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THEMA: Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen

Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 10 Monate her #727

  • sahnekirsche
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@QM-Kerle: Du hast es erfasst ... und da geht es "nur" um Essig :blink:
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 5 Monate her #777

  • Marie
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Hallo,
ich hätte eine Frage zur Kennzeichnung von Allergenen UND Zusatzstoffen. Wenn laut der Allergenkennzeichnung "Milch einschl. Laktose" angegeben ist, muss dann "Milcheiweiß" erneut extra angegeben werden?
Vielen Dank,
Marie
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 5 Monate her #778

  • Lehmkuhl
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Guten Tag Marie,

erst einmal ein Herzliches Willkommen im HACCP-Forum!

Bezüglich Deiner Fragestellung, habe ich Dir mal folgendes rausgesucht:
„Lebensmittelunternehmer müssen im Zutatenverzeichnis Stoffe oder Erzeugnisse hervorheben, die in Anhang II der LMIV angeführt sind. Daher sollte jener Teil der Bezeichnung des Lebensmittels hervorgehoben werden, der den Stoffen/Erzeugnissen in Anhang II entspricht (z. B. Milchpulver). Im Sinne einer pragmatischen Vorgehensweise würde jedoch auch die Hervorhebung der ganzen Bezeichnung des betreffenden Lebensmittels (z. B. Milchpulver) als den rechtlichen Anforderungen entsprechend angesehen werden.
Wenn die Bezeichnung einer Zutat aus mehreren einzelnen Wörtern besteht, werden klarerweise nur die Stoffe/Erzeugnisse hervorgehoben, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen (z. B. „poudre de lait“, „latte in polvere“).“

In Deinem konkreten Fall bedeutet dies dann, dass Du auf Deinem Produktetikett die Zutat Milcheiweiß hervorheben musst.

Oder meinst Du die Kennzeichnung bei loser Ware?

Noch einen schönen Tag!
Sara Lehmkuhl
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 5 Monate her #780

  • Marie
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Hallo Sara,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Es geht um die Deklarierung von loser Ware auf Speiseplänen etc. - das hätte ich dazu schreiben sollen, tut mir leid! Wir kennzeichnen derzeit die Zusatzstoffe mit Nummern, mit den Allergenen würden wir ähnlich vorgehen. Damit es nicht so überladen aussieht, kam eben die Frage auf, ob es nicht reicht, wenn "Milch/Laktose" deklariert ist, was ja Milcheiweiß miteinschließt.

Es ist doch auch richtig, dass Speisen, die nicht im Speiseplan stehen (Frühstück/Abendbrot) ebenfalls irgendwo deklariert sein müssen, oder?

Gibt es jetzt eigentlich eine konkrete (beschlossene) Verordnung über die Allergenkennzeichnung?

Herzlichen Dank nochmals,
Marie
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 5 Monate her #781

  • dreamer
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Hallo Marie,

derzeit existiert nur der zweite Entwurf zur Allergenkennzeichnung. Hier mal der Link:

www.bmel.de/DE/Service/Gesetze-Verordnun...blob=publicationFile

Wie es aussieht, wird das mit den Fußnoten ähnlich wie bei den Zusatzstoffen möglich sein, aber der Entwurf muss erst noch als richtiges Gesetz verabschiedet werden, was vermutlich erst nächstes Jahr sein wird.

In der vorläufigen Verordnung findest du den Hinweis, dass auch bei mündlicher Auskunft eine schriftliche Dokumentation erforderlich ist und somit also auch Frühstück und Abendbrot aufgeführt sein müssen.

Einen angenehmen Wochenstart
dreamer
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 5 Monate her #782

  • Lehmkuhl
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Hallo Marie,

die Allergenkennzeichnung ist innerhalb der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV) geregelt.

