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Montag, 06 Juli 2015

Reis und Reisprodukte noch bedenkenlos genießen?

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Reis und Reisprodukte noch bedenkenlos genießen?
© Rainer Sturm / pixelio.de

Reis und Reisprodukte sind nach Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Länder mit größeren Mengen an anorganischem Arsen belastet. Warum diese Lebensmittel davon betroffen sind, ist noch unklar. Anorganische Arsenverbindungen können Krebs auslösen. Besonders bei kleinen Kindern kann der Verzehr dieser Lebensmittel, je nach Ernährungsgewohnheiten, entscheidend zur Gesamtaufnahme von anorganischem Arsen beitragen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung fordert deshalb Unternehmen auf, die Ursachen aufzuklären und die Gehalte an anorganischen Arsenverbindungen in Lebensmitteln auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren. Die Europäische Kommission hat zudem beschlossen, Höchstgehalte für anorganisches Arsen in Reis und Reisprodukten einzuführen.

KOMMENTAR:
Das BfR empfiehlt: „Produkte wie Reiswaffeln oder Reisflocken/Reisbrei sollten nur in Maßen konsumiert und mit Produkten, die auf anderen Getreidearten basieren, abgewechselt werden. Eltern wird empfohlen, ihre Säuglinge und Kleinkinder nicht ausschließlich mit reisbasierten Getränken wie Reismilch oder Beikost wie Reisbrei zu ernähren. Verbraucherinnen und Verbraucher, die an Zöliakie erkrankt sind oder auf Gluten mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren, sollten bei der Wahl von glutenfreien Getreiden eine einseitige Ausrichtung auf Reis und Reisprodukte vermeiden. Neben Reis können in diesen Fällen andere glutenfreie Getreidearten wie zum Beispiel Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth oder Quinoa in den Speiseplan aufgenommen werden.“

► www.bfr.bund.de Pressemitteilung vom 11.06.2015

Bild: www.pixelio.de

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