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Montag, 27 Juli 2015

Perfluorierte Alkylsubstanzen in Lebensmitteln

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Perfluorierte Alkylsubstanzen in Lebensmitteln
© Jungfernmühle / www.pixelio.de

Nach einer Veröffentlichung von Sachverständigen des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor (LHL) hervorgeht, wurden in den von dort untersuchten Lebensmitteln die höchsten Gehalte an Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) in den Geweben von Fischen aus Binnengewässern nachgewiesen. Nachweisbare Gehalte an PFOS wiesen auch Mineralwasser, Bier, Rind- und Wildschweinfleisch sowie Muscheln auf.

Wie aus der Veröffentlichung weiter hervorgeht, zählt die Verbindung zur Gruppe der Perfluorierten Alkylsubstanzen (PAFS), die je nach funktioneller Gruppe sich in Untergruppen aufteilen, die wiederum aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten bestehen. PFAS sind Bestandteil vieler Haushalts- und Industriechemikalien. Zahlreiche PAFS sind biologisch nicht abbaubar, persistent und ubiquitär verbreitet. Der Mensch nimmt PFAS vor allem über das Trinkwasser und die Nahrung auf, so das LHL weiter.

Zur Toxikologie teilte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit, dass nach verschiedenen Studien PFOS und PFOA in den experimentellen Tierstudien z.B. lebertoxische, neurotoxische, immuntoxische und auch ein schwaches gentoxisches und cancerogenes Potential zeigten.

Nach den Angaben der Autoren der oben genannten Studie werden PAFS in der Regel mit LC-MS/MS-Analytik bestimmt. Dabei sind zur Quantifizierung 13C-markierte Standards erforderlich, um Einflüsse der Probenmatrix zu minimieren. Allerdings sind diese Standards noch nicht für alle Analyten verfügbar.

► Stahl, Th., Falk, S., Brunn, H. (2015) Nachrichten aus der Chemie 63: 557 - 562.
► EFSA Journal 2012;10 (6): 2743

Bild: www.pixelio.de

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