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Dienstag, 17 Februar 2015

Zinkoxid im Ferkelfutter fördert MRSA

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Zinkoxid im Ferkelfutter fördert MRSA
© angieconscious / pixelio.de

Nach Angaben von Wissenschaftlern der University of Guelph (Kanada) fördert das Verfüttern hoher Dosierungen von Zinkoxid an Absatzferkel die Verbreitung von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Für den Versuch wurden Ferkel einer Sauenherde ausgewählt, in der MRSA-Keime vorkamen, die auch ein Zink-Resistenzgen trugen. Die Ferkel wurden am Lebenstag 1, 3, 7, 14, 21, 28, 35, 42 und 49 mittels Nasentupfer auf MRSA untersucht. Bei den Saugferkeln waren nur knapp 6 % der Ferkel mit den resistenten Keimen besiedelt. Nach dem Absetzen von der Sau am 21. Lebenstag wurde den Ferkeln in einer Gruppe Zinkoxid in einer üblichen Dosierung (100 mg/kg Futter) und in einer anderen Gruppe Zinkoxid in einer „therapeutischen Dosierung“ (3.000 mg/kg Futter) verabreicht ─ beide Futter enthielten keine Antibiotika. Den Wissenschaftlern zufolge konnten in der „Hochdosis-Zink-Gruppe” MRSA-Keime weitaus häufiger und länger andauernd nachgewiesen werden.

In Dänemark werden in der Schweineproduktion große Mengen an Zinkoxid im Ferkelfutter eingesetzt ─ amtliche Untersuchungen an dänischen Schlachtbetrieben ergaben in 2012, dass von 709 Schlachtschweinen 77 % der Tiere MRSA-positiv waren (2011: 44 %).

► Animal Health Online (AHO) vom 05.12.2014
► Zoonoses Public Health (2014 Sep 11, DOI: 10.1111/zph.12150)

Bild: www.pixelio.de

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