreuungseinrichtungen für Kinder wahrscheinlich von einem gemeinsamen Lieferanten mit Essen versorgt worden seien. Das in Rüsselsheim ansässige Catering-Unternehmen Sodexo vermutet dagegen eine Noro-Virus-Welle.

Nach Recherchen des RKI begannen die Erkrankungen überwiegend ab dem Abend des 25.9.2012. Bisher seien überwiegend unkomplizierte Verläufe bekannt. Die Gesundheits- und Lebensmittelbehörden auf nationaler, Bundeslands- und lokaler Ebene versuchen derzeit den verantwortlichen Erreger zu finden. Auf der Bundesebene sind dies das RKI, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Im Vordergrund der Aktivitäten stehen epidemiologische Untersuchungen, die das RKI koordiniert, und Recherchen zu Herkunft und Vertriebswegen von Lebensmittel, die auf Bundesebene vom BVL koordiniert werden. Das BfR werde eine Risikobewertung erstellen, sobald die entsprechenden Daten vorliegen, teilt das RKI in seiner Pressemitteilung mit.
Nach einem Bericht von rbb Brandenburg sind in Brandenburg 1.115 Kinder erkrankt. Aus Berlin werden rund 400 Fälle berichtet. Vermutungen, dass es sich um Norovirusinfektionen handelt, wurden bisher nicht bestätigt.
Ein Sprecher von Sodexo sagte am Freitag: „Weniger als fünf Prozent der insgesamt von uns belieferten Schulen sind von den Erkrankungen betroffen". Die Firma beliefert einen Großteil der Schulen mit Essen, an denen Kinder erkrankt sind.

„Wir vermuten, dass es sich um eine Noro-Virus-Welle handelt, mit der wir nichts zu tun haben", sagte der Sprecher: „Der Grund dafür, dass fast alle Kinder Essen aus unseren Küchen gegessen haben, ist einfach, dass wir gerade in Deutschland sehr viele Schulen beliefern. Wir hoffen, dass es allen Kindern ganz schnell wieder besser geht."

Quelle: Ärzteblatt
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Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #241

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Ausbruch von akuter Gastroenteritis
Gemeinsame Information von Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Bundesinstitut für Risikobewertung und Robert Koch-Institut
Stand: 28.9.2012, 18 Uhr

Die zuständigen Gesundheits- und Lebensmittelüberwachungsbehörden auf Bundes-, Länder- und lokaler Ebene arbeiten daran, den aktuellen Ausbruch von akuter Gastroenteritis zu stoppen und die Ursache zu identifizieren. Auf Bundesebene sind dies das Robert Koch Institut (RKI), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Im Vordergrund der Aktivitäten zur Identifizierung der Ausbruchsursache stehen epidemiologische Untersuchungen, die das RKI koordiniert, sowie Recherchen zu Herkunft und Vertriebswegen von Lebensmitteln, die auf Bundesebene vom BVL koordiniert werden. Das BfR wird gegebenenfalls eine Risikobewertung erstellen, sobald die entsprechenden Daten vorliegen. Erforderliche Maßnahmen werden von den zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden ergriffen.

Bis zum 28. September 2012, 10 Uhr, sind mindestens 4.658 Fälle von akuter Gastroenteritis in vier Bundesländern bekannt geworden (Brandenburg: 1.194; Berlin: mindestens 600; Sachsen: 2.100; Thüringen: 764). Erkrankt sind überwiegend Kinder und Jugendliche. Die Beschwerden (Erbrechen, Durchfall) begannen bei der Mehrzahl der Fälle ab dem Abend des 25. September 2012. In der Nacht vom 27. zum 28. September sind weitere Erkrankungen aufgetreten. Die Krankheitsverläufe sind bei den meisten Fällen kurz und unkompliziert. Allerdings wurden Patienten auch vereinzelt stationär behandelt. Die Erkrankungen stehen wahrscheinlich größtenteils in Zusammenhang mit Kantinen von Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche.

Bisherige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass alle betroffenen Einrichtungen durch dasselbe Lebensmittelunternehmen mit Mahlzeiten versorgt wurden. Bisher wurde die Ausbruchsursache noch nicht identifiziert. Laboruntersuchungen von Patienten- und Lebensmittelproben werden derzeit auf Landesebene durchgeführt.

Quelle: Robert Koch Institut
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Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #242

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Zulieferer Sodexo:
Für Magen-Darm-Erkrankungen nicht verantwortlich
Der Küchen- und Kantinenzulieferer Sodexo hat eine Verantwortung an der massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen von Kindern ...
Rüsselsheim. Der Küchen- und Kantinenzulieferer Sodexo hat eine Verantwortung an der massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen von Kindern in mehreren Bundesländern zurückgewiesen. «Die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen gelieferten Essen und Erkrankungen lässt derzeit keinerlei Rückschlüsse zu», teilte das Unternehmen am Freitag in Rüsselsheim mit. «Es gibt nach wie vor keinen Beleg für einen Zusammenhang der Erkrankungen zu den Essenslieferungen.»