Es gibt jedoch noch einen entsprechenden Entwurf zur Durchführungsverordnung nationaler Vorschriften vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Nachfolgend habe ich Dir mal die wichtigsten Aussagen zur losen Ware angefügt.
§ 2 Art und Weise der Kennzeichnung nicht vorverpackter Lebensmittel
(1) Lebensmittel, die
1. ohne Verpackung zum Verkauf angeboten werden,
2. auf Wunsch des Endverbrauchers oder des Anbieters von Gemeinschaftsverpflegung am Verkaufsort verpackt werden oder
3. im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf vorverpackt und nicht zur Selbstbedienung angeboten werden,
dürfen an Endverbraucher oder Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung auch dann abgegeben werden, wenn die in Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 bezeichneten Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen angegeben sind.
(2) Die in Absatz 1, zweiter Halbsatz, bezeichnete Angabe ist bezogen auf das jeweilige Lebensmittel, gut sichtbar, deutlich und gut lesbar
1. auf einem Schild auf dem Lebensmittel oder in der Nähe des Lebensmittels,
2. bei der Abgabe von Lebensmitteln durch Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung auf Speise- und Getränkekarten oder in Preisverzeichnissen,
3. durch einen Aushang in der Verkaufsstätte oder
4. durch sonstige schriftliche oder vom Lebensmittelunternehmer bereitgestellte elektronische Unterrichtung, die für Endverbraucher unmittelbar und leicht zugänglich ist, so zu machen, dass der Endverbraucher oder der Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung vor Kaufabschluss und vor Abgabe des Lebensmittels davon Kenntnis nehmen kann. Im Falle des Satzes 1 Nummer 2 kann die Angabe auch in leicht verständlichen Fuß- oder Endnoten angebracht werden, wenn auf diese bei der Bezeichnung des Lebensmittels in hervorgehobener Weise hingewiesen wird. Im Falle des Satzes 1 Nummer 4 muss bei dem Lebensmittel oder in einem Aushang in der Verkaufsstätte darauf hingewiesen werden, wie die in Absatz 1 bezeichnete Angabe erfolgt. Die in Absatz 1, zweiter Halbsatz, bezeichnete Angabe und der in Satz 3 genannte Hinweis dürfen in keiner Weise durch andere Angaben oder Bildzeichen oder sonstiges eingefügtes Material verdeckt, undeutlich gemacht oder getrennt werden und der Blick darf nicht davon abgelenkt werden.
(3) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 kann die in Absatz 1, zweiter Halbsatz, bezeichnete Angabe auch durch mündliche Auskunft des Lebensmittelunternehmers oder eines über die Verwendung der betreffenden Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe hinreichend unterrichteten Mitarbeiters erfolgen, wenn
1. die in Absatz 1, zweiter Halbsatz, bezeichnete Angabe auf Nachfrage der Endverbraucher diesen unverzüglich vor Kaufabschluss und vor Abgabe des Lebensmittels mitgeteilt wird,
2. eine schriftliche Dokumentation der bei der Herstellung des jeweiligen Lebensmittels verwendeten Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe im Sinne des Absatzes 1, zweiter Halbsatz, vorliegt und
3. die schriftliche Dokumentation für die zuständige Behörde auch für den Endverbraucher auf Nachfrage leicht zugänglich ist.
Bei dem Lebensmittel oder in einem Aushang in der Verkaufsstätte muss an gut sichtbarer Stelle und deutlich lesbar darauf hingewiesen werden, dass die in Absatz 1, zweiter Halbsatz, bezeichnete Angabe mündlich erfolgt und eine schriftliche Dokumentation auf Nachfrage zugänglich ist. Der Hinweis darf in keiner Weise durch andere Angaben oder Bildzeichen oder sonstiges eingefügtes Material verdeckt, undeutlich gemacht oder getrennt werden und der Blick darf nicht davon abgelenkt werden.

Und es ist auch richtig, dass eine Deklaration jeder einzelnen Zutat, welche Milch enthält, nicht stattfinden muss.

Gerne und noch einen schönen Tag!
Sara Lehmkuhl
Anhang:
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