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Montag, 15 März 2021

Strenge Regeln für Kinderlebensmittel gefordert

Gesundheit

Strenge Regeln für Kinderlebensmittel gefordert

Im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) wurde der Bericht „Lebensmittel mit Kinderoptik und deren Bewerbung“ vom Mediziner und Experten für Ernährungspolitik Dr. Peter von Philipsborn von der LMU München erstellt. Danach besteht international der Konsens, dass Kinder vor den schädlichen Einflüssen kommerzieller Lebensmittelwerbung zu schützen sind. Dies gilt auch für die Ansprache von Kindern durch die Produkt- und Verpackungsgestaltung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat detaillierte Empfehlungen für die Ausgestaltung und Umsetzung effektiver Regeln zu Kinder-Lebensmittelmarketing vorgelegt. Eine EU-weite Unternehmensinitiative (EU-Pledge) hat der Wirtschaft selbst zwar Regeln auferlegt- nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes reichen diese jedoch nicht aus.

Die WHO empfiehlt für Joghurt- und Quarkzubereitungen einen Gesamtzuckergehalt von maximal 10 Gramm pro 100 Gramm. Der Zuckergehalt von Joghurts mit Kinderoptik liegt in Deutschland jedoch bei durchschnittlich 14 Gramm pro 100 g, bei den umsatzstarken Produkten sogar bei 18 Gramm pro 100 Gramm. Der vzbv fordert daher die Vermarktung strenger zu regulieren: Die Bundesregierung müsse gesetzliche Regelungen für Lebensmittel einführen, deren Aufmachung sich an Kinder richtet. Dabei sollten die Nährwertkriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugrunde gelegt werden. Zudem sollte die Regulierung jede Form der Werbung umfassen – egal ob Fernsehen, Internet, Plakate oder soziale Medien. Des Weiteren fordert der vzbv ein ausgewogenes Lebensmittelangebot: Nicht nur Kinderlebensmittel, auch andere Produkte sollten in ihrer Zusammensetzung ausgewogener sein.

QUELLE:
►  Meldung auf lebensmittelklarheit.de vom 17.02.2021

Dr. Greta Riel

Behr's Verlag