Zudem gebe es Berichte, wonach es Erkrankungen auch in von anderen Caterern belieferten Schulen gebe. Einige Küchen hätten die Belieferung auf Bitte der Behörden eingestellt. Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD) sagte am Freitag, vermutlich sei ein Erreger und nicht das Schulessen schuld.

Sodexo hatte am Vormittag mitgeteilt, aus ein und derselben Küche habe «das gleiche Essen aus den gleichen Produktionsprozessen bis zu 80 Schulen und Kitas erreicht. Nur in vier Einrichtungen kam es nach unserem Kenntnisstand zu Erkrankungen». Die erhöhten Hygienemaßnahmen blieben in Kraft.(dpa)

Quelle: Frankfurter Rundschau online
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Letzte Änderung: 9 Jahre 3 Monate her von Druidelix.
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Aw: Gehäuftes Auftreten von Erkrankungen 9 Jahre 3 Monate her #243

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FREITAG, 28. SEPTEMBER 2012
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Warnung vor Sodexo
Noroviren im Schulessen? Mehr als 2000 Berliner Kinder krank

POTSAM/BERLIN - Nach den Erkrankungen von etwa 6500 Kindern und Jugendliche in vier Bundesländern wollen sich Bund und Länder am Freitag über konkrete Maßnahmen absprechen. Dies sagte die Sprecherin der Berliner Gesundheitsverwaltung, Regina Kneiding, der dpa. Erwartet werden auch erste Ergebnisse der Laboruntersuchungen.

In Berlin hat sich die Zahl der bekannten Durchfallerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen von 600 auf 2176 erhöht. 58 Schulen und 22 Kitas sind betroffen. Das teilten die Senatsverwaltungen für Gesundheit und Verbraucherschutz am Freitag mit.

Allein in Marzahn-Hellersdorf seien rund 500 Kinder betroffen. „Wir sind fieberhaft dabei zu untersuchen, worum es sich handelt“, sagte die Staatssekretärin für Gesundheit, Emine Demirbüken-Wegner (CDU), mit Verweis auf den noch unbekannten Erreger.

Eine Kita und eine Schule seien geschlossen worden.
Alle Schulen und Kitas hätten einen Brief bekommen, in dem ihnen die Verwaltung empfiehlt, Essenslieferungen der Catering-Firma Sodexo nicht anzunehmen oder zu verteilen.

Das Unternehmen stehe im Verdacht, verseuchtes Essen geliefert zu haben. Besorgte Eltern können sich an die Gesundheitsämter wenden. In mehreren ostdeutschen Bundesländern sind tausende Kinder und Jugendliche von einer Durchfallerkrankung betroffen. Die Ursache wird noch ermittelt. Für Berlin waren bislang 400 Fälle gemeldet worden. Mehrere Schulen bleiben am Freitag, dem letzten Schultag, vorsorglich geschlossen.

In Brandenburg sind etwa 1115 Kinder erkrankt, vor allem in den Kreisen Potsdam-Mittelmark, Oberhavel, Dahme-Spreewald, Havelland und Elbe-Elster sowie in der Stadt Brandenburg an der Havel. Die Symptome seien in erster Linie Erbrechen und Durchfall, sagte Widders.

Essenslieferant vermutet Noro-Viren-Welle als Grund für Erkrankungen
Unklar ist der Auslöser der Magen-Darm-Infekte. Vermutet wird, dass es sich um Noroviren handelt, die über das Schulessen eines Kantinenlieferanten verbreitet wurden. Das in Rüsselsheim ansässige Catering-Unternehmen Sodexo glaubt nicht an verunreinigtes oder verdorbenes Essen als Grund für die vielen Erkrankungen bei Kindern in Ostdeutschland.

„Weniger als fünf Prozent der insgesamt von uns belieferten Schulen sind von den Erkrankungen betroffen“, sagte Sodexo-Sprecher Stephan Dürholt der dapd. Die Firma beliefert einen Großteil der Schulen mit Essen, an denen Kinder derzeit unter schweren Magen-Darm-Erkrankungen leiden.
„Wir vermuten, dass es sich um eine Noro-Virus-Welle handelt, mit der wir nichts zu tun haben“, sagte Dürholt: „Der Grund dafür, dass fast alle Kinder Essen aus unseren Küchen gegessen haben, ist einfach, dass wir gerade in Deutschland sehr viele Schulen beliefern. Wir hoffen, dass es allen Kindern ganz schnell wieder besser geht.“

Quelle: Berliner Kurier
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