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Freitag, 03 Juli 2015

Marktcheck: Zuckeraustauschstoffe in Lebensmitteln

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Marktcheck: Zuckeraustauschstoffe in Lebensmitteln
© manwalk / pixelio.de

Hersteller von zuckerreduzierten oder -freien Lebensmitteln setzen häufig Zuckeraustauschstoffe als Süßungsmittel ein. In größeren Mengen können diese Blähungen und Durchfall verursachen. Die Verbraucherzentrale Bayern hat in einem stichprobenartigen Marktcheck 16 Produkte (z. B. Bonbons, Fruchtgummis, Riegel) mit Zuckeraustauschstoffen geprüft, ob Verbraucher ausreichend vor übermäßigem Verzehr gewarnt werden. Vorgeschrieben ist ein Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ auf Lebensmitteln, die mehr als 10 % Zuckeraustauschstoffe enthalten (z. B. Sorbit, Mannit, Xylit). Die Prüfung ergab, dass mit einer Ausnahme alle Hersteller den vorgeschriebenen Warnhinweis angeben, doch in zwei Drittel der Fälle ist der Aufdruck nicht deutlich sichtbar. Wenige Hersteller nutzen Fettschrift und Farbveränderungen für eine auffällige Kennzeichnung des Warnhinweises. Nur bei einem Produkt ist angegeben, ab welcher Verzehrmenge es eine abführende Wirkung haben kann.

KOMMENTAR:
Verbraucherzentrale Bayern: „Warnhinweise sollten prinzipiell auf den ersten Blick wahrnehmbar sein, sonst erfüllen sie ihre Funktion nicht ‒ es ist aber rechtlich weder vorgeschrieben, dass sie auf der Vorderseite stehen müssen noch dass sie beispielsweise durch Schriftart oder -farbe besonders hervorzuheben sind.“

► Lebensmittelklarheit vom 29.04.201515
► Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bayern e. V. vom 29.04.2015

Bild: www.pixelio.de

 

Weitere Informationen finden Sie im Praxishandbuch Lebensmittelkennzeichnung.

 

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