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THEMA: Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen

Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 5 Jahre 8 Monate her #606

  • GV
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Hallo,

vielen Dank für die Antwort! Das ist schon richtig und auch gut. Allerdings ist das mit der Haftung ja nicht so ohne. Aber wir werden unser bestes versuchen, um den rechtlichen Anforderungen und auch den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.
Um mehr Sicherheit zu bekommen habe ich mich jetzt zu dem Behrs Seminar angemeldet.

Viele Grüße, GV
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 5 Jahre 5 Monate her #650

  • sokcho
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Lehmkuhl schrieb:
Zudem gibt es noch die Deklaration „mit Süßungsmittel“ oder „mit Süßungsmitteln“.
Lebensmittel, die Aspartam oder Aspartam-Acesulfamsalz enthalten, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn der Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ angegeben ist.

Hallo!
Verstehe ich das richtig, dass bei Süßstoffen beispielsweise bei Aspartam "enthält eine Phenylalaninquelle" als Ausweisung genügt oder muss zusätzlich "Aspartam / -Acelsulfamsalz" oderl E951 (bzw. die entsprechenden E-Nummern www.aspartam.at/suessstoff) angegeben werden?
Danke!
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 5 Jahre 4 Monate her #652

  • Lehmkuhl
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Hallo sokcho,

zunächst einmal ein herzliches Willkommen im HACCP-Forum!

Generell ist in der ZZulV geregelt, welche Zusatzstoffe zugelassen sind.

Die zugelassenen Zusatzstoffe zum Süßen von Lebensmitteln sind innerhalb der Anlage 2 geregelt.
Der Teil A beschäftigt sich mit den Zuckeraustauschstoffen und der Teil B mit den Süßstoffen.
Dort ist tabellarisch aufgeführt welcher Zusatzstoff, mit welcher Höchstmenge in welchem Lebensmittel verarbeitet werden darf.

Die Kenntlichmachung ist unter § 9 geregelt. Anbei die wichtigsten Regelungen.
Der Gehalt an einem Zusatzstoff der Anlage2 in Lebensmitteln ist in Verbindung mit der Verkehrsbezeichnung durch die Angabe „mit Süßungsmittel“, bei mehreren Zusatzstoffen der Anlage2 durch die Angabe „mit Süßungsmitteln“ kenntlich zu machen. Werden Lebensmittel lose an den Verbraucher abgegeben, so reicht diese Angabe aus.
Tafelsüßen, ausgenommen Tafelsüßen in Fertigpackungen, und andere Lebensmittel, die Aspartam oder Aspartam-Acesulfamsalz enthalten, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn der Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ angegeben ist.
Tafelsüßen, ausgenommen Tafelsüßen in Fertigpackungen, mit einem Gehalt an Zusatzstoffen der Nummern E420, E421, E953, E965 bis E968 und andere Lebensmittel mit einem Gehalt an diesen Zusatzstoffen von mehr als 100 Gramm in einem Kilogramm oder einem Liter dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn der Hinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ angegeben ist.
Die Angaben sind gut sichtbar, in leicht lesbarer Schrift und unverwischbar anzugeben. Sie sind wie folgt anzubringen:
• bei loser Abgabe von Lebensmitteln auf einem Schild auf oder neben dem Lebensmittel,
• bei der Abgabe von Lebensmitteln in Gaststätten auf Speise- und Getränkekarten,
• bei der Abgabe von Lebensmitteln in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung auf Speisekarten, in einem sonstigen Aushang oder einer schriftlichen Mitteilung.

Viele Grüße
Sara Lehmkuhl
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 11 Monate her #724

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Hallo!
Ist so eine Schulung zu empfehlen oder das man sich selbst durchwurstelt? :woohoo:
Habe heute festgestellt das in meinem Essig den ich verwende Antioxidantionsmittel drin sind und das zu den Sulfiten gehört und ich dann theroretisch auch alles angeben muss, wo der simple Essig drin ist.
Habe ich doch dann richtig verstanden??
Danke
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 11 Monate her #725

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Hallo sahnekirsche!

Herzlich Willkommen im HACCP-Forum!

Schulungen sind generell immer zu empfehlen!
Entweder vom Behr`s Verlag oder aber gerne auch von externen Beratern! :)

Da kann man dann sein Wissen sehr gut vertiefen.
Und wird dementsprechend auch sicherer in der Anwendung.
Was natürlich auch sinnvoll ist, ist eine Liste erstellen zu lassen, welche auf die eigenen Produkte/Rezepturen abgestimmt ist.
So hat man dann eine Arbeitserleichterung für die eigenen Mitarbeiter im Betrieb.

Generell gibt es die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe und die Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 über Aromen und bestimmte Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften.

Es existiert diesbezüglich ein Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Zusatzstoffe dürfen also nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich zugelassen sind.

Der Eintrag eines Lebensmittelzusatzstoffes in die Gemeinschaftsliste enthält folgende Einzelheiten:
a) Bezeichnung des Lebensmittelzusatzstoffes und seine E-Nummer;
b) Lebensmittel, denen der Lebensmittelzusatzstoff zugesetzt werden darf;
c) Bedingungen unter denen der Lebensmittelzusatzstoff verwendet werden darf;
d) gegebenenfalls Beschränkungen.

Des Weiteren gibt es die Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung). Innerhalb dieser ZZulV ist unter § 9 die Kenntlichmachung auch bei der sogenannten losen Ware geregelt. Zusatzstoffe in Lebensmitteln müssen bei der Abgabe an Verbraucher wie folgt kenntlich gemacht werden.
Bei Lebensmitteln mit einem Gehalt an Zusatzstoffen, die als Antioxidationsmittel verwendet werden, durch die Angabe „mit Antioxidationsmittel“.

Die Angaben sind gut sichtbar, in leicht lesbarer Schrift und unverwischbar anzugeben.
Sie sind wie folgt anzubringen:
• bei loser Abgabe von Lebensmitteln auf einem Schild auf oder neben dem Lebensmittel,
• bei der Abgabe von Lebensmitteln in Gaststätten auf Speise- und Getränkekarten,
• bei der Abgabe von Lebensmitteln in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung auf Speisekarten, in einem sonstigen Aushang oder einer schriftlichen Mitteilung.

Generell verlängern Antioxidationsmittel die Haltbarkeit von Lebensmitteln.
Zu den Antioxidationsmitteln zählen beispielsweise Schwefeldioxid E220 oder Natriumsulfit E221.
Diese müssen dann entsprechend deklariert werden.
Bei der Deklaration kommt es generell auch darauf an, ob sich im Endprodukt noch eine technologische Wirkung entfaltet.

Welche Endprodukte bei Dir hergestellt werden, in denen dann der Essig Verwendung findet, müsste man dann genauer betrachten.

Viele Grüße
Sara Lehmkuhl
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Aw: Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen 4 Jahre 11 Monate her #726

  • QM-Kerle
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Ich glaube, sahnekirsche meint, dass Sie die Sulfite als Allergen kennzeichnen muss.
SO2 muss ja abhängig von seiner Konzentration als Allergen gekennzeichnet werden. Bei einem Gehalt von mindestens 10mg/kg bzw. l muss SO2 als Allergen gekennzeichnet werden.
Beim Essig ist das nun eine Rechenaufgabe. Wie hoch ist der Gehalt an Antioxidationsmitteln im Essig und wieviel kommt davon in die Speisen.

Das ist dann nicht einfach...
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